Archiv der Kategorie ‘Walforschung‘

Tagestour zu den Seehunden und Walen in Ostfriesland

Wittmund, 25. Mai 2009 (cetacea.de)

Am 20. Juni bietet Cetacea.de eine Tagesausflug zum Kennenlernen unserer heimischen Meeressäuger an.

Karte Ostfriesland und Meeressäuger

Der Tag beginnt mit einer Kutterfahrt zu den Seehundsbänken vor Langeoog. Danach besuchen wir das Spiekerooger Umweltzentrum Wittbülten, wo eine Führung am Pottwalskelett stattfindet.

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Pottwale – Nasen mit Außenbordmotor

Wittmund, 23. Mai 2009 (cetacea.de)

Pottwale sind ganz besondere Vertreter der Wale und Tiere der Rekorde: Sie tragen das größte Gehirn im Tierreich, sind Tief- und Langtauchspezialisten und weisen enorme Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen auf. Der Kölner Biologe Dr. Stefan Huggenberger war im Januar 2006 zu Gast bei Wal und Mensch und hat über seine Untersuchungen zum Sonarsystem und zur Kommunikation bei Pottwalen aus anatomischer Sicht berichtet. Nun ist die Dokumentation zum Vortrag bei wal-und-mensch.de zu finden.

Abtauchender Pottwal vor Norwegen, © J. Herrmann

Abtauchender Pottwal vor Norwegen, © J. Herrmann

Der dänische Biologe Bertel Møhl bezeichnete Pottwale als “Nase mit Außenbordmotor” und verwies damit auf den riesigen Kopf der Pottwale, der (weiterlesen…)

Ungeborener Urwal aus Pakistan in Bonn untersucht

Essen, 4. Mai 2009 (cetacea.de)

VON JOHANNES ALBERS

Das Mai-Heft des GEO-Magazins berichtet in der Rubrik “GEOSKOP” von der neusten Studie über pakistanische Urwale (S. 152 – 153): Man fand das Fossil eines trächtigen Weibchens samt Fötus, dazu ein vermutetes Männchen der selben Art. Die Tiere lebten vor 47,5 Millionen Jahren, hatten noch vier Beine und wurden nun als neue Gattung und Art unter dem Namen Maiacetus inuus vorgestellt.

Hauptautor der Studie ist der amerikanische Paläontologe Philip D. Gingerich. Was die kurze GEO-Notiz aber nicht verrät: Zu dem sechsköpfigen Autorenteam gehört auch der Bonner Paläontologe Wighart von Koenigswald. Der Schädel des ungeborenen Urwals wurde in der Radiologischen Klinik der Universität Bonn computertomografisch untersucht. An der Interpretation der Daten war auch der Frankfurter Jörg Habersetzer beteiligt. Weitere Bonner Fachkräfte halfen bei der Illustration der Studie mit Fotos und Zeichnungen.

Maiacetus inuus gehört zu der Familie Protocetidae und ging nach Ansicht der Forscher zum Gebären der Jungen an Land. Da schon beim Ungeborenen die Zähne recht gut entwickelt sind, glauben die Wissenschaftler, dass die Jungtiere sehr früh begannen, neben Muttermilch auch Fisch oder Fleisch aufzunehmen. Das vermutete Männchen wurde einen Kilometer von dem trächtigen Weibchen entfernt gefunden. Es ist etwa 2,60 Meter lang, und sein Skelett ist fast vollständig erhalten. Es wurde für die Ausstellung im Museum der Universität von Michigan (USA) präpariert.

Die komplette Studie ist im Internet verfügbar unter

http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0004366

Klima: Gute Nahrungsplätze für Wale bald Mangelware

Salt Lake City/Wien, 9. Februar 2009 (pte)

Klimaänderungen bringen Meeressäuger in arge Bedrängnis

 

Ein Südkaper Mutter-Kalb-Paar in flachen Gewässern vor der argentinischen Peninsula Valdes. © John Atkinson

Ein Südkaper Mutter-Kalb-Paar in flachen Gewässern vor der argentinischen Peninsula Valdes. © John Atkinson

(pte/09.02.2009/13:25) – Ein Forscherteam der University of Utah hat festgestellt, dass junge Südliche Glattwale von ihren Müttern lernen, wo es die besten Nahrungsquellen gibt. Nun fürchten die Wissenschaftler, dass Veränderungen der Meeresströmungen die Tiere stark in Bedrängnis bringen könnten. Denn die Regionen, in denen der Krill – die Hauptnahrung der Wale – einst in großen Mengen vorgekommen ist, werden immer kleiner. (weiterlesen…)

Wale in Hannover: Wie gesund sind Schweinswal, Seehund & Co?

Wittmund, 27. Januar 2009 (cetacea.de)

Den letzten Vortrag der Vorlesungsreihe Wal und Mensch an der Tierärztlichen Hochschule Hannover wird die Tierärztin Henrike Seibel halten. Sie stellt die vielfältigen Gefahren für Meeressäuger vor und präsentiert Untersuchungsergebnisse des Forschungs- und Technologiezentrums Westküste. Der Eintritt ist frei.

Schweinswal auf dem Sektionstisch, © J. Herrmann

Schweinswal auf dem Sektionstisch, © J. Herrmann

Schweinswale, Seehunde und Kegelrobben aus Nord- und Ostsee sind vielen Gefahren ausgesetzt. Fischerei, Müll, Schiffsverkehr, Lärmverschmutzung oder Schadstoffbelastungen setzen den Meeressäugern zu. Viele Infektionserreger verursachen schwere Erkrankungen, die eine Arbeitsgruppe am Forschungs- und Technologiezentrum Westküste untersucht. (weiterlesen…)

Wale in Hannover: Bedrohte Ostsee-Schweinswale (Vortrag am 14.1.)

Wittmund, 12. Januar 2009 (cetacea.de)

Am 14. Januar startet die Vorlesungsreihe Wal und Mensch an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Den Auftaktvortrag über die Genetik der bedrohten Ostsee-Schweinswale hält Prof. Ralph Tiedemann von der Universität Potsdam. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Ostsee-Schweinswal auf dem Sektionstisch

Ostsee-Schweinswal auf dem Sektionstisch. Photo:J. Herrmann

Der Bestand der Schweinswale in der Ostsee ist bedroht. Aber gibt es Unterschiede zwischen den Schweinswalen der zentralen Ostsee und denen der westlichen Ostsee? Wo setzt man am vernünftigsten mit den Schutzmaßnahmen an? Genetische Untersuchungen versprechen hier bedeutende Erkenntnisse, die wichtig für den Schutz der Schweinswale in der Ostsee sind. Prof. Ralph Tiedemann leitet die Arbeitsgruppe Evolutionsbiologie/Spezielle Zoologie der Universität Potsdam. Er hat sich mit der Genetik des Schweinswales befasst und erläutert wie sich die “Unit-to-Conserve” bestimmen lässt.

Der Vortrag findet am 14. Januar an der Tierärztlichen Hochschule Hannover im Hörsaal des Museumsgebäudes statt. Beginn: 19.15 Uhr. Der Eintritt ist dank der Unterstützung der Schlüterschen Verlagsgesellschaft frei. Informationen zur Anreise finden Sie unter www.wal-und-mensch.de.

Hybrid zwischen Finnwal und Blauwal

Wittmund, 30. Dezember 2008 (cetacea.de)

Der Kölner Walfanghistoriker Klaus Barthelmeß hat seinen schwer erreichbaren Artikel mit der ersten morphologischen Beschreibung eines Hybriden aus Blauwal und Finnwal ins Englische übersetzt und mit Bildern versehen.

Im Jahr 1987 erschien der Artikel “Over een mogelijke hybride tussen een Gewone en een Blauwe Vinvis” in der Zeitschrift “Marswin: Tijdschrift uitgegeven door de Vlaamse Vereniging voor de Bestudering van de Zeezoogdieren” (ISSN 0771-1670), Vol. 8, No. 1, pp. 9-12. Es handelt sich um die früheste morphologische Beschreibung des ersten Hybriden, der später durch genetische Untersuchungen (Spilliaert & al 1991) bestätigt wurde.

Dieser Text wird hier wegen des wissenschaftlichen Interesses und der schlechten Verfügbarkeit des Originalartikels angeboten. Der Autor hat seine Übersetzung zusätzlich mit digital restaurierten Photographien illustriert. Der flämische Originalartikel ist als PDF Datei hinterlegt.
On a possible hybrid between a fin whale and a blue whale

Japanische Walfänger nehmen Kurs auf Antarktis

Wittmund, 19. November 2008 (cetacea.de)

Japanische Walfänger auf dem Weg in die Antarktis. Australien verkündet Walforschungsprogramm. Grünes Licht für den Walfleischhandel.

Walfleischverkauf in Yamaguchi, Japan. © Timothy Takemoto

Walfleischverkauf in Yamaguchi, Japan. © Timothy Takemoto

Ein gewaltiges Walforschungsprogramm hat der australische Umweltminister Peter Garrett angekündigt. Australien will rund drei Millionen Euro in die nicht letale Walforschung investieren. Dieses Programm dient auch als Signal an die japanischen Walfänger, denen vorgeworfen wird, dass ihr Forschungswalfang nur Deckmantel für eine kommerzielle Ausbeutung der Wale sei (AFP oder SPIEGEL). Zur gleichen Zeit hat die Walfangflotte um das Mutterschiff Nisshin Maru den Heimathafen Richtung Antarktis verlassen, um dort 850 Zwergwale und 50 Finnwale zu jagen (Planet Ark). (weiterlesen…)

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