Archiv der Kategorie ‘Walforschung‘

63. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in St. Helier (Kanalinsel Jersey), 11. – 14. Juli 2011: Überblick und Ergebnisse

Essen, 15. Juli 2011 (cetacea.de)

Die IWC zählt 89 Mitgliedsstaaten. Zu Konferenzbeginn auf der britischen Kanalinsel Jersey hatten aber 21 Länder noch nicht ihren Beitrag gezahlt und deshalb kein Stimmrecht. Das ist vor allem eine Folge der japanischen Meereskatastrophe vom 11. März und ihrer nuklearen Auswirkung. Denn Japan hat kein Geld mehr übrig, um die IWC-Beiträge für arme Entwicklungsländer zu zahlen, die dafür zugunsten von Japans Walfanginteressen abstimmen müssen. Deshalb verschoben sich die Gewichte innerhalb der IWC dieses Jahr deutlich in Richtung Walschutz.

von JOHANNES ALBERS

Verbesserte Transparenz

Der größte Erfolg der Tagung auf Jersey ist die Annahme einer Vorlage zur Verbesserung der Transparenz in der IWC. Damit müssen Mitgliedsstaaten nun ihre Beitragszahlungen über ein offizielles Regierungskonto leisten. Es können nicht mehr vor Ort Briefumschläge mit Geldscheinen die Hände wechseln. Damit wird der Stimmenkauf, wie von Japan bekannt, künftig erschwert.

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Kommunikation bei Pottwalen: Vortrag in Braunschweig

Wittmund, 18. März 2011 (cetacea.de)

Dr. Stefan Huggenberger berichtet am 13. April im Staatlichen Naturhistorischen Museum Braunschweig über “Die Sprache des Moby Dick”.

Der Pottwal ist ein Tier der Extreme: Er ist das größte Raubtier, das jemals gelebt hat, produziert die lautesten Vokalisationen im Tierreich, erreicht die größten Tauchtiefen eines Lungenatmers und besitzt das größte Gehirn auf unserer Erde. Außergewöhnliche Anpassungen in Bezug auf die Sinnesleistungen und das Sozialverhalten haben es diesem Säugetier ermöglich, in der extremen Umwelt der Hochsee zu leben.

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Das Lachen der Schwertwale. Vortrag am 19. Januar

Wittmund, 11. Januar 2011 (cetacea.de)

Die Schwertwalforscherin Nicola Rehn berichtet am 19. Januar an der Tierärztlichen Hochschule Hannover in ihrem Vortrag “Das Lachen der Schwertwale” über neue Erkenntnisse aus der Welt der Schwertwal-Kommunikation. Der Eintritt ist frei!

Schwertwalbulle, © N. Rehn

Schwertwale sind über die ganze Welt verbreitet. Von der Antarktis bis in arktische Gewässer haben sich die Meeressäuger mit der markanten schwarzweißen Hautfärbung an unterschiedliche Nahrungsgründe angepasst. Die Lautäußerungen dieser verschiedenen Schwertwalgruppen sind komplett unterschiedlich. Das hatte man jedenfalls bis vor kurzem angenommen und damit auch einen Baustein für die mögliche Aufteilung in verschiedene Schwertwalarten in der Hand. Nun haben Nicola Rehn und Kollegen bei einem Vergleich der Vokalisationen vieler Schwertwalgruppen herausgefunden, dass es doch mindestens einen Ruf gibt, den alle untersuchten Schwertwale gleichermaßen verwenden.

Was ist das für ein Ruf und welchen Zweck erfüllt er in der Schwertwal-Kommunikation? Handelt es sich um eine angeborene Emotionsäußerung? Mögliche Antworten auf diese Fragen erhalten die Besucher der Vorlesungsreihe Wal und Mensch, die in diesem Jahr zum achtzehnten Mal an der Tierärztlichen Hochschule Hannover stattfindet.

Mittwoch, 19. Januar – 19.15 Uhr

Weitere Informationen zum Vortrag und zur Anfahrt zum Vortragsort, finden Sie auf der Internetseite der Vorlesungsreihe Wal und Mensch.

Wenn Sie nicht zum Vortrag kommen können oder einen Vorgeschmack bekommen wollen, dann empfehlen wir den Artikel Das Lachen der Killerwale von Sonja Kastilan, erschienen am 29.11.2010 in der FAZ.

Den letzten Vortrag zur Kommunikation von Schwertwalen hat Frank Thomsen bei der Vorlesungsreihe 2002/03 gehalten: Lesen Sie gerne nach über “Pfeifende Muttersöhnchen und rufende Tanten“, Akustische Kommunikation bei Schwertwalen vor Vancouver Island, Kanada.

Wandel bei den Walen: Zur Entstehung der Bartenwale

Wittmund, 15. Oktober 2010 (cetacea.de)

Zu den Bartenwalen gehören die gewaltigsten Tiere, die jemals auf der Erde gelebt haben. Wie kam es zur Entwicklung dieser riesigen Lebewesen? Welche Forscher haben sich an die detektivische Arbeit gemacht und mit Hammer, Meißel und Pinsel unbekannte Wale aus altem Gestein freigelegt? Der Experte für fossile Wale Johannes Albers beschreibt in seinem Aufsatz “Ohne Zähne im Oligozän” die aktuellen Erkenntnisse zum Aufkommen zahnloser Bartenwale.

In seinem Artikel “Bartenwale mit Zähnen” hat Johannes Albers dargelegt, wie kontinentale Umformungen im Paläogen (vor 65,5 – 23 Mio. Jahren) zu neuen Kaltwasserströmungen, dem Auftreten von Plankton und schließlich zur Verbreitung der Bartenwale beigetragen haben.

Im neuen Aufsatz “Ohne Zähne im Oligozän” geht es nun um die Bartenwale, die – wie wir es von den rezenten Bartenwalen kennen – statt Zähnen Barten im Maul trugen. Der älteste bekannte zahnlose Bartenwal, belegt durch ein Fundstück aus dem US-Bundesstaat Washington, hat im Eozän vor 34 – 35 Millionen Jahren gelebt. Johannes Albers beschreibt weltweite Fundstätten von zahnlosen Bartenwalen und schildert wichtige Etappen der Erforschungsgeschichte. Ein besonderes Augenmerk richtet er auf die neuseeländischen Beiträge zur Erforschung dieser Tiere.

Im Wadi der Wale

Über fossile Wale handelt auch ein Artikel in der Oktober-Ausgabe von National Geographic Deutschland: „Im Wadi der Wale“, S. 140 – 159. Dazu berichtet Johannes Albers:

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Walstrandungen – Interview mit dem NABU Meeresbiologen Dr. Kim Detloff

Bonn, 6. September 2010 (stepin)

Am 20.08.2010 meldete das Department of Conservation (DOC), dass 59 Grindwale an der Küste Neuseelands (Karikari Beach) gestrandet sind. Etwa 100 Helfer, darunter 40 Mitarbeiter des DOC und zahlreiche Freiwillige, versuchten die gestrandeten Tiere zu retten.  In den folgenden Tagen ging die Meldung rund um die Welt und zahlreiche Presse- und News-Ticker hielten die Öffentlichkeit über die neuesten Entwicklungen am Strand in der Nähe von Kaitaia auf dem Laufenden. Am 24.08.2010 konnten schließlich neun der gestrandeten Tiere wieder ins Meer gebracht werden und das DOC wertet die Rettungsaktion als Erfolg.

Screenshot Blog WeltneugierCetacea.de präsentiert hier ein Interview mit dem Meeresbiologen Dr. Kim Detloff, Referent für Meeresschutz beim Naturschutzbund Deutschland (NABU). Dieses Interview erschien in der Originalfassung beim Blog “Weltneugier. Erkundungsbericht” und wurde freundlicherweise von der Stepin GmbH zur Verfügung gestellt. Wir danken für die Erlaubnis es hier wiedergeben zu können:

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Zoologische Sensation: Grauwalsichtung vor Israel

Wittmund, 9. Mai 2010 (immrac)

Es ist nicht zu glauben. Vor der israelischen Küste hat der israelische Walforscher Dr. Aviad Scheinin vom Israel Marine Mammal Research & Assistance Center (IMMRAC) einen Grauwal gesichtet und photographisch dokumentiert.

Grauwal im Mittelmeer / Verbreitung von Grauwalen (Cetacea.de)

Am Morgen des 8. Mai wurde IMMRAC über einen Wal vor Herzliya Marina informiert. Das dreizehn Meter lange Tier wurde gesichtet und für zwei Stunden beobachtet. Bei den wiederholten Tauchgängen von jeweils drei bis fünf Minuten zeigte der Wal seine Fluke.

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Auf der Spur der Schweinswale in der Weser

Wittmund, 3. April 2010 (cetacea.de)

LOGO GRDDie Gesellschaft zur Rettung der Delfine ruft zur Meldung von Schweinswalsichtungen in der Weser auf. Zwei akustische Detektoren in der Weser sollen das Vorkommen von Schweinswalen auch wissenschaftlich auswertbar festhalten.

Im Mai 2006 hat die Gesellschaft zur Rettung der Delfine GRD in Kooperation mit der Unteren Naturschutzbehörde Brake das Projekt “Schweinswale in der Weser” ins Leben gerufen. Dieses Jahr sollen die Sichtungen fortgesetzt werden. Dafür bittet die GRD alle Wesertouristen, Spaziergänger und Bootsfahrer, Schweinswale zu melden.

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Radiotipp: Umleitung für Schweinswale

Wittmund, 1. April 2010 (wdr5)

Hilfe für unsere heimische Walart

Jedes Jahr verheddern sich Tausende von Schweinswalen in Fischernetzen. In der Ostsee hat sich der Bestand dieser scheuen Tiere in den letzten Jahren halbiert. Auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen sie als “stark gefährdet”.

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