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Quecksilber in japanischen Pottwalen
Fukuoka, 16. Februar 2002 -
Bei Pottwalen, die im Jahr 2000 nahe Japan gefangen worden sind, wurden so hohe Quecksilberwerte im Fleisch gefunden, dass das Fleisch nicht in den Verkauf gelangen kann, meldet Kyodo News.
Japan fängt im Nordpazifik seit 2000 nicht nur Zwergwale, sondern auch Bryde- und Pottwale im Rahmen des sogenannten wissenschaftlichen Walfangs. Im Jahr 2000 wurden im Nordwestpazifik 40 Zwergwale, fünf Pottwale und 43 Brydewale getötet.
Die Quecksilberwerte liegen mehr als dreimal so hoch (durchschnittlich 1.47 ppm), wie der provisorische Grenzwert (0.4 ppm) es erlaubt. Deshalb wurden 16 Tonnen Pottwalfleisch eingefroren, um bis auf weiteres gelagert zu werden. Zum Vergleich: Die 1994 vor der belgischen Küste gestrandeten und genau untersuchten Pottwale hatten etwa 1,1 µg/g (das entspricht parts per million) Gesamtquecksilber im Muskelfleisch (JOIRIS et al. 1997).
Ein Vertreter des Institute of Cetacean Research erklärte die hohe Quecksilberlast mit der im Gegensatz zu Furchenwalen anderen Ernährungsweise der Pottwale.
Lesen Sie die Original-Nachricht bei Kyodo-News.
Literatur:
JOIRIS, C. R., L. HOLSBEEK, M. BOSSICART u. G. TAPIA (1997):
Mercury and organochlorines in four sperm whales stranded on the Belgian coast, November 1994.
in: T. G. JACQUES u. R. H. LAMBERTSEN (Hrsg.):
Pathological investigations on sperm whales stranded on Belgian and Dutch coasts; Bulletin de l'institut royal des sciences naturelle de Belgique. Bulletin van het koninklijk belgisch instituut voor natuurwetenschappen. Biologie.
Royal Society of Natural Sciences of Belgium, Brussel, Belgium, S. 69-73
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