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Nachrichten über Wale und Delfine
Toter Wal in der Elbe
In der Elbe ist der Kadaver eines etwa acht Meter langen Wals gefunden worden.
Hamburg, 6. Juli 2007 (UPDATE) - Bei der Bergung des Wals ist deutlich geworden, dass es sich bei dem Wal nicht um einen Pottwal handelt, sondern um einen Bartenwal. Nach Angaben der Dithmarscher Rundschau hält Klaus Zwonarz, der Chefpräparator des Zoologischen Instituts der Universität Hamburg, das Tier für einen Finnwal, der ursprünglich etwa 16 Meter lang war
.
Hamburg, 5. Juli 2007 -
Gestern Abend wurde ein ca. acht Meter langer toter Wal, vermutlich ein Pottwal, in der Elbe gemeldet. Das Tier wurde zum Wasserschutzpolizeikommissariat 1 gebracht und am Revierponton vertäut. Das Institut für Hygiene und Umwelt ist für die weiteren Untersuchungen verantwortlich. Dort wird unter anderem geklärt, wie lange der Wal schon tot ist und ob der Wal noch lebend oder schon treibend als Kadaver in die Elbe getrieben worden ist.
Männliche Pottwale ziehen zum Sommer nach Norden, um dort in den nährstoffreichen Gewässern reichlich Nahrung aufzunehmen. Zum Winter ziehen die Pottwale dann wieder Richtung Süden und treffen dort auf Weibchen und Jungtiere. Bei dieser Südwanderung kam es in den vergangenen Jahren häufig zu Sichtungen und Strandungen entlang der Nordseeküsten.
Eine Strandung im Sommer in unseren Breitengraden ist für Pottwale ungewöhnlich. Auch die Körperlänge von acht Metern wäre untypisch, denn dieses Tier ist damit unter zehn Jahren alt und gehört eigentlich noch nicht in die Altersklasse der Nordwanderer.
Normalerweise lösen sich männliche Jungtiere im Alter von vier bis 21 Jahren von ihren Müttern und gruppieren sich in Junggesellengruppen. Diese wandern - je älter die Tiere werden - immer weiter nach Norden (für die Populationen der Nordhalbkugel gesprochen). Die Durchschnittslänge der Pottwale vor Andenes beträgt 15,2 Meter (Letteval, 2002). Bei der Geburt ist ein Pottwal etwa eine Tonne schwer und vier Meter lang.
Unter Verwendung der Pressemitteilung des Wasserschutzpolizeikommissariats 1, Hamburg-Waltershof.
Bilder vom Wal finden Sie bei Spiegel Online.
Literatur:
LETTEVALL, E., C. RICHTER, N. JAQUET, E. SLOOTEN, S. DAWSON, H. WHITEHEAD, J. CHRISTAL u. P. MCCALL HOWARD (2002):
Social structure and residency in aggregations of male sperm whales.
Can. J. Zool. 80, 1189-1196
WHITEHEAD, H. (2003):
Sperm Whales: Social Evolution in the Ocean.
University of Chicago Press, Chicago, USA.
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