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Walnachrichten - Freitag, 3. Juni 2005

Internationale Walfangkommission (IWC): Teilnahme der Schweiz an der 57. Jahrestagung in Ulsan

Schweizer IWC Delegation erhält Mandat vom Bundesrat. Die Schweiz will ihre Haltung an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren und sieht sich als Vermittler zwischen kompromisslosen Walfängern und strengen Tierschützern.

Essen, 28. Mai 2005 - Die 57. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) findet in Ulsan (Südkorea) statt und dauert vom 20. bis 24. Juni 2005. Der Bundesrat hat heute der Schweizer Delegation das Mandat erteilt: Die Schweiz wird sich dafür einsetzen, dass die dort gefassten Beschlüsse auf wissenschaftlichen Grundlagen basieren und einvernehmliche Lösungen gefunden werden.

Das Internationale Übereinkommen zur Regelung des Walfanges verfolgt neben dem Schutz der von der Ausrottung bedrohten Walbestände auch das Ziel, mittels modernem Managements anderer Walbestände deren nachhaltige Nutzung sicherzustellen. Dieses Prinzip der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung deckt sich mit jener der World Conservation Union (IUCN) und der Deklaration von Rio. Auf allen Weltmeeren ist heute allerdings ein Walfangmoratorium der IWC in Kraft.

An der Jahrestagung 2005 werden unter anderen die folgenden Themen behandelt:


Die Position der Schweiz kann wie folgt zusammengefasst werden:
Im Falle der bedrohten Walarten wird sich die Schweiz weiterhin für ein Fortführen der Schutzmassnahmen aussprechen. Der Wiederaufnahme einer eng begrenzten kommerziellen Waljagd in geographisch festgelegten Gebieten würde die Schweiz nur dann zustimmen, wenn wissenschaftlich nachgewiesen wird, dass die Entnahme der Tiere aus der Natur dem Bestehen der betreffenden Art und dem Ökosystem nicht abträglich ist und wenn garantiert ist, dass die Jagdquoten durch wirksame Massnahmen kontrolliert werden. Aus diesem Grunde bleiben die Ergebnisse der Kommission, welche sich der Ausarbeitung des Bewirtschaftungsschemas widmet, abzuwarten. Die Schweiz vertritt darüber hinaus seit je die Ansicht, dass auch das Management der so genannten «kleinen Walarten» (z. B. Narwal, Beluga, Grosser Tümmler) in den Kompetenzbereich der IWC fallen sollte.

Die Schweiz befürwortet die Einrichtung neuer Walschutzzonen – unter der Voraussetzung, dass die Anträge wissenschaftlich begründet sind und von allen Anrainerstaaten im Prinzip unterstützt werden.

Die Schweiz befürwortet Forschungsarbeiten über die Auswirkung schädigender Umwelteinflüsse auf Wale und ist bereit, ihren Beitrag zur Reduktion der Schadstoffe zu leisten.

Die Schweiz wird wie bisher ihre Aufgaben in der Internationalen Walfangkommission gemäss den Bestimmungen des Übereinkommens erfüllen und besonders darauf achten, dass Beschlüsse auf wissenschaftliche Grundlagen abgestützt sind. Das Mandat des Bundesrates für die schweizerische Delegation stimmt mit der Position unseres Landes in anderen internationalen Umweltgremien sowie mit den Grundsätzen der Umweltpolitik im Inland überein. Das Binnenland Schweiz hofft dadurch weiterhin, die Rolle eines verlässlichen, vermittelnden Gesprächspartners spielen zu können, wenn die Standpunkte innerhalb der IWC nicht mehr vereinbar scheinen.

Die Schweiz wird in Ulsan vertreten durch Herrn Bruno Mainini, Bundesamt für Veterinärwesen, und Herrn Martin Krebs, Politische Abteilung III, Sektion Umwelt des EDA.


Weitere Auskünfte erteilt Thomas Althaus, Leiter Artenschutz, Bundesamt für Veterinärwesen, Tel.: Schweiz - 031 323 85 08
Die 25seitige Broschüre Die Schweiz und das internationale Übereinkommen zur Regelung des Walfangs (Hrsg: BVET 1996) finden Sie auf der Homepage des Bundesamts für Veterinärwesen.


Dies ist eine Pressemitteilung des Bundesamts für Veterinärwesen (Schweiz).


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01.01. Seebebenkatastrophe
25.01. Weißschnauzendelfin

Februar

14.02. Wal und Mensch beendet
17.02. Delfine im Englischen Kanal
17.02. Arktis: Chemische Müllhalde
18.02. Trittin: Schweinswalschutz
24.02. Verordnung: kleine Wale
28.02. Greenpeace rettet Delfine

März

04.03. Geisternetze nach Tsunami
08.03. SONAR: Massenstrandungen
21.03. Rettung der Flussdelfine
25.03. Neue Fluke
28.03. Neues Layout: Cetacea.de
31.03. Grauwalschutz Sachalin

April

03.04. Japans Walfang
06.04. Warum Pottwalstrandungen?
08.04. Abendführung Frankfurt
12.04. Finnwal in Ostsee
13.04. Radiotipp
13.04. Schnabelwal gestrandet
16.04. Zoo Duisburg zum 70.

Mai

01.05. Whale and Dolphin Magazine
10.05. Ostsee-Schweinswale I
10.05. Ostsee-Schweinswale II
18.05. WDCS Mittelmeerreisen
20.05. Delfinbeobachtung per SMS
24.05. Walfänger ohne Vertrauen
25.05. Australien warnt Japan
25.05. Schutz von Kleinwalen
27.05. Künast für Walschutz
28.05. Wale-Botschaft in Südkorea

Juni

03.06. Die Schweiz und die IWC
06.06. Kultur bei Delphinen
09.06. Delfine im Beifangtod
13.06. Wissenschaftlicher Walfang?
14.06. Wale können sich nicht wehren
14.06. Unterwasserlärm ist Gefahr
15.06. Walfleischfabrik gekippt?
17.06. Dänemark für Walfang

Juli

05.07. Neue Delfinart in Australien
19.07. Grauwale nach England
21.07. Schwertwale live im Internet

August

10.08. Schweinswalen auf der Spur

September

08.09. Wa(h)lkampf
15.09. Polare Ökosysteme

Oktober

01.10. Wieder Finnwal in der Ostsee
04.10. Japaner eröffnen Treibjagdsaison
04.10. Moby-Dick Übersetzer spricht
17.10. Initiative für Nordkaper

November

03.11. Wattenmeerkonferenz
07.11. Japans Walfangflotte läuft aus....
18.11. Den Walfängern auf den Fersen
18.11. Bonner Konvention


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