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Weekly Whale News
Walnachrichten - Samstag, 28. Mai 2005

Einigung über Wale-Botschaft in Südkorea

Großer Durchbruch nach wochenlangem Tauziehen: In Ulsan (Südkorea), dem Tagungsort der diesjährigen IWC-Konferenz, haben Umweltschützer, offizielle Gemeindevertreter und lokale Pro-Walfang-Kräfte Frieden geschlossen.

VON JOHANNES ALBERS

Essen, 28. Mai 2005 - Seit dem 10. April halten Greenpeace und die KFEM (Korean Federation for the Environmental Movement) den geplanten Bauplatz einer neuen Walfleischfabrik besetzt. Sie haben auf dem Gelände eine Wale-Botschaft in Form eines Zeltlagers errichtet.

Von städtischer Seite kamen mehrfach Aufforderungen zur Räumung, während lokale Pro-Walfang-Aktivisten Gewalttaten gegen die Wale-Botschaft androhten. Am 26. Mai meldete das Web-Tagebuch der Botschaft eine überraschende Wende: Ein Räumungskommando der Polizei stand schon in Sichtweite bereit, als die städtischen Vertreter sich mit den Umweltschützern einig wurden. Nun darf die Wale-Botschaft bis zum Ende der IWC-Tagung (24. 6.) stehen bleiben. Der Durchbruch gelang, nachdem die Walschützer sich bereitfanden, das besetzte Gelände so umzugestalten, dass eine Friedhofsszenerie mit hölzernen Walfluken als Grabmalen entfernt wird.

Walschützer und Gemeindevertreter vereinbarten, gemeinsam Konzpte zu erarbeiten, die eine friedliche und nichttödliche Nutzung von Walen ermöglichen und so auch dem Wohlstand der Küstengemeinde dienen. Aufgrund dieser Einigung schlossen auch die örtlichen Gewaltbereiten ihren Frieden mit den Walschützern. Aus der Bevölkerung vor Ort hat die Wale-Botschaft seit April auch viel Unterstützung und großen Zuspruch erfahren. E-Mails aus aller Welt richteten zudem Petitionen an den Bürgermeister.

Die Meldung über die Einigung kam einen Tag, bevor in Ulsan am 27. Mai die ersten Arbeitsgruppen-Sitzungen zur Vorbereitung der IWC-Jahrestagung begannen. Die Haupttagung findet vom 20. bis zum 24. Juni statt. Ulsan war einst das Zentrum des koreanischen Walfangs. Dort wird die IWC darüber beraten, ob Wale weiter geschützt bleiben oder wieder bejagt werden dürfen.


Lesen Sie die Originalmeldungen im Weblogbuch der Wale-Botschaft.


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