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Walfang. Vor dem IWC Treffen
Hannover, 22. Juli 2001. Verbraucherministerin Renate Künast hat am Freitag, den 20. Juli in Berlin verkündet, dass die Bundesregierung sich massiv gegen Walfang und kommerzielle Verwendung der bedrohten Spezies einsetzen will.
Der parlamentarische Staatssekretär im Ministerium, Matthias Berninger, der Deutschland beim IWC Treffen vom 23. bis 27. Juli in London vertritt, stellte in Frage, ob die Zahlen der erlegten Wale wirklich stimme, die Japan im Forschungswalfang jage. Er forderte, dass von jedem gefangenen Tiere eine DNA-Probe gemacht und registriert werden müsse. Nur so könne man bei Stichproben aufklären, woher das Walfleisch komme, fügte Berninger hinzu.
Berninger verwies aber auch auf die Situation der heimischen Wale. Den Schweinswalen an der deutschen Küste würden Fangnetze zum Verhängnis - ein großer Teil dieses Beifangs ende tödlich. Besonders an der Ostsee sei die Lage katastrophal, meinte der Staatssekretär.
--> Informationen von Agnes Tandler (AP) bei Yahoo
Island will wieder Wale jagen
Am Freitag, den 20. Juli hat der isländische Walfangkommissar Stefan Asmundsson angekündigt, dass Island den kommerziellen Walfang wieder aufnehmen möchte. Er beruft sich dabei auf wissenschaftliche Zählungen, die darauf hindeuten, dass Bestände der Zwerg und Finnwale ausreichend robust seien. Island hatte Ende 1989 nach internationalen Boykottaktionen den Walfang eingestellt und war Anfang der 90er Jahre aus der IWC ausgetreten. Vor der diesjährigen IWC Konferenz ist Island der IWC wieder beigetreten, um die Debatte um den Walfang besser beeinflussen zu können.
--> Informationen von DPA
Japan verschafft sich Mehrheiten durch Bestechung
Am Mittwoch, den 14. Juli hat Japan zugegeben, Mitglieder der Internationalen Walfangkommission bestochen zu haben. Der Vorsitzende der japanischen Fischereiverwaltung, Maseyuku Komatsu hat im australischen Rundfunk erklärt, bei der letztjährigen Konferenz sechs Karibikstaaten durch besondere Zahlungen zu einer Abstimmung gegen ein Walfangverbot im Südpazifik bewegt zu haben. Zwergwale seien Kakerlaken des Ozeans sagte Komatsu und rechtfertigte die Bestechung als natürliches diplomatisches Mittel.
--> Informationen der WDCS
--> Informationen von AP
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