| |
Orcas übertönen Bootslärm
Schwertwale reagieren auf zunehmende Motorisierung indem sie ihre Rufe verlängern. Im Wissenschaftsmagazin Nature berichten Wissenschaftler von der University of Durham über die Anpassung an akustische Umweltverschmutzung.
Durham, 29. April 2004 (pte) - Ein internationales Forscherteam hat entdeckt, dass Schwertwale (Orcas) auf den zunehmenden Bootsverkehr mit wesentlich lauteren Rufen reagieren. Erst vor kurzem haben deutsche Forscher bei Singvögeln ein ähnliches Phänomen entdeckt. Demnach reagieren Tiere ebenso mit lauteren Gesängen, um den Straßenverkehr zu übertönen (pte berichtete). Das britisch-amerikanische Forscherteam hat festgestellt, dass die Orcas (Orcinus orca) um bis zu 15 Prozent länger rufen, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature
Die intelligenten Zahnwale stehen spätestens seit dem Filmerfolg von Free Willy ganz im Zeichen des Publikumsinteresses. Das Forscherteam unter Rus Hoelzel von der University of Durham hatte Orcas vor der Küste des US-Bundesstaates Washington untersucht. Demnach waren die Rufe der Tiere in Zeiten, in denen nur wenige Walbeobachtungsboote unterwegs waren - etwa in den 80-er und 90-er Jahren, signifikant kürzer als in den vergangenen Jahren. Offensichtlich war auch, dass die Rufe der Tiere besonders dann sehr lange waren, wenn der Lärmpegel unter Wasser ein kritisches Maß erreichte.
In den vergangenen Jahren ist es im nordwestlichsten Bundesstaat der USA zu einem wahren Boom geworden zum Whale Watching zu fahren. Demnach ist auch die Zahl der Orcas seit 1996 massiv zurückgegangen. Die Forscher der Universität von Durham haben gemeinsam mit Experten des Walmuseums in Friday Harbor die Tiere in verschiedenen Zeitabschnitten von 1977 bis 1981, von 1989 bis 1992 und in der Periode von 2001 bis 2003 untersucht.
Obwohl es zahlreiche Vereinbarungen gibt, wie sich die Ausflugsbootslenker zu verhalten haben, sehen Experten wie etwa die Walforscherin und Meeresbiologin Alisa Schulman-Janiger von der amerikanischen Cetacean Society im Verhalten der Tiere nicht anderes als eine Flucht vor den ohrenbetäubenden Geräuschen der vielen Schiffsmotoren. Zusätzlich stören die Motoren die Wale auch noch bei der Suche nach Nahrung, meint Andrew Foote von der University of Durham. Das sei kein Wunder, meinen die Forscher übereinstimmend: von 1990 bis 2003 hat sich die Zahl der registrierten Walbeobachtungsboote verfünffacht. (Dies ist eine Pressemitteilung von pressetext.austria )
|
|
 |
|
Nachrichtenübersicht |
|
[Aktuell][2004][2003]
[2002][2001][2000]
[Nachrichten-Archiv]
|
|
Januar
20.01.
23.01.
Februar
02.02.
02.02.
03.02.
06.02.
10.02.
10.02.
23.02.
27.02.
März
01.03.
02.03.
10.03.
April
02.04.
15.04.
16.04.
26.04.
29.04.
30.04.
13.05.
17.05.
20.05.
20.05.
27.05.
Juli
08.07.
12.07.
14.07.
15.07.
19.07.
August
06.08.
11.08.
12.08.
September
06.09.
23.09.
24.09.
29.09.
Oktober
12.10.
12.10.
21.10.
November
12.11.
17.11.
Dezember
08.12.
11.12.
31.12.
|
Internet-Links: Cetacea.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Webseiten. Bitte beachten Sie unsere Stellungnahme zu Internet-Links
|
|
|