Skelett eines Schwertwales aus der Sammlung des Naturmuseums Senckenberg
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt
mit vollständigen Skeletten von:
- Schweinswal, Phocoena phocoena
- Finnwal, Balaenoptera physalus
- Grindwal, Globicephala melas
- Narwal, Monodon monocerus
- Nördlicher Entenwal, Hyperoodon ampullatus
- Schwertwal, Orcinus orca
Ausserdem ein in Formalin eingelegtes Herz eines Seiwales (Balaenoptera borealis), ein sagittal durchschnittener, also halbseitig einen Blick auf die inneren Organe bietender, Schweinswal und eine originalgrosse Vollplastik von Tursiops aduncus.
Zur Geschichte der Skelette:
Das Finnwalskelett stammt aus Amsterdam. In den 1960er Jahren wurde das Skelett unter Vermittlung von Prof. E. J. Sljper nach Frankfurt gebracht. Der in Holland gestrandete Wal wurde vermutlich im Tausch erworben.
Am 30. August 1967 haben die senckenbergischen Präparatoren Heinz Leffler und Klaus Walch auf der westfriesischen Insel Borkum einen dort gestrandeten, 6 m langen und 40 Zentner schweren Schwertwal präpariert. Das Tier wurde an Ort und Stelle im Glockengußverfahren in Gips abgegossen, um daraus ein Kunststoffpräparat herzustellen. Anschließend wurden das Rohskelett, die Extremitäten und die Körperorgane auf einem Speziallastwagen zur endgültigen Präparation nach Frankfurt transportiert. Das fertiggestellte Skelett wurde am 1. November an der Walwand
des 2. Lichthofs montiert. (Abschrift aus Klausewitz (1992): 175 Jahre Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft. Jubiläumsband I. Chronik der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft 1967 - 1992.)
Alfred Schmidt schreibt noch ausführlicher zum Hergang dieser Strandung in seinem Aufsatz
Walstrandungen an der Ostfriesischen Küste
.
Ein am 18. Januar 1976 am Nordseestrand von Schillig bei Wilhelmshaven gestrandeter und verendeter, 6 m langer Grindwal wurde nach dem Bergen und Transport von den senckenbergischen Präparatoren in Frankfurt konserviert und abgegossen. Das Skelett wurde im 2. Lichthof an der Walwand montiert. (Abschrift aus Klausewitz (1992): 175 Jahre Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft. Jubiläumsband I. Chronik der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft 1967 - 1992.)
Zum Narwalskelett ist bekannt, dass dieses während des 2. Weltkrieges ausgelagert wurde. Es muss also älteren Datums sein.
Das Schweinswalskelett stammt vom Meeresmuseum Stralsund. Das adulte Weibchen wurde am 13.5.1998 in Travemünde tot aufgefunden und ging dann zunächst unter der Nummer B 75/99 in das Archiv des Museums ein.
Über die Herkunft des Skeletts vom Nördlichen Entenwal gibt es keine Informationen.
Wir danken Herrn Mallok und Herrn Becker vom Naturmuseum Senckenberg in Frankfurt für diese Informationen.
Giorgio Pilleri hat seine bedeutende Sammlung von Walpräparaten im Jahre 2001 dem Museum vermacht.
In den Cetacea.de News finden Sie die Nachrichten:
Fachkolloquium Walforschung
und Neue Highlights in der Walausstellung des Senckenbergmuseums in Frankfurt / M..
Info-Telephon: 069/7542-0
Öffnungszeiten:
Internet: http://www.senckenberg.de/root/index.php?page_id=24
Wiedergabe der Abbildung mit freundlicher Genehmigung durch das Naturmuseum Senckenberg
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Die Titelabbildung zeigt ein Pottwalskelett von Flower (1869)