| |
Bedrohte Schweinswale
IFAW-Untersuchung zeigt: In der Ostsee gibt es weniger Schweinswale als erwartet.
Hamburg, 15. August 2002 - In der Ostsee leben weit weniger Schweinswale als angenommen. Das ist das vorläufige Ergebnis der soeben abgeschlossenen neuesten Bestandsaufnahme in der Ostsee. Der Forschungssegler "Song of the Whale" des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) hatte das Binnenmeer seit Anfang Juni systematisch nach Schweinswalen abgesucht.
Nach einer Voruntersuchung im vergangenen Jahr im östlichen Teil der Ostsee hat die "Song of the Whale" diesen Sommer den Bestand von Schweinswalen in dem westlichen Teil zum ersten Mal vollständig erfasst. Mit Hilfe von optischen Beobachtungen und einem von den IFAW-Forschern entwickelten akustischen Ortungssystem suchte die Crew nach den Walen. Das Schiff legte dabei 7800 Kilometer zurück. Die Auswertung der Daten von 369 Beobachtungsstunden wird voraussichtlich im Winter abgeschlossen sein.
Insgesamt konnte die internationale Crew in der eigentlichen Ostsee (östlich von Rügen) kaum Schweinswale feststellen. Dazu der britische Skipper Richard McLanaghan: "Wir hatten gehofft, viel mehr Schweinswale zu sichten. Die Situation ist für die Tiere offensichtlich viel schlechter als erwartet".
Der Meeresbiologe Dr. Stefan Bräger vom IFAW Deutschland: "Der Ostseeschweinswal ist kurz vor dem Aussterben. Hauptursachen für den abnehmenden Bestand der heimischen Walart sind Umweltgifte und Beifänge in Fischernetzen. Um unsere Wale zu retten, müssen wir unbedingt die Stellnetzfischerei in einigen Gebieten reduzieren".
Dies ist eine Pressemeldung von IFAW.
|
|
 |
|
Nachrichtenübersicht |
|
[Aktuell][2002][2001][2000] [Nachrichten-Archiv]
|
2002
2002
2002
August
04.08.
11.08.
13.08.
15.08.
15.08.
16.08.
26.08.
September
02.09.
14.09.
16.09.
24.09.
25.09.
30.09.
Oktober
16.10.
17.10.
22.10.
24.10.
29.10.
November
03.11.
07.11.
08.11.
Dezember
06.12.
12.12.
13.12.
14.12.
16.12.
31.12.
|
Internet-Links: Cetacea.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Webseiten. Bitte beachten Sie unsere Stellungnahme zu Internet-Links
|
|
|