Moby Dick aus dem All: Wale zählen auf Satellitenbildern

von Caroline Höschle | BioConsult SH | Husum | 3. August 2021

Moderne Weltraumtechnologie in Verbindung mit künstlicher Intelligenz hilft bedrohte Großwale besser schützen: Der neue Service „SPACEWHALE“ nutzt einen eigens entwickelten Algorithmus, um auf Satellitenbildern automatisch Wale zu erkennen und ihren Bestand und ihre Verbreitung auf hoher See zu beziffern. Entwickelt wurde die Methode von Naturwissenschaftlerinnen am unabhängigen Forschungs- und Consultingbüro BioConsult SH im norddeutschen Husum … Weiterlesen

Wie sich Cuvier-Schnabelwale und Rundkopfdelfine ihre Beute aufteilen

von Dr. Andreas Villwock | GEOMAR | Kiel | 1. April 2021

Was macht der Wal in der Tiefe? Wo früher Wale erlegt wurden, um Mageninhalte zu studieren, wird heute mit raffinierter Kombination verschiedener Techniken Licht ins Dunkel der Tiefsee gebracht. Ein internationales Forscherteam hat sich mit dem Nahrungserwerb von Rundkopfdelfinen und Cuvier-Schnabelwalen vor den Azoren beschäftigt. Die Studie von Wissenschaftler*innen aus den Niederlanden und Deutschland unter Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel ist jetzt in der Fachzeitschrift Science Advances erschienen.

Ostsee-Delfin hatte Lungenentzündung

von Sonja von Brethorst | tiho | Büsum | 22. März 2021

Seit April 2020 hielt sich in der Eckernförder Bucht ein Gemeiner Delfin auf. Ende Januar 2021 wurde der Delfin tot am Meeresgrund gefunden und geborgen. Mitarbeiter*innen des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung haben das Weibchen seziert und präsentieren nun Erkenntnisse zum Gesundheitszustand. Das Tier starb an einer schweren Lungenentzündung. Es gibt keine Hinweise auf Fremdeinwirkung. Eine abgeklungene Rotlauf-Infektion zeigt, dass Menschen, die Nähe zum Delfin gesucht haben, in Gefahr waren.

Kegelrobben fressen Seehunde, Schweinswale – und ihre Artgenossen

von Sonja von Brethorst | TiHo | Büsum | 12. Januar 2021

Erst seit wenigen Jahren ist bekannt, dass sich Kegelrobben nicht, wie bisher angenommen, ausschließlich von Fisch und kleinen Meerestieren ernähren, sondern dass sie auch Jagd auf Seehunde (Phoca vitulina), Schweinswale (Phocoena phocoena) und andere Kegelrobben machen. Lesen Sie hier über die Erkenntnisse des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), das das Jagd- und Fressverhalten der Tiere über sechs Jahre untersuchte.

Was Walgesänge von Zwergwalen und Buckelwalen im Weddellmeer uns erzählen können

von Sebastian Grote | AWI | Bremerhaven | 17. Dezember 2020

Forschenden des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) ist es gelungen, mithilfe fest installierter Unterwassermikrofone über neun Jahre hinweg Wal-Beobachtungsdaten aus dem Weddellmeer zu sammeln und diese auszuwerten. Lesen Sie hier von quakenden Zwergwalen und eismeidenden Buckelwalen.

Pfiffe mit Sinn. Von der Entschlüsselung von Orca-Lauten

von | FAU | Erlangen | 25. Oktober 2020

Wie funktioniert die Sprache der Orcas? Das fragt sich ein Forschungsteam der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Um herauszufinden, wie die Wale kommunizieren, analysieren die Forscherinnen und Forscher Tonaufnahmen mithilfe von Deep Learning und vergleichen diese mit dem Verhalten der Tiere. Am 29. Oktober zeigt 3sat eine Dokumentation zu dieser Forschung.

Schweinswale: Totfunde an europäischen Küsten zusammenhängend untersucht

von Cetacea.de | Universität Utrecht | Utrecht | 8. September 2020

Seit 1990 wurden mehr als 16.000 tote Schweinswale, darunter 2600 an britischen Stränden, an Europas Küsten rund um die Nordsee gefunden. Dies geht aus einer neuen internationalen Studie hervor, die von der Universität Utrecht in den Niederlanden zusammen mit neun weiteren Einrichtungen durchgeführt wurde.

Schweinswalzählung in der Ostsee

von | TiHo | Hannover | 22. Juli 2020

Wissenschaftler des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) haben gemeinsam mit dem Institut für Biowissenschaften der Universität Aarhus in Dänemark und dem Naturkundemuseum Stockholm in Schweden, Beobachtungsflüge über der westlichen Ostsee, der Beltsee und dem Kattegat durchgeführt. Ziel ist es, die Verbreitung und Häufigkeit der in diesen Gewässern … Weiterlesen

Schiefe Schädel: Die Evolution verändert Zahnwalschädel

von | NHM | London | 11. Juli 2020

Forscher, unter anderem aus dem Natural History Museum in London, haben festgestellt, dass die Schädel von Zahnwalen im Laufe der Zeit immer asymmetrischer geworden sind. Die frühen Vorfahren lebender Wale zeigen dagegen eine deutlichere Ähnlichkeit der Schädelhälften. Die Wissenschaftler nehmen an, dass die zunehmende Schiefe mit besserer Fähigkeit zur Echolokation einhergeht.