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Nachrichten über Wale und Delfine

Ein Weckruf zur Rettung der Wale?!

Dänemark entscheidet Abstimmung für Walfanglager und befindet kommerzielles Walfangverbot als überflüssig

WDCS

München/St. Kitts, 21. Juni 2006 - Während des 58. Treffens der IWC auf der karibischen Insel St. Kitts vom 16. bis 20. Juni erreichten die Walfangnationen zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren die Stimmenmehrheit. In einem historischen Moment - der Annahme der St. Kitts and Nevis Deklaration - wurde das kommerzielle Walfangverbot (Moratorium) als nicht mehr notwendig, die IWC als funktionsunfähig bezeichnet. Umweltschutzgruppen werden als Bedrohung für Regierungen und Wale als gefräßige Jäger deklariert, die den Menschen beim Fischfang Konkurrenz bieten.

Die St. Kitts and Nevis Deklaration steht der öffentlichen Meinung entgegen. Die Abstimmung wurde nur mit einer einzigen Stimme entschieden: mit 33 Stimmen für und 32 Stimmen gegen die Deklaration und mit einer Enthaltung. Bedeutender- und kontroverser weise war Dänemark der einzige Mitgliedsstaat der Europäischen Union, der für die Deklaration stimmte, was einen Aufschrei in Europa und auf der Welt zur Folge hatte. Tausende Protestbriefe wurden bereits an die dänischen Botschaften der Länder gerichtet.

Das kommerzielle Walfangverbot (Moratorium) war bis heute kein vollständiger Erfolg, jedoch hat es tausenden Walen das Leben gerettet und einige Populationen vor der Ausrottung bewahrt. Japans benötigt eine 3 / 4 Mehrheit in der IWC, um sein Ziel, das Moratorium aufzuheben, zu erreichen. Dies ist bislang nicht der Fall. Japan muss hoffen, diese Mehrheit im kommenden Jahr, wenn die IWC in der USA stattfindet, zu erreichen. Die WDCS hingegen hofft, dass das Ergebnis dieser Konferenz dazu führt, dass am Walschutz interessierte Länder nun aktiv werden und einschreiten, um die Kontrolle auf der IWC zurück zu gewinnen und die Zukunft der Wale zu sichern.

Nicolas Entrup, Sprecher der WDCS, sagt: Vielleicht ist dies der Weckruf, den die Welt gebraucht hat. Die Staatengemeinschaft hat jetzt ein weiteres Jahr, um zu verhindern, dass sich diese Tragödie fortsetzt. Wir können nur hoffen, dass alle Länder, die in Betracht ziehen, sich den Walfängern anzuschließen oder weiterhin auf Anweisung der Walfangstaaten abzustimmen, sich bewusst sind, dass sie im Rampenlicht stehen, Werkzeuge zu sein bei einem der größten Verbrechen an der Umwelt in diesem Jahrtausend.

Zu Beginn der fünftägigen Tagung der Internationalen Walfangkommission, hatten die Walfanggegner noch eine knappe Mehrheit. So konnten Japans Anträge auf geheime Wahlen, die Abschaffung eines Schutzgebietes sowie die Streichung der Diskussion über den Schutz und die Erhaltung von Kleinwalen abgelehnt werden. Nichtsdestotrotz gaben die Diskussionen in diesem Jahr einen schockierenden Einblick, was die Kontrolle der IWC durch Japan für die Wale in Zukunft bedeuten könnte. Japan hat außerdem einen Vorschlag eingebracht, vier Küstengemeinden zu erlauben, hunderte von Zwergwalen zu jagen – trotz des kommerziellen Walfangverbots. Der Vorschlag hätte eine 3/4 Mehrheit benötigt und wurde abgelehnt.

Dies ist eine Pressemitteilung der Whale and Dolphin Conservation Society.

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