Monatsarchiv für Juni 2009

61. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Funchal, Madeira (Portugal) 22. – 25. Juni 2009

Essen, 26. Juni 2009 (cetacea.de)

Trotz massiven Drucks konnte die Walfanglobby keine zusätzlichen Fanggenehmigungen bei der IWC durchsetzen. Doch wichtige Entschlüsse wurden nicht gefasst, sondern verschoben. Angesichts einer Häufung von IWC-Sondertreffen verliert die Jahrestagung zunehmend ihre Rolle als zentrales Forum der Entscheidungsfindung, und wird zu einem Glied in einer kostspieligen und zeitraubenden Kette von Konferenzen, die den Fortschritt des Walschutzes eher untergräbt als fördert.
Von JOHANNES ALBERS

Japans Walfang
WalfangSeit zwei Jahren suchte der IWC-Vorsitzende Hogarth (USA, noch aus der Bush-Administration) nach Kompromisslösungen in dem festgefahrenen Tauziehen zwischen Walfang- und Walschutzländern. Im Zuge eines IWC-Sondertreffens (9. – 11. März 2009 in Rom) hatte er einen Plan für Japans Walfang vorgelegt: IWC-Erlaubnis für japanische Jagd in einer neu einzurichtenden Kategorie „Küstenfang”. Dafür erhebliche Reduktion des „wissenschaftlichen” Walfangs durch Japan. Doch zu solch einer Reduktion war Japan nicht bereit. (weiterlesen…)

Bericht vom Ostfriesischen Meeressäugertag

Wittmund, 21. Juni 2009 (cetacea.de)

Mit der Volkshochschule zu den Walen und Robben Ostfrieslands

Es ist nicht unbedingt so, dass sich einem der Gedanke an „Whale Watching“ aufdrängt, wenn man an Orte wie Neuharlingersiel oder Spiekeroog denkt. Schon eher sieht man die Seehunde auf den Sandbänken der eigenen Phantasie liegen. Diese haben es zwar als Logo auf zahlreiche touristische Publikationen geschafft, aber das Wissen um diese faszinierenden Meeressäuger scheint auf dem Weg ins Landesinnere schon nach wenigen hundert Metern rasant abzunehmen.

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Nicht mal halb so alt wie ein Grönlandwal

Essen, 18. Juni 2009 (cetacea.de)

Die berühmte amerikanische Autorin von Kinder- und Jugendbüchern mit Naturthemen, Jean Craighead George, wird am 2. Juli 2009 neunzig Jahre alt. Cetacea.de gratuliert mit einer Buchbesprechung.

Über hundert Bücher hat Jean Craighead George verfasst. Ihr berühmtestes ist “Julie von den Wölfen”, im Original von 1972 (dtv junior 7351). Würde man die tierischen Titelhelden ihrer Geschichten zusammenführen, hätte man einen stattlichen Zoo zusammen. Bedenkt man die Naturliebe der Schriftstellerin wär’s aber eher ein riesiges Naturschutzgebiet geworden.

Aus einer Familie von Naturkundlern stammend war für Jean Craighead George der Lebensweg fast vorgezeichnet. Statt sich aber selbst der Forschung zu widmen, verschrieb sie sich im besten Sinne des Wortes der Mensch-Tier und -Natur-Beziehung in der Literatur.

Anlässlich des Geburtstages der Autorin soll ein Buch gewürdigt werden, das ebenso wie “Julie von den Wölfen” bei den Ureinwohnern Alaskas spielt:
“Der Ruf des weißen Wals” befasst sich mit der Jagd der Inupiat-Eskimos auf Grönlandwale. Die Anregung zu diesem Buch erhielt die Autorin durch Besuche bei ihrem Sohn John Craighead George, einem bekannten Erforscher der Grönlandwale in Barrow, an Alaskas Nordküste.

Lesen Sie die Buchbesprechung von Johannes Albers: “Der Ruf des weißen Wals

Frag doch mal die Maus: Müssen Wale pupsen?

Wittmund, 3. Juni 2009 (cetacea.de)

In der Reihe “Frag doch mal die Maus” ist ein neuer Band “Wale und Delfine” erschienen, der mit interessanten Fragen, reichen Illustrationen und einem schönen Poster aufwartet.

Die Maus ist seit Jahrzehnten Garant für einfache Erklärungen auch schwieriger Fakten. In diesem Hardcover-Band stelllt die Maus die Wale und Delfine vor. (weiterlesen…)

Grauwale in Mexiko

Wittmund, 1. Juni 2009 (cetacea.de)

Der Bestand der Grauwale im östlichen Nordpazifik gilt derzeit als nicht gefährdet. Trotzdem sind viele potentielle Bedrohungen etwa durch Klimawandel oder Industrieanlagen ausgemacht. Nur mit besserem Wissen um die Biologie der Grauwale kann der Bestand erhalten werden. Der Meeresbiologe Dr. Stefan Ludwig hat Tauchverhalten, Wanderungen und Habitatnutzung von Grauwalen untersucht und Anfang 2006 bei Wal und Mensch darüber berichtet. Die Vortragzusammenfassung können Sie ab heute nachlesen.

Grauwale sind die urtümlichen Wale, die jedes Jahr gewaltige Wanderungen zwischen nördlichen Freßgründen und äquatorialen Fortpflanzungsgebieten zurücklegen. (weiterlesen…)

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