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Weekly Whale News
Nachrichten über Wale und Delfine
Die Redner:
- Schulleiter Dr. Hartwig Henke,
- Beiratsvorsitzender Gerold Becker,
- Staatssekretär Hartmut Saager,
- Generalsekretär DBU Dr. Fritz Brickwedde,
- Bürgermeister Manfred Hülstede,
- BUND Landesvorstand Rolf Runge,
- Hamburger Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck
Umweltzentrum Wittbülten auf Spiekeroog eröffnet
Mit einer feierlichen Eröffnungszeremonie wurde am Sonnabend das Umweltzentrum Wittbülten an der Hermann-Lietz-Schule auf Spiekeroog eröffnet. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein 15 Meter langes Skelett eines Pottwales.
Wittmund, 12. März 2006 - Bevor die Festgemeinde sich dem Wal nähern durfte, stand ein Redenprogramm an, dass bis in die Mittagszeit reichte. Die Redner beschwörten allesamt den aussergewöhnlichen Enthusiasmus des Schulumfeldes und die besondere Magie des kleinen Internatsgymnasiums auf Spiekeroog, die zur Bereitstellung von insgesamt 1,8 Millionen Euro und zur Realisierung dieses Projektes führte.

Florian Schlesiger

Swaantje Fock
Erste Planungsgedanken hegte der Schulleiter Dr. Hartwig Henke gemeinsam mit seiner Frau Ute Hildebrand-Henke schon vor 20 Jahren. Doch erst in den letzten Jahren konnte Wittbülten nach Zusage der Gelder und durch massgeblichen Einsatz des Biologielehrers Florian Schlesiger sowie seiner Frau, der Diplombiologin Swaantje Fock zur Vollendung gebracht werden.
Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde von der Deutschen Bundesstiftung Umweltschutz DBU entlüftete im geschlossenen Kreis das Geheimnis, wie man sich vom DBU 600.000 Euro für so ein Umweltzentrum entlockt. Der besondere und stetige Einsatz der Vorsitzenden des Kuratoriums der Hermann-Lietz-Schule, Christina Rau und der Hamburger Kultursenatorin Frau Prof. Dr. Karin von Welck spielten dabei eine wesentliche Rolle.
Alle Redner wiesen darauf hin, dass die Nordseeinsel Spiekeroog um eine wichtige Attraktion reicher geworden sei.
Das Umweltzentrum ist in einer ehemaligen Turnhalle der Schule untergebracht.
In der Mitte des Raumes steht ein Modell der Insel Spiekeroog. Hoch darüber unter der Decke schwebt das imposante Pottwalskelett.
Aber weiter im Erdgeschoss: Die Seitenbereiche sind ästhetisch gelungen durch mit Wald-, Meer- und Spiekeroog-Fotos bedruckte Stoffbahnen in eigene Themenräume abgegrenzt. Die Besucher finden hier allerhand Informationstafeln und museumspädagogische Spielereien. Themen sind Gezeiten, Watt, Dünenbildung, Süsswasserlinsen, Spiekerooger Waldgebiete, Vogelkunde oder Schiffahrt. Ein Monitor zeigt in Echtzeit den Schiffsverkehr vor der Insel an.
In einem Nebenraum ist das Seewasseraquarium mit vier großen Becken untergebrachtSo lässt sich die heimische Wasserwelt in kompakter Form beobachten.
Zum Pottwal
Der Weg zum Pottwalskelett führt über eine Wendeltreppe nach oben. Eine Veranda führt vor dem Wal und an der linken Seite des 15 m langen und knapp 2 t schweren Walskeletts entlang. Der Wal war Ende November 2003 bei Norderney gestrandet. Das Skelett hat der niederländische Präparator Chris Walen aufbereitet und montiert.
Tafeln und auch wieder die von der Decke hängenden Stoffbahnen bieten Informationen über heimische Meeressäuger und den Pottwal.
Die Texte sind gut zu verstehen und geben einen Einblick in das Leben und die Besonderheiten der marinen Säuger. Es sind zwar nicht alle Informationen auf neuestem wissenschaftlichem Stand, aber das gleicht die Museumsgilde, eine Gruppe von Schülern, die sich das Museum als spezielles Aufgabengebiet gewählt haben, in den Führungen sicherlich aus.
Gelungene Photographien stammen z.B. von Dr. Florian Graner und Andrea & Wilfried Steffen. Die Steffens waren auch vor Ort und haben mit ihrem Multimediavortrag über Pottwale zum Programm des Eröffnungstages beigetragen.
Tobias Carl von der Museumsgilde demonstriert das Pottwal-Wanderungs-Murmelspiel
Das Mysterium Walstrandung und die Besonderheiten der Wanderung männlicher Pottwale wurde durch ein Murmelspielkasten gelungen vermittelt. Durch Bewegungen des Kastens können Besucher versuchen, einen zur Murmel verrundeten Pottwal aus den nahrungsreichen Gewässern der Norwegischen See bis zu den Azoren wandern zu lassen. Dabei ist es wichtig, den Pottwal erfolgreich an der Nordsee vorbeizukugeln, damit dieser nicht eines Tages als Skelett endet, dass murmelnden Museumsbesuchern über die Schulter schaut.
Für weitergehende Beschäftigung mit den Themen der Ausstellung bietet der Museumsshop allerhand Literatur. Eine Ruhepause zum Verarbeiten der Informationen kann man in der ökologisch bewirtschafteten Cafeteria einlegen. Ich bin mir sicher, dass hier allerhand Urlaubskarten mit begeisterten und schwärmerischen Mitteilungen über das Umweltzentrum formuliert werden.
In einer Bildgalerie können Sie auf 21 Bildern Eindrücke vom Eröffnungstag und aus der Ausstellung gewinnen.
Links:
Umweltzentrum Wittbülten
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