Fischerei-Lobbyismus führt in die Sackgasse

von | NABU, BUND, GRD, GSM | Quickborn | 31. Oktober 2008

Kritik an verringerten Fangquoten der EU unbegründet. Innovative Fangtechniken und Zertifizierung der Fischerei sind Ausweg aus der Krise

Kutter in Harlesiel
Kutter in Harlesiel

NABU Schleswig-Holstein, BUND Mecklenburg-Vorpommern, Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) und Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) reagieren mit Unverständnis auf das alljährliche Geschacher um Fangquoten in Nord- und Ostsee. Statt nun noch die letzten 20 % der nutzbaren Fischbestände auf dem Altar der Fischerei-Interessen zu opfern, müssen unverzüglich neue, nachhaltige Konzepte zur Sicherung der Fischbestände und zum Erhalt der kleinen Küstenfischerei erarbeitet und umgesetzt werden.

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Bedrohte Nordkaper, Delfinjagd in Japan, verschwundene Orcas und mehr

von | cetacea.de | Wittmund | 27. Oktober 2008

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineBei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 27. Oktober 2008 haben wir Nachrichten über bedrohte Nordkaper, die Delfinjagd von Taiji, verschwundene Schwertwale, einen verendeten Entenwal, Hightech-Kollisionsvermeidung für Fähren, hohe Todesraten bei Großen Tümmlern und koordiniert jagende Ostpazifische Delphine gefunden.

In einem ausführlichen Artikel berichtet die Oktober-Ausgabe von National Geographic über die stark bedrohten nördlichen Glattwale (Nordkaper). Douglas H. Chadwick beschreibt wie Kollisionen mit Schiffen und Fischernetze die Wale bedrohen. Spiegel Online hat diesen lesenswerten Artikel als Volltext ins eigene Angebot übernommen. Die hervorragenden Bilder zum Artikel von Brian Skerry finden Sie bei National Geographic USA.

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Fluke Nr. 16 auf Walschau

von | cetacea.de | Emden | 19. Oktober 2008

Es ist immer wieder eine große Freude, wenn ich die Fluke aus dem Briefkasten bergen kann. Erst recht seitdem sie mit professionellem Druck und guter Bindung besticht.

Fluke Nr. 16 – Oktober 2008

Die zweite Ausgabe des Jahres 2008 (Heft 16) startet mit Berichten über Walschaustellungen. Alfred Schmidt beschreibt die Ausstellungen, die Herkunft der Wale und zeigt umfangreiches Material aus seiner Sammlung. Immer wieder war der intensive Geruch der verwesenden Riesen ein Problem für die Schausteller.

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Finnenblick zur Geschlechtsbestimmung, Grauwale und mehr

von | cetacea.de | Wittmund | 15. Oktober 2008

Bei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 15. Oktober 2008 haben wir Nachrichten über die Geschlechtsbestimmung Großer Tümmler, Blasenschleier als Lärmschutz für Schweinswale, die westlichen Grauwale und mehr gefunden.

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineGroße Tümmler kann man anhand der Finne nicht nur individuell unterscheiden, es lässt sich auch das Geschlecht per Finne bestimmen. Das haben die beiden Wissenschaftler Lucy Rowe und Stephen Dawson herausgefunden. Männliche Tiere zeigen mehr Narben und Kerben, während die bei beiden Geschlechtern auftretenden Hautläsionen bei weiblichen Tieren deutlich ausgeprägter waren. Die Forscher geben zu bedenken, dass diese Methode zunächst nur bei der Population im Doubtful Sound, Fjordland, Neuseeland anwendbar sei.
ROWE, L. E. u. S. M. DAWSON (2008):
Determining the sex of bottlenose dolphins from Doubtful Sound using dorsal fin photographs.
Mar. Mamm. Sci., DOI 10.1111/j.1748-7692.2008.00235.x
Einen kleinen Bericht zu dieser Veröffentlichung finden Sie bei wissenschaft.de.

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Neues Schutzabkommen für Meeressäugetiere

von | gsm | Quickborn | 9. Oktober 2008

Um Kleinwale und Seekühe oder Manatees vor der Küste Westafrikas besser zu schützen, wurde unter dem Dach der Bonner Konvention zum Schutz Wandernder Tiere (UNEP/CMS) in Lome, Togo, am 3. Oktober ein neues Abkommen geschlossen.

Das „Memorandum of Understanding“ (MoU) wird die gefährdeten Meeressäuger im Ostatlantik von Marokko bis Südafrika abdecken, Neben den stark gefährdeten Seekühen sind darunter mindestens 30 Arten von Delfinen und Tümmlern. Das MoU tritt in Kraft, sobald es von den 29 in Frage kommenden Anrainerstaaten jeweils unterzeichnet wurde. 15 Länder, wie Togo, Angola, Ghana, Benin und die Kap Verde, haben es sofort unterzeichnet, Andere warten auf den feierlichen Akt der 9. CMS- Vertragsstaaten-Konferenz vom 1.-5. Dezember in Rom.

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Wie man einen Wal findet – Der Whalefinder

von | cetacea.de | Wittmund | 6. Oktober 2008

Mit dem Whalefinder präsentiert Manfred Eisenlohr eine Bereicherung für die Walbeobachtung. Eine handliche und übersichtliche Publikation für Whalewatcher. Lesen Sie unsere Besprechung.

Whalefinder

Es ist schon über zehn Jahre her, als der Berliner Verleger Manfred Eisenlohr an Bord des über hundert Jahre alten Segelschiffes Anna Kristina für zwei Wochen Wale beobachtete. Als sich Pilotwale dem Boot näherten, griffen die Passagiere zu einem Walbestimmungsbuch und begannen zu blättern. Es dauerte seine Zeit, bis sie wussten, wen sie da als Besucher empfangen durften. „Das muss doch besser gehen“, dachte Manfred Eisenlohr damals und hatte innerhalb weniger Minuten ein Konzept im Kopf.

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Klimawandel, Diät, ein Besuch bei den Schnabelwalen und mehr

von | cetacea.de | Wittmund | 5. Oktober 2008

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineBei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 6. Oktober 2008 haben wir folgende Nachrichten über Unterwasser-Lärm dank Klimawandel, Neue Delfine in Münster, Walforschung auf der Song of the Whale u.v.m. gefunden.

Der Klimawandel sorgt nicht „nur“ für höhere Temperaturen. Zunehmende CO2 Gehalte in der Luft führen auch zu einer Versauerung der Meere. Das führt nicht nur zum Korallensterben, sondern auch dazu, dass Schall unter Wasser längere Wege zurücklegen kann. Die akustisch ohnehin schon stark belasteten Meeressäuger werden so noch stärker beeinträchtigt (SPIEGEL).

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Fischerei, japanischer Walfang, Wale mit Beinen und mehr

von | cetacea.de | Wittmund | 2. Oktober 2008

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineBei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 2. Oktober 2008 haben wir Nachrichten über Fischereiverhandlungen der EU und deren deutsche Umsetzungen, Fischempfehlungen von Greenpeace, den japanischen Walfang, fossile Wale mit Beinen und Walgesänge vor New York gefunden.

Die für Fischerei zuständigen Minister der Europäischen Union haben bei einem Treffen am 29. September in Brüssel signalisiert, die in Europas Gewässern noch vorhandenen Fische besser zu schützen. Der Teufelskreis aus einer zu großen Fischereiflotte und schwindenden Beständen muss nach den Worten von Fischereikommissar Joe Borg durchbrochen werden (Deepwave).

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