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++  Donnerstag, 17. Februar 2005  ++

 
 

Besorgnis um das Überleben von Gemeinen Delfinen im Englischen Kanal

Die Ergebnisse einer Studie an Gemeinen Delfinen im Englischen Kanal während der Wintermonate haben die Besorgnis um das Überleben dieser Tiere verstärkt. Die Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS fordert zusammen mit Greenpeace ein Verbot der Seebarsch-Schleppnetzfischerei im Kanal.

WDCS Logo München, 17. Februar 2005 - In einem neuen Bericht geben Wissenschaftler der WDCS eine vorläufige Schätzung von 9700 Gemeinen Delfinen in dem Gebiet des Kanals, in dem während der Studie im vergangenen Winter auch die Hauptfischereiaktivitäten stattfanden.

Die Tierschutzorganisation ist sehr besorgt, weil Beobachter auf britischen Seebarsch-Schleppern im letzten Jahr meldeten, dass 169 Tiere in den riesigen Netzen der Paarschlepper, getötet wurden. Allein die britische Flotte soll nach Schätzungen der Regierung für den Tod von 439 Delfinen verantwortlich sein. Durch die englische und französische Flotte zusammen könnten über 2000 Tiere getötet worden sein.

Zeitgleich mit der Veröffentlichung des WDCS-Berichts(Cetaceans and Pelagic Trawl Fisheries in the Western Approaches of the English Channel) verlässt das Greenpeaceschiff Esperanza am heutigen 17. Februar 2005 den Hafen von Falmouth. Ein unabhängiges Team von Wissenschaftlern der WDCS wird an Bord sein, um die Bedrohung der Wale und Delfine durch den Beifang weiter zu untersuchen.

Die letztjährige Untersuchung der Population, die von Bord der Esperanza im Januar und Februar des Jahres 2004 durchgeführt wurde, war die erste ihrer Art, die im Winter - zeitgleich mit den Fischereiaktivitäten in dieser Gegend -stattfand.

Ali Ross, Fischereiexpertin der WDCS, sagt: Durch Überwachung konnte festgestellt werden, dass die Schleppnetzfischerei auf Seebarsch den Bestand der Gemeinen Delfine gefährden kann. Wir vermuten außerdem, dass andere Fischereien in der Gegend an der besorgniserregenden Situation mitschuldig sind. Diese sollen untersucht und dringende Maßnahmen entsprechend dem Vorsorgeprinzip eingeleitet werden.

Weltweit führt der Beifang in Fischernetzen zum Tod von schätzungsweise mehr als 300.000 Walen und Delfinen.

Wissenschaftlicher Bericht:“Cetaceans and Pelagic Trawl Fisheries in the Western Approaches of the English Channel“
Achtseitige Zusammenfassung (PDF, 1 MB)
Kompletter 65-seitiger Bericht (PDF, 2,2 MB)


Dies ist eine Pressemitteilung der WDCS. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.beifang.de.

   

Nachrichtenübersicht

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Januar

01.01. Seebebenkatastrophe
25.01. Weißschnauzendelfin

Februar

14.02. Wal und Mensch beendet
17.02. Delfine im Englischen Kanal
17.02. Arktis: Chemische Müllhalde
18.02. Trittin: Schweinswalschutz
24.02. Verordnung: kleine Wale
28.02. Greenpeace rettet Delfine

März

04.03. Geisternetze nach Tsunami
08.03. SONAR: Massenstrandungen
21.03. Rettung der Flussdelfine
25.03. Neue Fluke
28.03. Neues Layout: Cetacea.de
31.03. Grauwalschutz Sachalin

April

03.04. Japans Walfang
06.04. Warum Pottwalstrandungen?
08.04. Abendführung Frankfurt
12.04. Finnwal in Ostsee
13.04. Radiotipp
13.04. Schnabelwal gestrandet
16.04. Zoo Duisburg zum 70.

Mai

01.05. Whale and Dolphin Magazine
10.05. Ostsee-Schweinswale I
10.05. Ostsee-Schweinswale II
18.05. WDCS Mittelmeerreisen
20.05. Delfinbeobachtung per SMS
24.05. Walfänger ohne Vertrauen
25.05. Australien warnt Japan
25.05. Schutz von Kleinwalen
27.05. Künast für Walschutz
28.05. Wale-Botschaft in Südkorea

Juni

03.06. Die Schweiz und die IWC
06.06. Kultur bei Delphinen
09.06. Delfine im Beifangtod
13.06. Wissenschaftlicher Walfang?
14.06. Wale können sich nicht wehren
14.06. Unterwasserlärm ist Gefahr
15.06. Walfleischfabrik gekippt?
17.06. Dänemark für Walfang

Juli

05.07. Neue Delfinart in Australien
19.07. Grauwale nach England
21.07. Schwertwale live im Internet

August

10.08. Schweinswalen auf der Spur

September

08.09. Wa(h)lkampf
15.09. Polare Ökosysteme

Oktober

01.10. Wieder Finnwal in der Ostsee
04.10. Japaner eröffnen Treibjagdsaison
04.10. Moby-Dick Übersetzer spricht
17.10. Initiative für Nordkaper

November

03.11. Wattenmeerkonferenz
07.11. Japans Walfangflotte läuft aus....
18.11. Den Walfängern auf den Fersen
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