N E W S - A R C H I V
++  Samstag, 1. Januar 2005  ++

 
 

Seebebenkatastrophe in Südasien

140.000 Tote bestaetigt, 470.000+ vermutet - ueber 500.000 verletzt, ueber 20.000 vermisst - 5 Millionen obdachlos und in Lebensgefahr. Thomas Rohde fasst auf Apfeltalk.de den aktuellen Nachrichtenstand zur Seebebenkatastrophe zusammen und ruft uns zur Hilfe auf. Wir wollen seinen Spendenaufruf unterstützen und geben hier seine Zusammenfassung wieder. Eine aktualisierte Version dieses Textes ist auf apfeltalk.de zu lesen.
www.tagesschau.de, www.spiegel-online.de, www.n-tv.de, www.n24.de etc.

Seebebenkatastrophe in Südasien
Bispingen, 1. Januar 2005 - Inzwischen sind ueber 140.000 Tote bestaetigt, vermutet werden ueber 470.000, ein Drittel davon Kinder.

Betroffen sind vor allem Indonesien, Sri Lanka, Suedost-Indien und Thailand. Aus Myanmar, welches von Militaer regiert wird, kommen kaum Informationen, ebenso von den entlegenen Andamanen und Nicobaren, die zu Indien gehoeren. Von diesen mehreren hundert Inseln sind 50 bewohnt, dort leben Tausende von Menschen. Satellitenaufnahmen zeigten, dass dort 15 Inseln komplett verschwunden sind.

Viele Inseln wurden total ueberspuelt, Hunderte von Orten, vor allem an der Suedspitze Indiens, buchstaeblich weggefegt. Selbst von den weit entfernten Seychellen und der ostafrikanischen Kueste werden Tote gemeldet, rund Hundert in Somalia, Dutzende in Kenia und Tansania.

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Indonesien: Die Zaehlungen wurden nach ca. 80.000 Toten aufgrund von Chaos in den betroffenen Regionen abgebrochen, es werden dort 400.000 geschaetzt, ueber 100.000 Verletzte, Hunderttausende Obdachlose.

Sri Lanka: 41.000 Tote bestaetigt, bis 50.000 geschaetzt, ueber 8.000 verletzt, Tausende vermisst, ~1.5 Millionen obdachlos.

Indien: 14.000 Tote bestaetigt, ueber 15.000 geschaetzt, keine Zahlen ueber Verletzte, 10.000 vermisst, Hunderttausende obdachlos.

Thailand: 4.500 Tote, geschaetzt fast 7.000, 10.000 verletzt, 30.000 obdachlos

Somalia: 132 Tote, Hunderte geschaetzt
Quelle: Wikipedia (s.u.), diese Zahlen koennen oder koennen nicht einschliessen die Auslaender, die sich zu dem Zeitpunkt im Land aufhielten. Stand: 2005-01-01, 2:00 Uhr

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Das Auswaertige Amt hat einen Krisenstab und eine Hotline eingerichtet bitte nur fuer Angehoerige der geschaetzten 10.000 deutschen Urlauber in den betroffenen Regionen und Betroffene, diese Nummer ist rund um die Uhr besetzt: 030-5000-1000. Es werden Tausende europaeischer Touristen vermisst, darunter weit ueber tausend Deutsche.

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Aus Mangel an sauberem Trinkwasser und wegen der vielen Menschen- und Tierleichen besteht akute Seuchengefahr, WHO und UNO befuerchten eine Vervielfachung der Opferzahlen, insgesamt seien jetzt 5 Millionen Menschen in Lebensgefahr.

Es werden jetzt Spenden dringend gebraucht fuer sauberes Trinkwasser bzw. Wasserreinigungsanlagen, Zelte, sanitäre Einrichtungen und Medikamente für die obdachlos gewordenen Menschen sowie Hubschrauber zur Evakuierung der von den Fluten eingeschlossenen Dörfer. SPENDENKONTEN AM ENDE DES ARTIKELS

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Das Epizentrum des Seebebens mit der Staerke 9 (auf der nach oben offenen Richterskabla) lag ca. 40 km unter dem Meeresboden westlich der Nordspitze von Sumatra. Anscheinend hob sich der Meeresboden auf einer Laenge von 1.000 km um zehn Meter. Von dort aus bewegten sich Tsunami, so heissen dort solche Flutwellen, mit bis zu 800 km/h auf die Kuesten rund um den Indischen Ozean zu, wuchsen an den flachen Straenden auf bis zu fuenfzehn Meter Hoehe an und rasten teilweise mehrere Kilometer weit ins Landesinnere. Gebaeude wurden verwuestet, Boote und Autos weit ins Land gespuelt, Menschen ertraenkt und beim Rueckzug der Wellen in den Ozean gezogen. Ueber die Anzahl der auf See Vermissten gibt es bislang nur Spekulationen, viele flache Inseln wurden komplett ueberspuelt, Atolle teilweise voellig zerstoert.

Es gab ausserdem ca. 65 Nachbeben, teilweise mit Staerken von bis zu 7 (Richterskala). Seismologen sagten, dass in den naechsten Monaten mit staerkeren Nachbeben und demzufolge auch mit weiteren Tsunami gerechnet werden muesse.

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Die Bundesregierung hat mittlerweile ihre Hilfszahlungen auf 20 Millionen erhoeht, diverse Hilforganisationen haben Helfer in die Katastrophengebiete geschickt. Ausserdem erwaegen die Geberstaaten Schuldenerlasse.

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Der Erdball veraendert sein Gesicht
Times Online, Telegraph, TVNZ, Informationsdienst Wissenschaft
Es wird dort berichtet, dass die Nordspitze von Sumatra um 36 Meter nach Suedwesten, einige kleinere Inseln sogar komplett verschoben worden seien. Ausserdem habe sich die Erdachse sich um gut 8 Zentimeter bewegt, da das Gewicht der Kruste sich verlagerte, der ganze Erdball sei etwas ins Schlingern geraten. Auch drehe die Erde sich nun schneller, die Tage seien um einige Millionstel von Sekunden kürzer geworden. Allerdings laegen alle diese Werte innerhalb der natuerlicherweise auftretenden Schwankungen.

Unser Mitgefuehl ist mit allen Opfern dieser Tragoedie.
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Informationen fuer Angehoerige und Betroffene

Auswaertiges Amt: https://www.auswaertiges-amt.de/www/de/index_html

Krisenzentrum fuer Thailand + Anlaufstellen fuer Angehoerige: http://www.tagesschau.de/aktuell/me...30_REF1,00.html

Spiegel-Online-Forum speziell fuer Betroffene (leider und bezeichnenderweise mit Werbepopup): http://forum.spiegel.de/cgi-bin/WebX?13@@.ee7b58c

Phuket Disaster Forum, hier kann man sagen "I'm OK" oder, speziell nach Herkunftslaendern, suchen: http://www.p-h-u-k-e-t.com/forum/index.php?act=idx

FamilyLinks Website des internationalen Roten Kreuzes, wurde laut tagesschau.de empfohlen, aber der "other countries"-Link scheint tot: http://www.ikrk.org/home.nsf/home/webfamilylinks

Links
Viele meiner Informationen stammen aus den Wikipedia-Nachrichten: http://en.wikipedia.org/wiki/2004_I...cean_earthquake
(Besonderen Dank an Wikinator fuer diesen Link)

Blogger schliessen sich zur Hilfe und Selbsthilfe zusammen: http://tsunamihelp.blogspot.com/

Hintergrundartikel in der "Zeit": http://www.zeit.de/2005/01/Haupttext
Noch einer ebenda: http://apollo.zeit.de/wo/article.php?id=769709

Kommentar von Rupert Neudeck, dem Gruender der Hilfsorganisation Cap Anamur, auch in der "Zeit": www.zeit.de/2004/53/Kommentar_Neudeck

Animation der NOAA: http://pmel.noaa.gov/tsunami/Mov/TITOV-INDO2004.mov (ca. 6 MB)

"Scientific Background on the Indian Ocean Earthquake and Tsunami": http://iri.columbia.edu/~lareef/tsunami/

"Surviving a Tsunami -- Lessons from Chile, Hawaii, and Japan"
Eine 18-Seiten-Broschuere, urspruenglich gedruckt von der U.S. Geological Survey, jetzt als PDF erhaeltlich. Sie enthaelt Lektionen zum Ueberleben einer Tsunami auf Grundlage von Berichten von Tsunami, welche auf das groesste je gemessenen Erdbeben folgten, das Erdbeben der Staerke 9.5 in Chile am 22.03.1960. Sie enthaelt auch eine gute Erklaerung, was eine Tsunami ist. PDF-Version dieses Berichts (15.7 MB): http://geopubs.wr.usgs.gov/circular/c1187/c1187.pdf
(Dank an Chazz in Kanada)

Und eine interessante Meldung: Urlauber ueber Mobilfone geortet: http://www.spiegel.de/netzwelt/tech...,334785,00.html


Ganz spezielle Links
Wie schoen, dass auch Apple sowas nicht fuer [OT] haelt:
www.apple.de
www.apple.com


Spendenkonten -- Spende fast ueberall online moeglich
Es gibt einen Zusammenschluss verschiedener Hilfsorganisationen: Aktion Deutschland Hilft
Bündnis der Hilfsorganisationen action medeor, Adra, ASB, AWO, Care, Help, Johanniter, Malteser, Paritätischer Wohlfahrtsverband und World Vision

Bank für Sozialwirtschaft
Bankleitzahl: 370 20 500
Kontonummer: 10 20 30
Stichwort "Seebeben Südasien"
www.aktion-deutschland-hilft.de
(Dank an Gunnar fuer diesen Hinweis)

Aerzte ohne Grenzen: http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/

Deutsches Rotes Kreuz: Bank für Sozialwirtschaft, Konto 414141, BLZ 370 205 00, Stichwort: Südasien oder im Internet https://www.drk.de/spenden/

UNICEF: Spendenkonto 300.000, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00, Stichwort: Erdbeben Asien oder im Internet www.unicef.de

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70, oder im Internet www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden

Caritas International: Konto 202753, Postbank Karlsruhe, BLZ 660 100 75, Kennwort Erdbeben-Südasien http://www.caritas-international.de/13880.html

World Vision: Spendenkonto 2020, Volksbank Frankfurt, BLZ 501 900 000, Kennwort Tsunami Südasien www.worldvision.de

Christoffel-Blindenmission: Sparkasse Bensheim (509*500*68), Konto Nr. 5050505, Kennwort Südasien, www.christoffel-blindenmission.de.


Wer die o.g. Infolinks verfolgt, findet auch Moeglichkeiten direkt in den betroffenen Laendern zu spenden, zum Beispiel bei AID India: https://www.aidindia.org/aidadmin/DonateToRRF.jsp

Dies ist eine Zusammenstellung von Thomas Rohde und mit freundlicher Genehmigung der Internetseite apfeltalk.de entnommen.

   

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10.02. EU Parlament & Beifang
23.02. Neuer Lärm-Angriff
27.02. Lärm-Attacke verhindert

März

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02.03. Satelliten-Überwachung
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15.04. Neue Zeitschrift Fluke
16.04. Natureum Niederelbe
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29.04. Orcas übertönen Bootslärm
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13.05. Ostsee-Schweinswale
17.05. Wale & Robben vs. Fischer
20.05. Norwegen: Walfangquote
20.05. Waltage im Natureum
27.05. Ebay Artenschutz

Juli

08.07. Grönlands Walfang
12.07. Öl-Profite und Grauwale
14.07. Beifang Schweinswale
15.07. IWC: Desaster für Wale ?
19.07. IWC: Klub der Walfänger?

August

06.08. NationalparkHaus in Husum
11.08. U-Boot-Detektor stört Wale
12.08. Salontiger unter Delfinen

September

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23.09. Lärmgefährdung
24.09. Delfinschw. hemisphärisch
29.09. Delfin mit guter Mathe-Note

Oktober

12.10. CITES: Japanischer Walfang
12.10. Artenschutzkonferenz
21.10. Schweinswale in Gefahr

November

12.11. Mittelmeer: Bedr. Delfine
17.11. Delfin-ID per Software

Dezember

08.12. Schwertwale auf Teneriffa
11.12. Gesang eines einsamen Wals
31.12. Ein gutes neues Jahr 2005


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