SOS für Schweinswale
Quickborn, 7. Januar 2008 (GSM)Für Schweinswale in der Ostsee war 2007 ein sehr schlechtes Jahr. Wie Strandfunde entlang der deutschen Küste zwischen Flensburg und Greifswald belegen, sind über 100 der kleinen Wale umgekommen. Diese Bilanz der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) ist dramatisch. „Es wurden mehr als doppelt so viele Kadaver angetrieben wie 2006“, sagt Hans-Jürgen Schütte, der das GSM-Projekt „Wassersportler sichten Schweinswale“ koordiniert
Die Todesursachen sind fast immer anthropogen, von Menschen gemacht. Der sensible Lebensraum Ostsee ist zu einer Wasserstraße mit starkem Schiffsverkehr verkommen, von Schadstoffen aus Industrie und Landwirtschaft verschmutzt und überdüngt. Kriegsaltlasten, militärische Übungen und die Ausbeutung von Bodenschätzen wie Kies und Sand, Öl und Erdgas, machen das einzigartige Ökosystem buchstäblich lebensfeindlich. (weiterlesen…)