Archiv des Tags ‘Lärm’

Walschutz: US-Navy verzichtet auf Sonartests

Hamburg/Washington, 18. August 2008 (pte)

Die US-amerikanische Marine und Umweltschutzverbände haben sich nach jahrelangem Schreit darauf geeinigt, dass die Navy zukünftig weniger Sonartests durchführen wird.

“Das war ein wichtiger Schritt, denn Sonarwellen sind sehr schädlich für Wale, Delphine und andere hoch empfindliche Meereslebewesen”, erklärt Jörg Feddern, Biologe bei Greenpeace, gegenüber pressetext. Die Sonarwellen schädigen dabei nicht nur das Gehör, sondern können auch zu Gehirnblutungen führen. “Dadurch, dass sich Wale via akustischer Signale orientieren und Kontakt zu ihrer Gruppe halten, sind sie ohne ihr Gehör verloren”, so Feddern. Dies sei, als ob man dem Menschen die Augen verbindet und die Ohren zuhält, sagt der Walexperte.

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Schweinswale im Fehmarnbelt gefährdet

Berlin/München/Quickborn, 25. Juli 2008 (NABU, GRD, GSM)

Baugrunduntersuchung gefährdet das Meeresschutzgebiet „Fehmarnbelt“. Meeressäugetiere und ihr Nachwuchs werden aus ihrem Lebensraum vertrieben.

NABU, GRD und GSM protestieren scharf gegen die geplante vierwöchige Baugrunduntersuchung in einem ca. 40 Quadratkilometer großen Korridor zwischen den Inseln Fehmarn (D) und Lolland (DK). Wissenschaftler des dänischen Umweltforschungsinstituts NERI haben das Gebiet um den Fehmarnbelt erst vor kurzem als ganzjährig wichtigen Schweinswal-Lebensraum identifiziert. Der Belt ist demnach eines der drei wichtigsten Schweinswalgebiete in Deutschland und erfüllt zudem eine zentrale Korridorfunktion zwischen den im Bestand stark zurückgehenden westlichen und dem fast ausgestorbenen östlichen Schweinswalvorkommen. Wird das Gebiet über einen langen Zeitraum erheblich mit Lärm belastet, geraten junge Schweinswalkälber in Gefahr. (weiterlesen…)

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Das Krähennest meldet: Wale gesichtet am 1. Juli 2008

Wittmund, 1. Juli 2008 (cetacea.de)

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineBei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 1. Juli 2008 haben wir folgende Nachrichten über Wale und Delfine gefunden.

Flüchten Schnabelwale vor Militärsonaren, weil diese klingen wie Schwertwale (Deutschlandradio)? +++ In Island verhärten sich die Fronten. Der Fischereiminister Einar Kristinn will den Walfang ausweiten, weil er ein lukratives Geschäft mit japanischen Abnehmern wittert. Die Außenministerin lehnt das ab (Netzeitung).

Greenpeace bittet die Öffentlichkeit, per Email für die Freilassung der beiden Aktivisten Junichi Sato und Toru Suzuki einzutreten, die einem Versandunternehmen einen Karton mit Walfleisch entwendet haben, um damit die Unterschlagung von Walfleisch durch Mitglieder der japanischen Walfangflotte nachzuweisen. Das Fleisch wurde der Staatsanwaltschaft zusammen mit anderen Beweisen übergeben. Die Greenpeace-Vorwürfe wurden trotz vieler Ungereimtheiten fallen gelassen. Stattdessen wurden die beiden Greenpeace-Aktivisten inhaftiert (Greenpeace).

Beinahe wären die nordpazifischen Grauwale ausgerottet worden, erst ein Jagdverbot der Internationalen Walfangkommission brachte eine Erholung der Bestände. Dennoch werden jährlich rund 140 der Tiere erlegt, doch ihr Fleisch ist immer öfter ungenießbar – denn es riecht nach Chemikalien (Deutschlandradio).

Andreas Welti hat für das OceanCare Blog beschrieben, wie die von Grönland beantragt Buckelwalquote abgelehnt wurde. Dabei beleuchtet er vor allem das Abstimmungsverhalten der Schweiz. Zunächst hatte sich die Schweiz gegen den grönländischen Antrag ausgesprochen. Nach einer ad hoc interim Empfehlung des wissenschaftlichen Kommittees schwenkte diese jedoch um und stimmte für den Antrag. Trotzdem wurde der Antrag abgelehnt, weil die Mehrheit dagegen war (OceanCare).

Trotz sorgfältiger Prüfung, kann Cetacea.de keine Verantwortung für die Inhalte fremder Internetseiten übernehmen.

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Wale und Lärm – Beeindruckender Schlußvortrag

Wittmund, 31. Januar 2008 (cetacea.de)

Am letzten Abend der Vorlesungsreihe Wal und Mensch berichtete Dieter Paulmann über die sich verschärfende Lärmsituation in den Weltmeeren. Als Glücksfee zog er die Gewinner des Wal und Mensch Rätsels.

Nur wenige Vortragende kümmern sich so intensiv um das Erscheinungsbild ihrer Präsentation. Dieter Paulmann verglich DVD Einspielung und PowerPoint-Video, beurteilte Farbstiche und Tonqualität. Hier war jemand am Werk, der sich mit dem Medium Film genauso auskannte wie mit dem Seh-Genuß der Zuschauer. Als der Vortrag begann, war die Technik optimal eingestellt und die Besucher des Vortrages erwartete über eine Stunde bestes Infotainment: Unterhaltung mit großartigen Filmsequenzen aus dem Schaffen von Dieter Paulmann und tiefgehenden, ernsten Berichten über die unglaubliche Zerstörung eines Lebensraums durch Lärm. (weiterlesen…)

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Lärmschutz für Schweinswale

Hannover, 7. Januar 2008 (Uni Hannover)

Wissenschaftler erforschen die Schallausbreitung beim Bau von Offshore-Windenergieanlagen

Offshore-Windenergieanlagen leisten einen zunehmenden Beitrag zur Energieerzeugung in Deutschland. Aber welche Auswirkungen haben die großen Windparks in Nord- und Ostsee auf die Tierwelt? Vor allem der Schall, der beim Einrammen der Pfähle in den Meeresboden entsteht, steht im Verdacht, für Meerestiere gefährlich zu sein. Mit Rammgeräuschen und deren Auswirkungen beschäftigen sich seit einigen Jahren die Forscher des Instituts für Statik und Dynamik (ISD, Leitung: Prof. Dr.-Ing. Raimund Rolfes) der Leibniz Universität Hannover gemeinsam mit den Partnern DEWI (Deutsches Windenergieinstitut) und ITAP (Institut für technische und angewandte Physik, Oldenburg). Jetzt sind zwei Forschungsprojekte zur Weiterentwicklung und Erprobung von Lärmschutzmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Euro vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) genehmigt worden. Die beiden Projekte "Schall 3" und "FINO 3" sind Verbundvorhaben. Das heißt, dass sich verschiedene Partner aus der Industrie an den Projekten beteiligen und dafür zusätzlich Förderung beantragen. (weiterlesen…)

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Lärmschutz für Wale: Silent Oceans

Wädenswil, 18. Januar 2003 (OceanCare)

Im Oktober 2002 hat die Schweizer Walschutzorganisation ASMS hat eine Silent Oceans Kampagne zum Schutz der Wale vor dem zunehmenden Lärm in den Weltmeeren gestartet. Bis Mai werden Unterschriften unter einer Petition gegen hochleistungsfähige Sonarsysteme gesammelt.

Silent Oceans KampagneDie Informationen, dass Lärm das Leben der geräuschempfindlichen stark beeinflussen kann, häufen sich. Bei zwei Strandungsereignissen der letzten Jahre, den Strandungen vor Bahamas und den Strandungen vor den Kanarischen Inseln, sind akustische Belastungen Ursache für Schädigungen des Gehörs und angrenzender Hirnregionen. Darauf deuten Ergebnisse der pathologischen Untersuchungen hin, die an den gestrandeten Tieren durchgeführt worden sind. (weiterlesen…)

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Wenn Töne gefährlich werden

Hannover, 21. Januar 2002 (Cetacea.de)

Vortrag am 29. Januar

Am 29. Januar hält die Biologin Linda Weilgart im Rahmen der Vortragsreihe Wal und Mensch den Vortrag: Wenn Töne gefährlich werden. Der Pottwal und Schall: seine Kommunikations-Signale und Lärmverschmutzung durch neue militärische Sonare

Die Walforscherin und Konsulentin der WDCS, der weltweit größten Wal- und Delfinschutzorganisation, begibt sich in ihrem Vortrag auf eine atemberaubende Reise, die auf den Spuren der Wale von Florida nach Neuseeland und wieder zurück nach Kanada führt. Sie erzählt von den nicht einfachen Bedingungen, die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu erforschen und gleichzeitig Monate mit der Familie an Bord eines Bootes zu leben.

Außerdem wird Linda Weilgart in ihrem Vortrag auch die Ergebnisse ihrer Forschung über die Kommunikation von Pottwalen vorstellen und auf eine neue Gefahr für die in einer akustischen Welt lebenden Meeressäuger eingehen. Echo-Ortungssysteme, die v.a. von der US-Navy und der NATO zum Aufspüren von Objekten unter Wasser verwendet werden, führen nachweislich zu Strandungen von Walen und Delfinen oder könnten dazu führen, dass die Tiere aus für sie lebenswichtigen Gebieten vertrieben werden. In einigen Fällen sind die Tiere auch an den Folgen der intensiven Schallwellen gestorben, wie selbst die US-Navy kürzlich in einem Bericht über eine Massenstrandung auf den Bahamas im März 2000 bestätigt.

Linda Weilgart, Expertin für die Kommunikation zwischen Pottwalen, warnt vor den weitreichenden Folgen militärischer Sonar-Systeme, die in ihrer Komplexität noch nicht abschätzbar sind: Die bis jetzt bekannten Auswirkungen machen bereits deutlich, wie gefährlich, ja tödlich marine Sonare sein können. Wir spielen russisches Roulette mit unseren Meeren.

Weitere Informationen zum Vortrag erhalten Sie auf der Internetseite des Vortrags. Der Vortrag wird durch die Whale and Dolphin Conservation Society Deutschland unterstützt.

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