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Kein Handel mit Zwergwalprodukten
1. Absage an Japan: Antrag den Handel mit Zwergwalprodukten wieder aufzunehmen abgelehnt. Zweites Ergebnis in Kürze erwartet. Zwischenbericht von Tag 6 der Artenschutzkonferenz in Chile.
Santiago, Chile, 08. November 2002 - Bei der heutigen Sitzung der
Vertragsstaatenkonferenz zum Washingtoner
Artenschutzübereinkommen (CITES) erhielt Japan gleich zweimal
eine klare Absage für deren Intention, den kommerziellen Handel
mit Walprodukten wieder aufzunehmen. Zunächst lehnten
Vertragsstaaten mehrheitlich ab, dass Japan die Walanträge
abändert. Japan versuchte eine zusätzliche Formulierung
einzubringen, die es erlaubt hätte, im Gegensatz zu dem
ursprünglichen Antrag, die Handelsaktivitäten auszuweiten.
Es folgte eine lange Diskussion bei der zahlreiche Staaten zu den
Anträgen Japans, den Handel mit Produkten des nördlichen
Zwergwals und des Bryde-Wal Stellung bezogen. Dabei machte
Norwegen klar, dass es zwar die Anträge begrüße, jedoch keinen
Grund sehe, warum es Handelsbeschränkungen geben sollte. Island
äußerte sich ähnlich. Ungeachtet der Tatsache, dass die Anträge
und die von Japan angeführten Beschränkungen des Handels
rechtlich aus vielen Gründen nicht bindend wären, machten die
Walfangstaaten einmal mehr deutlich, dass sie keine Kontrolle für
Handels- und Fangaktivitäten wollen berichtet Nicolas Entrup von
der WDCS, Whale and Dolphin Conservation Society, aus Chile.
Unterstützung fanden die Interessen Japans vor allem von
afrikanischen und karibischen Staaten, die in ihren Stellungnahmen
auch darauf hinwiesen, dass die Vertragsstaaten des Washingtoner
Artenschutzübereinkommens (CITES) sich nicht nach den
Bestimmungen der Internationalen Walfangkommission (IWC)
richten sollen. Gegen die Anträge sprachen sich u.a. Australien,
Brasilien, die EU, Georgien, Mexiko, Monaco und die USA aus.
Die im Anschluss stattfindende von Japan beantragte geheime
Abstimmung brachte eine deutliche Absage an den japanischen
Antrag.
Das Ergebnis im Detail:
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| Für den Antrag Japans: |
41 Staaten |
| Gegen den Antrag Japans: |
54 Staaten |
| Enthaltungen: |
5 Staaten |
| Ungültig: |
6 Stimmen |
Die internationale Staatengemeinschaft hat den Interessen der
Walfangstaaten eine klare Absage erteilt. Trotzdem gibt es keinen
Anlass sich zurückzulehnen meint Entrup, der darauf verweist,
dass Japan unter Umständen den Antrag erneut während der
Plenarsitzungen nächste Woche einbringen könnte und dies
vermutlich auch tun wird.
Das Ergebnis der zweiten, ebenfalls geheimen, Abstimmung über
den Handel mit Bryde-Walprodukten wird gegen 14.00/14.30 hier
in Chile erwartet. Die Walschützer hoffen, dass auch dieser Antrag
nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit erhält.
Informationen über die Walanträge Japans, warum diese abzulehnen
sind, welche rechtlichen Probleme die Anträge mit sich bringen etc.
erhalten Sie unter: www.walfang.org
Dies ist eine Pressemitteilung der WDCS.
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