Archiv des Tags ‘Antarktis’

Zwergwale doch keine “Kakerlaken der Meere”?

Wittmund, 18. Januar 2010 (OSU)

“Zwergwale sind die Kakerlaken der Meere”. Mit diesem markanten Ausspruch beschreiben die Walfang-Lobbyisten ihre Einschätzung von der ökologischen Rolle der Zwergwale. Ein wesentlicher Pfeiler der Argumentation für den antarktischen Walfang ist die Annahme, dass sich die antarktischen Zwergwale auf Kosten der Großwale stark vermehren konnten, die durch den industriellen Walfang des 20 Jahrhunderts fast vernichtet worden waren. Heute sollen die Zwergwale nach dieser Theorie die Zunahme anderer, noch immer bedrohter Großwalarten verhindern. Nun haben Genetiker nachgewiesen, dass die antarktischen Zwergwale sich gar nicht vermehrt haben.

Antarktische Zwergwale vor Eisbergen

Antarktische Zwergwale. © Franklin Cat

Die antarktischen Zwergwale (Balaenoptera bonaérensis) gehören zu den wenigen Bartenwalen, die während des industriellen Walfangs im 20. Jahrhundert nicht dezimiert wurden. Einige Wissenschaftler vertreten die These, dass die hohe Zahl der Zwergwale die Vermehrung der stark reduzierten Arten verhindern würde. Blau- Finn- oder Buckelwale hätten danach bei der Konkurrenz um das Krill-Vorkommen das Nachsehen.

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Antarktis: Buckelwale retten Robben vor Schwertwalen

Wittmund, 29. November 2009 (Cetacea.de)

Die Walforscher Robert Pitman und John Durban staunten nicht schlecht, als sie Anfang des Jahres eine merkwürdige Rettungskampagne beobachten konnte. In der November Ausgabe des amerikanischen Natural History Magazine berichten sie wie Buckelwale Robben vor Schwertwalen retteten.

Antarktischer Buckelwal, © Chad Rosenthal

Antarktischer Buckelwal, © Chad Rosenthal

Vergangenen Januar segelten Bob Pitman und John Durban (beide Protected Resources Division des NOAA Fisheries Service, Southwest Fisheries Science Center, La Jolla, California) in die Antarktis, um dort Schwertwale mit Sendern auszurüsten und zu beobachten. Sie wollten Details über die Jagdtechnik einer bestimmten Gruppe von Schwertwalen herauszufinden. Diese schwemmen durch besondere aufeinander abgestimmte Schwimmtechniken Robben von Eisschollen, um sich diese dann einzuverleiben.

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Jagd auf Wale beeinträchtigt Ökosystem mehr als bisher bekannt

Hamburg, 13. August 2008 (zeit)

Das Abschlachten der Wale im Südpolarmeer hatte weitaus gravierendere ökologische Folgen als bisher bekannt war.

Nach Angaben des Meeresbiologen Victor Smetacek vom Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven führte das weitgehende Verschwinden der Blauwale zu einem massiven Niedergang des Krill, der Hauptnahrung der Meeressäuger. Früher hätten die Wale jährlich schätzungsweise 180 Millionen Tonnen Krill gefressen, das ist mehr Biomasse, als alle Fangflotten und Aquakulturen pro Jahr an Meerestieren auf den Weltmarkt bringen, sagt Smetacek der ZEIT. Dass der Krillbestand trotz des Verschwindens seiner Räuber abgenommen habe, gelte als antarktisches Paradox. (weiterlesen…)

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