Archiv der Kategorie ‘Allgemein‘

Bronzeplakette für den Walfängerfriedhof

Bonn/Leer, 15. April 2010 (Ostfriesland Touristik)

Ortskuratorin überbringt die Plakette der Deutschen Stiftung Denkmalschutz auf Borkum

Eine Bronzetafel für den Walfängerfriedhof in Borkum überbringt Dörte Lossin, Ortskuratorin Oldenburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) am Freitag, den 16. April 2010 um 11.00 Uhr an Gregor Ulsamer vom Heimatverein der Insel Borkum e.V. Mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ wird so auch nach den Baumaßnahmen an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren.

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Toter Schnabelwal in Büsum

Essen, 8. September 2009 (SHZ; Cetacea.de)

Ein in Büsum angespülter toter Schnabelwal wird dort im Forschungs- und Technologiezentrum Westküste untersucht. Es könnte womöglich der selbe Wal sein, der zuvor tot auf der Minsener Oog entdeckt worden war.

Am Strand von Büsum wurde der Kadaver am Montagmorgen gefunden. Starke Verwesung lässt darauf schließen, dass das Tier bereits vor längerer Zeit gestorben war und durch die Strömung tot nach Büsum verfrachtet wurde. Nach einem SHZ-Presseartikel ist das Tier vier Meter lang und 300 kg schwer.

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Ungeborener Urwal aus Pakistan in Bonn untersucht

Essen, 4. Mai 2009 (cetacea.de)

VON JOHANNES ALBERS

Das Mai-Heft des GEO-Magazins berichtet in der Rubrik “GEOSKOP” von der neusten Studie über pakistanische Urwale (S. 152 – 153): Man fand das Fossil eines trächtigen Weibchens samt Fötus, dazu ein vermutetes Männchen der selben Art. Die Tiere lebten vor 47,5 Millionen Jahren, hatten noch vier Beine und wurden nun als neue Gattung und Art unter dem Namen Maiacetus inuus vorgestellt.

Hauptautor der Studie ist der amerikanische Paläontologe Philip D. Gingerich. Was die kurze GEO-Notiz aber nicht verrät: Zu dem sechsköpfigen Autorenteam gehört auch der Bonner Paläontologe Wighart von Koenigswald. Der Schädel des ungeborenen Urwals wurde in der Radiologischen Klinik der Universität Bonn computertomografisch untersucht. An der Interpretation der Daten war auch der Frankfurter Jörg Habersetzer beteiligt. Weitere Bonner Fachkräfte halfen bei der Illustration der Studie mit Fotos und Zeichnungen.

Maiacetus inuus gehört zu der Familie Protocetidae und ging nach Ansicht der Forscher zum Gebären der Jungen an Land. Da schon beim Ungeborenen die Zähne recht gut entwickelt sind, glauben die Wissenschaftler, dass die Jungtiere sehr früh begannen, neben Muttermilch auch Fisch oder Fleisch aufzunehmen. Das vermutete Männchen wurde einen Kilometer von dem trächtigen Weibchen entfernt gefunden. Es ist etwa 2,60 Meter lang, und sein Skelett ist fast vollständig erhalten. Es wurde für die Ausstellung im Museum der Universität von Michigan (USA) präpariert.

Die komplette Studie ist im Internet verfügbar unter

http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0004366

Austausch über Wale und Delphine im Cetacea.de Forum

Wittmund, 21. Juni 2008 (cetacea.de)
Cetacea.de Forum | Wale, Delphine und Menschen

Schon seit einigen Monaten wird Cetacea.de bei MW-Internet gehostet. Der Umzug dorthin ist problemlos verlaufen, die Umstellung der Skripte hat aber seine Zeit gedauert. Das letzte große Umzugsprojekt war unser Forum. Das alte Forum arbeitete eigentlich nur noch als Spam-Magnet und das hat die Gespräche im Forum doch sehr blockiert. Nun ist die Skriptvorlage, das kleine Forum, einen kräftigen Versionssprung reifer geworden und ich hoffe, dass den Werbesendungen damit ausreichend Einhalt geboten werden kann.

Ab jetzt können also wieder Fragen gestellt werden oder Meldungen über Wale und Delphine diskutiert werden. Viel Spaß im neuen Cetacea.de Forum.

Wale im Kinderzimmer: Playmobil Pottwal und Forscher

Wittmund, 14. Mai 2008 (cetacea.de)

Seit Ende April bietet die Firma Geobra Brandstätter aus dem fränkischen Zirndorf das Playmobil-Set “Forscher-Boot mit Pottwal” an. Cetacea.de stellt das Set vor.

Forscher-Boot mit Pottwal von PlaymobilWale und die Walforschung sind ein allgegenwärtiges Beschäftigungsfeld für uns alle – die wir uns mit diesen Meeressäugern beschäftigen. Unser Internetpostkasten wird täglich mit Neuigkeiten über Wale gefüllt; Hier einer gestrandet, dort einer gejagt, ganz woanders einer gerettet. Können wir Wal-Enthusiasten überhaupt noch bemerken, wie Wale woanders bei Lieschen Müller und Herbert Mustermann wahrgenommen werden?

Ein Zeichen allgemeiner Präsenz ist es, wenn die Wale ihren Weg in die Spielwelt der Kinder nehmen. So war ich nicht nur erstaunt, sondern auch erfreut, als ich herausfand, dass es nicht nur die Wale zum Streicheln gibt, sondern auch einen handfesten Walforscher. Lesen Sie den ganzen Bericht über das “Forscher-Boot mit Pottwal” in unserer Rubrik Besprechungen.

Beifang ist Todesursache Nr. 1 für Schweinswale in der Ostsee

Quickborn, Neumünster, München, 29. April 2008 (GSM, NABU, GRD)

Dem Schweinswal in der Ostsee geht es schlecht. Zu diesem Ergebnis kommen die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere GSM, die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) und der Naturschutzbund NABU nach Auswertung des Sichtungsprogramms der GSM. Mehr als 1.100 lebende Schweinswale wurden im Jahr 2007 gemeldet, aber auch 173 tote Schweinswale an der deutschen Ostseeküste aufgefunden. „Allein an der Küste der westlichen Ostsee von Schleswig-Holstein wurden im vergangenen Jahr mehr als doppelt so viele Kadaver angetrieben wie im Jahr 2006“, stellt Hans-Jürgen Schütte, der das GSM-Projekt „Wassersportler sichten Schweinswale“ koordiniert, besorgt fest. (weiterlesen…)

QiQi ist tot: Der letzte Baiji

Wuhan, 14. Juli 2002 (cetacea.de)

Der einzige in Gefangenschaft gehaltene Baiji ist gestorben

Der einzige in Gefangenschaft gehaltene Chinesische Flussdelphin QiQi ist gestorben. Dr. Zhang Xianfeng, ein Walexperte am Hydrobiologischen Institut in Wuhan vermutet, dass QiQi an Altersschwäche gestorben sei. Es werde aber noch eine genauere Untersuchung der Todesursachen durchgeführt.

Das Wissen um den Chinesischen Flussdelphin ist zu grossen Anteilen diesem Delphin-Männchen zu verdanken, dass 22,5 Jahre alleine in einem 300 qm grossen Becken gelebt hat. Am 11. Januar 1980 wurde QiQi von einem Fischer gefangen und am folgenden Tag in sein Becken gebracht. Zu diesem Zeitpunkt war er 1,47 m lang und wog 36,5 kg. Sein Alter wurde auf zwei Jahre geschätzt.

Der Chinesische Flussdelphin ist die am stärksten bedrohte Walart und der Bestand wird auf unter 50 Tiere geschätzt. Baijis sind seit Millionen von Jahren im Yangtze heimisch, Fischerei und Umweltverschmutzung haben diesen Delphinen aber so stark zugesetzt, dass eine Rettung dieser Art heute aussichtslos erscheint. Die Vollendung des mit deutscher Förderung erstellten Drei Schluchten Dammes wird den Tieren wahrscheinlich das Ende bereiten.

Seit 1997 wird jeden November eine aufwändige Sichtung auf 1900 km des Yangtze Flusses durchgeführt. In den letzten Jahren wurden trotz Einsatzes moderner Geräte aber nur 5-7 Tiere gesichtet.

Nun sollen in einem letzten verzweifelten Versuch alle noch im Yangtze vorkommenden Baijis gefangen und in einem abgesperrten Seitenarm des Yangtze gehalten und gepflegt werden. Dieses Schutzgebiet bei Shishou wurde 1992 etabliert. Erfolge bei der Vermehrung von Finnenlosen Schweinswalen in diesem Reservat, lassen die Vertreter der Akademie der Wissenschaften auf eine Rettung hoffen.

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