Archiv des Tags ‘IWC’

Unterstützung für Chilenisches Walschutzgebiet

Wittmund, 7. September 2008 (cetacea.de)

Die chilenische Walschutzorganisation Centro de Conservación Cetacea will Parlamentariern Rückhalt für das geplante chilenische Walschutzgebiet verschaffen und sucht Unterzeichner einer Petition für das Walschutzgebiet.

Bei der letzten Konferenz der Internationalen Walfangkommission in Santiago de Chile hat die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet die Schaffung eines Walschutzgebietes angekündigt (Cetacea.de berichtete). Am 2. September wurde das Schutzgebiet, das Wale in chilenischen Staatsgewässern schützen soll, in allgemeiner, vorläufiger Form verabschiedet. Für ein paar Tage werden noch Eingaben zum Schutzgebiet gesammelt. Am 15. September soll es ein Zwischentreffen der IWC in den USA geben. Bis dahin soll das Walschutzgebiet endgültig installiert werden.

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Das Krähennest meldet: Wale gesichtet am 7. Juli 2008

Wittmund, 7. Juli 2008 (cetacea.de)

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineBei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 7. Juli 2008 haben wir folgende Nachrichten über Wale und Delfine gefunden.

Die Lübecker SPD setzt sich gegen die geplante Fehmarnbeltbrücke ein. Zugvögel und Schweinswale sind von dem Projekt bedroht (SPD Lübeck). +++ Die Bundesregierung will den Bau von Offshore-Windenergieanlagen vorantreiben (Ostseezeitung).

Im WDCS Blog diskutiert Nicolas Entrup die aktuelle Situation der IWC, fordert Reformen und äußert Gedanken zur Zukunft der IWC. Lesenswert!

Internationale Nachrichten
Grönland ist weiter auf Walfangkurs. Für Narwale und Belugas wurden für das kommende Jahr Quoten verabschiedet, die in vielen Gebieten über den Empfehlungen der Biologen vom Institute for Natural Resources liegen. Der Fang von Narwalen und Belugas wird nicht von der IWC reguliert. Kann dies eine Retourkutsche für die Weigerung der IWC sein, die Fangquote für Großwale zu erhöhen? (Sermitsiaq avis).

Eine Studie der Universität Exeter und des Cornwall Wildlife Trust hat einen Anstieg tot aufgefundener Wale und Delphine an den Stränden Cornwalls festgestellt. In den letzten acht Jahren gab es einen starken Anstieg von Strandungen. Nachdem die Wissenschaftler Daten aus fast 100 Jahren analysiert haben, glauben sie, dass eine zunehmend intensivere Fischerei Anteil an den Strandungen haben kann. Die Untersuchung ist in der Fachzeitschrift Biodiversity and Conservation erschienen: LEENEY, R. H., R. AMIES, A. C. BRODERICK, M. J. WITT, J. LOVERIDGE, J. DOYLE u. B. J. GODLEY (2008):
Spatio-temporal analysis of cetacean strandings and bycatch in a UK fisheries hotspot.
Biodiversity and Conservation, DOI: 10.1007/s10531-008-9377-5
(University of Exeter).

Frank Fish und Kollegen haben sich Flipper, Finnen und Fluken näher angeschaut und halten die für weit bessere Modelle für Propeller oder Windräder als das, was die Ingenieure bisher entwickelt haben.
FISH, F. E., L. E. HOWLE u. M. M. MURRAY (2008):
Hydrodynamic flow control in marine mammals .
Integr. Comp. Biol., DOI: 10.1093/icb/icn029 (ScienceDaily).

Trotz sorgfältiger Prüfung, kann Cetacea.de keine Verantwortung für die Inhalte fremder Internetseiten übernehmen.

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60. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Santiago de Chile, 23. – 27. Juni 2008: Zusammenfassung und Ergebnisse

Essen, 2. Juli 2008 (cetacea.de)

IWC LogoDie Lage für die großen und kleinen Wale der Welt hat sich auf der Tagung in Chile nicht verbessert.
Die IWC ist mit ihrer eigenen Reformierung befasst: Konsens und Respekt sollten an die Stelle der Grabenkämpfe treten, in denen sich frühere Konferenzen festgefahren hatten. Das Ergebnis war eine neue Art von Stillstand: Sowohl Walfang- als auch Walschutzländer verzichteten darauf, einige strittige Anträge überhaupt zu stellen. Umweltgefahren jenseits der Jagd blieben wieder unterbelichtet.

von JOHANNES ALBERS

Konsens und Kerker
Während die Delegierten der nun 81 IWC-Mitgliedsstaaten sich in Chile um Höflichkeiten bemühten, saßen in Japan zwei Greenpeacer im Gefängnis, weil sie den Skandal aufgedeckt hatten, dass Fleisch von „wissenschaftlich“ erlegten Walen der japanischen Fangflotte systematisch unterschlagen wurde: Mit Wissen hoher Stellen bereicherten sich Crewmitglieder am Verkauf der abgezweigten Ware. Die Schuld der Greenpeacer: Sie lieferten ein Fleischpaket als Beweis an die Staatsanwaltschaft in Tokyo. (weiterlesen…)

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IWC: Keine Buckelwale für Grönland

Santiago de Chile, 26. Juni 2008 (wdcs)

Die Mehrheit der IWC-Mitgliedsstaaten stimmte heute gegen den Antrag Dänemarks, den grönländischen Walfang um eine Quote von 10 Buckelwale pro Jahr auszuweiten. Nach intensiven Verhandlungen hinter den Kulissen erreichte der Antrag nicht die für die Annahme notwendige 3/4 Mehrheit.

WDCSDie Länder der EU, die auch Mitglied der IWC sind, haben bei dieser Abstimmung zum ersten Mal bei einer IWC-Tagung als Block abgestimmt und den Antrag Dänemarks abgelehnt. (weiterlesen…)

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Drei Tage für und gegen die Wale – Walfangkonferenz in Chile

Wittmund, 25. Juni 2008 (cetacea.de)

Schon drei Sitzungstage hat die Walfangkonferenz in Santiago de Chile hinter sich. Insgesamt scheint sich die Stimmung einer Annäherung zwischen Pro- und Contra-Walfangnationen zu bewahrheiten.

IWC LogoDie Delegierten haben sich auf die Einsetzung einer Arbeitsgruppe für die Zukunft des Walschutzes geeinigt. Die Delegationsleiter der Mitgliedsländer haben in einer geschlossenen Sitzung die Gründung einer Arbeitsgruppe beschlossen, die verhandlungsfähige Vorschläge für einen besseren Walschutz erarbeiten soll (vienna.at).
Japan hat angeboten, den sogenannten wissenschaftlichen Walfang aufzugeben, wenn der Küstenwalfang erlaubt werden könne (Welt). Wichtige Entscheidungen wie die Beendigung des Moratoriums oder die Einrichtung eines Südatlantik-Walschutzgebietes wurden aber einvernehmlich vertagt und sollen erst nach weiteren Zwischenverhandlungen bei der nächsten IWC-Konferenz auf Madeira getroffen werden (Die Presse).

Schon am ersten Tag der Konferenz hat die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet erklärt, dass Chile seine eigenen Hoheitsgewässer zum Walschutzgebiet erklären will (Welt).

Dänemark versucht indes weiter, die Fangquote für Grönland zu erweitern ( WDCS-Blog). Daher ruft die WDCS zu einer Email-Aktion an die verantwortlichen Institutionen der Europäischen Union sowie einige selektiv ausgewählte EU-Mitgliedsstaaten auf.

Für aktuelle Zwischennachrichten und die Feinheiten der Auseinandersetzungen bzw. auch Nichtauseinandersetzungen zwischen den Delegierten empfehlen wir sehr den Besuch des WDCS Blog von Nicolas Entrup. Das IWC Office veröffentlicht jeden Tag eine Pressemitteilung. Wer die Verhandlungen live verfolgen möchte, der kann das Angebot der japanischen Walforschungsinstituts nutzen und sich einen Real-Stream ansehen. Die Zeitverschiebung beträgt sechs Stunden. Bei einem Tagungsbeginn um 8 Uhr, müssen wir also um 14 Uhr auf den Stream zugreifen.

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Das Krähennest meldet: Wale gesichtet am 22. Juni 2008

Wittmund, 22. Juni 2008 (cetacea.de)

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineBei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 22. Juni 2008 haben wir folgende Nachrichten über Wale und Delfine gefunden.

Dagmar Dehmer stellt im Tagesspiegel fest, dass die festgefahrene Situation der Internationalen Walfangkommission dazu führen könne, dass Japan die IWC verlassen könne. Der WWF sei deshalb einem Handel mit Japan zugunsten des nachhaltigen Walschutzes aufgeschlossen, während die WDCS befürchtet, dass Zugeständnisse an Japan auch Walfangplänen anderer Nationen Tür und Tor öffnen könne. +++ Die Greenpeace-Aktivisten Junichi Sato und Toru Suzuki befinden sich weiterhin in Haft. Die Greenpeacer hatten der japanischen Staatsanwaltschaft Mitte Mai einen Karton mit Walfleisch übergeben, welches Mitglieder der japanischen Walfangflotte unterschlagen haben und illegal auf eigene Rechnung verkaufen wollten (Greenpeace). +++ Zwischen Teneriffa und La Gomera kann man Delfinen und Walen umweltverträglich näher kommen (ND). +++ Delfintherapie hat Konjunktur. Doch hinter der oftmals als Wundertherapie für geistig und körperlich behinderte Kinder dargestellten Methode verbergen sich meist wenig mehr als die kommerziellen Interessen von Delfinarien. Die WDCS weist auf ihre Hintergrundbroschüre aus dem Januar 2008 hin (WDCS).

18 Kilometer über dem Walschutzgebiet vor der Küste Liguriens soll nach dem Willen italienischer und französischer Wissenschaftler ein solar betriebenes Flugzeug kreisen. Dadurch sollen die Bewegungen der Großwale verfolgt und an den Schiffsverkehr gemeldet werden, damit Zusammenstösse von Schiffen und Walen verhindern werden (ORF). +++ Nur wenige Zoos in Europa beherbergen und züchten Delfine. In Duisburg werden die empfindlichen Meeressäuger schon seit den 60er-Jahren erfolgreich gehalten. Die Kritik von Tierschützern weist der Zoo zurück (Welt am Sonntag)

Internationale Nachrichten Eine wunderschöne Sprungsequenz des Buckelwals Batman hat der Photograph Ray Alley zusammengefügt (Telegraph). +++ Die kalifornischen Akustikexperten Dorian Houser und James Finneran haben sich nach der Lebendstrandung eines Gervais-Zweizahnwales (Mesoplodon europaeus) in den Florida Keys in den Flieger gesetzt, um das Gehör des Tieres zu erforschen. Die Versuche laufen, während die Mitarbeiter von Marine Mammal Conservancy versuchen, den Wal zu therapieren, um ihn später wieder freizulassen. Bisher ist das bei diesen seltenen Tieren noch nie gelungen (Miami Herald News).

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Das Krähennest meldet: Wale gesichtet am 20. Juni 2008

Wittmund, 20. Juni 2008 (cetacea.de)

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineBei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 20. Juni 2008 haben wir folgende Nachrichten über Wale und Delfine gefunden.

Nachdem Greenpeace Japan im Mai Mitarbeitern der japanischen Walfangflotte illegalen Walfleischhandel vorgeworfen hatte, werden nun die Greenpeace Mitarbeiter angeklagt, die ein Walfleischpaket zur Beweissicherung entwendet haben (Greenpeace). +++ mgmitt schreibt im Deepwave-Blog über die unklare Position Australiens bezüglich des japanischen Walfangs. +++ Niki Entrup (WDCS) stellt in seinem Blog ein paar Fakten zum stark kritisierten grönländischen Walfang zusammen. Bisher wurden die besonderen Probleme des Subsistenzwalfangs von den Walschutzorganisationen höflich ignoriert. Vielleicht bringt die Dokumentation der WSPA zum grönländischen Walfang einen Stein ins Rollen.

Internationale Nachrichten: Richard Black gibt vor dem Start der IWC Hauptverhandlungen eine ausführliche Übersicht über die verschiedenen Fraktionen und deren Motivation. Werden sich die Walfanggegner und Walfangbefürworter weiter aufreiben und die Arbeit der Walfangkommission in Frage stellen oder wird die Stimmung zu einem Kompromiss um sich greifen. Ein interessanter Bericht. (BBC, siehe auch Hamburger Abendblatt). +++ Keikos Grab soll eingestampft werden. Nachdem nur noch wenige Touristen das Grab des aus dem Free Willy Film bekannt gewordenen Schwertwals besuchen, möchte die norwegische Kommune Halsa die jährlichen Zahlungen zur Pflege des Grabes und zur Erhaltung eines nah gelegenen Parkplatzes einstellen (VG).

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Den Walen wird´s zu heiß

Frankfurt, 19. Juni 2008 (wwf)

Zum Auftakt der 60. IWC in Santiago de Chile (23.-27. Mai) präsentiert der WWF eine Studie und zeigt wie der Klimawandel viele Meeressäuger auf der Südhalbkugel bedroht.

WWF Vor Beginn der 60. Tagung der Internationalen Walfangkommission IWC vom 23. bis 27. Juni in Santiago de Chile schlägt der WWF in einer neuen Studie Alarm: Der fortschreitende Klimawandel gefährdet viele ohnehin bereits bedrohte Walarten zusätzlich. Besonders betroffen sind wandernde Walarten der südlichen Erdhalbkugel, die in Kaltwasserregionen ihre wichtigsten Nahrungsquellen haben. „Die Wale in den südlichen Ozeanen trifft der Klimawandel genauso stark wie die Eisbären am Nordpol“, sagt WWF-Walexperte Volker Homes. „In 35 Jahren wird ihr Lebensraum um bis zu ein Drittel geschrumpft sein, und sie werden für weniger Futter immer weitere Strecken auf sich nehmen müssen.“ Selbst wenn alle anderen Bedrohungsfaktoren gestoppt würden, werde ein ungebremster Klimawandel viele Wale das Leben kosten. (weiterlesen…)

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