Archiv des Tags ‘Ostsee’

Walschutzgebiet in Chile, Quecksilber in Delfinfleisch und mehr

Wittmund, 12. September 2008 (cetacea.de)

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineBei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 12. September 2008 haben wir folgende Nachrichten über Delfintherapie, das chilenische Walschutzgebiet, Waljagd auf Lamalera, Proteste gegen die Fehmarnbeltbrücke, die Evolution der Fluke bei Walen und Quecksilber in Delfinfleisch gefunden.

Wirkt Delfintherapie? Und wenn ja, warum? Der Delfintherapie-Experte der WDCS Dr. Karsten Brensing sieht in der Delfintherapie vor allem eine teure, tierbelastende Augenwischerei. Er geht den Versprechungen der (gut bezahlten) Therapeuten auf den Grund. Irene Habich hat sich für die Welt die “Therapie mit Flipper” vorgenommen und berichtet von Versprechungen, Planungen und der Kritik der Delfintherapie.

(weiterlesen…)

Diesen Artikel empfehlen:
  • Print
  • PDF
  • email
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Blogplay
  • MisterWong.DE
  • Technorati
  • Yahoo! Bookmarks
  • Twitter

WWF warnt: Ostsee in schlechtem Zustand

Stralsund, 28. August 2008 (pte)

Eingeleitete Nährstoffe sorgen für starkes Algenblühen

Die Maßnahmen zum Schutz der gefährdeten Ostsee sind in allen neun Anrainer-Staaten “mangelhaft”. Zu diesem Ergebnis kommt ein heute beim Stockholmer Ostsee-Festival veröffentlichter Ländervergleich des WWF. Darin untersucht der WWF die Fortschritte, die die Staaten im Kampf gegen die Zerstörung von Lebensräumen, die Überfischung, die Einleitung von Umweltgiften, die Folgen der Schifffahrt sowie bei der Einführung von Schutzgebieten erreicht haben. “Die Politik hat bislang in weiten Teilen versagt. Die Regierungen gleichen Ärzten, die dem todkranken Patienten Ostsee trotz eindeutiger Diagnose die rettende Medizin verweigern”, kritisiert Jochen Lamp, Leiter des WWF-Ostseebüros in Stralsund, im pressetext-Gespräch.

Das zweite Ostsee-Länderranking des WWF untersucht die bislang umgesetzten Maßnahmen zum Meeresschutz in Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Schweden und Russland. Bei einem ersten Vergleich, der im Sommer 2007 veröffentlicht wurde, hatte die Umweltstiftung den gesetzlichen Rahmen für den Ostseeschutz in den Ländern unter die Lupe genommen.

Das beste Ergebnis des neuen Staatenvergleichs erzielte Deutschland, das knapp die Hälfte der vom WWF geforderten Schutzmaßnahmen verwirklicht hat. Am Ende der Rangliste liegt Polen mit einer Umsetzungsquote von nur 25 Prozent. “Das Ergebnis ist sehr ernüchternd, weil kein Land die Ostsee umfassend schützt. Wir brauchen Bundesliga-Format, um dieses einzigartige Meer zu retten. Dass Deutschland jetzt Tabellenführer auf Kreisliganiveau ist, kann kein Ruhekissen sein”, so Lamp. Handlungsbedarf bestehe vor allem in der Fischereipolitik, beim Kampf gegen Umweltgifte und bei der Regulierung der Schifffahrt.

Die Arten- und Lebensraumvielfalt der Ostsee stehe auf dem Spiel, warnt der WWF. Jedes Jahr werden über eine Mio. Tonnen Nährstoffe eingeleitet, die wie in diesem Jahr unnatürlich starke Algenblüten verursachen. Eine dramatische Folge: Schon auf 42.000 Quadratkilometern des Meeresbodens, einer Fläche von nahezu der Größe Dänemarks, herrscht dauerhaft Sauerstoffmangel. Ähnliche Prozesse lassen sich derzeit auch im Golf von Mexiko beobachten. Dort droht eine Fläche der Größe von Hessen zum sauerstoffarmen Gebiet zu verkommen (pressetext berichtete). “Durch das intensive Düngen in den Spätfrühlingsmonaten gelangen alljährlich große Mengen von Düngemittel in die Meere”, erläutert Bernd Maierreimann vom Max-Planck-Institut Hamburg auf pressetext-Nachfrage.

Zahlreiche Meerestiere wie zum Beispiel der Schweinswal in der südlichen Ostsee sind gefährdet. Die Kapazität der Fangflotten liegt um 30 bis 40 Prozent über dem Niveau einer nachhaltigen Fischerei. Gesetzliche Regelungen greifen nicht, so wird etwa jeder zweite Dorsch illegal gefangen. Durch Schiffs-Ballastwasser wurden bereits mehr als 100 fremde Arten in die Ostsee eingeschleppt, die eine erhebliche Gefahr für heimische Arten und Lebensräume darstellen. “Seit geraumer Zeit gibt es bereits eine Ballastwasser-Konvention, doch ist diese in den meisten Anrainerstaaten noch immer nicht ratifiziert, unter anderem auch nicht von Deutschland”, erläutert Lamp.

Die Belastung mit Umweltgiften wie Dioxin oder Polychlorierten Biphenylen (PCBs), die in Heringen oder Lachsen gemessen wird, liegt in einigen Regionen noch immer über den EU-Grenzwerten. Der Meeresexperte fügt aber hinzu, dass die Konzentration in den meisten Gebieten aber noch so niedrig sei, dass für den Menschen keine Gefahr bestehe. “Nur im Bottischen Meerbusen, zwischen Schweden und Finnland, ist die Belastung mittlerweile so hoch, dass dort gefangener Fisch nicht mehr in die EU importiert werden darf”, sagt Lamp.

Trotz dieser alarmierenden Befunde sieht der WWF auch positive Entwicklungen. Deutschland hat bereits 40 Prozent seiner nationalen Gewässer unter Schutz gestellt. Litauen und Lettland gehen mit verschärften Kontrollen erfolgreich gegen kriminelle Fischer vor. Estland hat die Einleitung giftiger Substanzen in die Ostsee sogar erheblich gesenkt.

Dies ist eine Presseaussendung von pressetext.de / Erik Staschöfsky.

Diesen Artikel empfehlen:
  • Print
  • PDF
  • email
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Blogplay
  • MisterWong.DE
  • Technorati
  • Yahoo! Bookmarks
  • Twitter

Buckelwal setzt seine Ostseereise fort

Wittmund, 17. August 2008 (cetacea.de)

Nach vielen Tagen rund um Rügen hat der Buckelwal nun die schleswig-holsteinische Ostseeküste besucht. Kommt er dem rettenden Ausgang aus der Ostsee näher? Kann man ihm helfen, in die Nordsee zu gelangen?

Buckelwal vor Alaska, © Tony Hisgett

Buckelwal vor Alaska, © Tony Hisgett

Als am Freitagmorgen vor Timmendorfer Strand ein Buckelwal gesichtet wurde, kam wieder Wellengang in der deutschen Medienlandschaft auf. Der Kappelner Walexperte Dr. Andreas Pfander (www.schweinswale.com) informierte uns über die Sichtung eines Buckelwales vor Niendorf. Das Wal-erfahrene Team der Travemünder Wasserschutzpolizei war ausgefahren und hatte den rund zehn Meter langen Wal beobachtet. Die Bilder wurden dem dänischen Walexperten Carl Kinze, Ph.D. (Wal und Mensch Gast 2003) zugespielt. Er fand anhand von Strukturen auf der Finne Unterschiede zum Rügener Wal. Wie ein Lauffeuer ging es durch die Presse: Es gebe nun zwei Buckelwale in der Ostsee. (weiterlesen…)

Diesen Artikel empfehlen:
  • Print
  • PDF
  • email
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Blogplay
  • MisterWong.DE
  • Technorati
  • Yahoo! Bookmarks
  • Twitter

Wer weiß einen Namen für den Buckelwal?

Wittmund, 5. August 2008 (cetacea.de)

Der Buckelwal ist wieder vor Rügen und hat den Montag Morgen bei Glahme verbracht. Ein Fischer konnte das Tier filmen. Die Ostseezeitung sucht einen Namen für den Buckelwal.

Die Ostsee-Zeitung berichtet in der Ausgabe vom 5. August in zwei Artikeln über den Buckelwal. Nachdem der Wal schon am Sonntag wieder vor Rügen zu sehen war, konnten Hunderte Whale Watcher das Tier beobachten. Am Montag blieb der Wal der Insel treu. Fischer erspähten das Tier bei Glowe. Normen Peters nutzte die Filmfunktion seines Mobiltelephons, als der Wal auftauchte. Das Video können Sie bei der Ostseezeitung sehen.

(weiterlesen…)

Diesen Artikel empfehlen:
  • Print
  • PDF
  • email
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Blogplay
  • MisterWong.DE
  • Technorati
  • Yahoo! Bookmarks
  • Twitter

Buckelwal in der Ostsee ohne gute Aussichten

Wittmund, 4. August 2008 (cetacea.de)

Der Irrgast in der Ostsee ist ein gutes Zeichen für die sich erholenden nordatlantischen Buckelwale. Seine eigenen Chancen, die für ihn ungeeignete Ostsee lebend zu verlassen sind allerdings schlecht.

Es gab keine Zeitung, die nicht von dem Buckelwal berichtet hat, den die Ornithologen Andreas Nick und Christoph Bock vom Rügener Festland aus erspäht hatten. Die Minibilder des springenden Wales, die aus knapp 6 Kilometer Entfernung aufgenommen wurden, sind überall publiziert worden. (weiterlesen…)

Diesen Artikel empfehlen:
  • Print
  • PDF
  • email
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Blogplay
  • MisterWong.DE
  • Technorati
  • Yahoo! Bookmarks
  • Twitter

Das Krähennest meldet: Wale gesichtet am 2. August 2008

Wittmund, 2. August 2008 (cetacea.de)

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineBei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 2. August 2008 haben wir folgende Nachrichten über Wale und Delfine gefunden.

Erst im Jahr 2005 wurden sie als eigene Art beschrieben: Die Stupsfinnendelphine. Sie sind nah verwandt mit den Irawadidelphinen, unterscheiden sich aber doch in wenigen Merkmalen. Vor der Kimberley-Küste im Nordwesten Australiens gelangen Forschern des World Wide Fund for Nature (WWF) nun erstmals Filmaufnahmen von Stupsfinnendelphinen (sueddeutsche.de).

Greenpeace hat dokumentiert, dass Ölplattformen jeden Tag die Nordsee verunreinigen und die Umwelt im Ausmaß eines großen Tankerunglücks schädigen. Bei einem dreitägiger Rechercheflug von Greenpeace entlang der dänischen, norwegischen und englischen Küste wurden jetzt wieder große Ölteppiche entdeckt (Greenpeace).

Der Greenpeacer Christian Bussau äussert sich im Interview zum Ostsee-Buckelwal (Frankfurter Rundschau).

Internationale Nachrichten Nachdem bei einem Nördlichen Entenwal, der mehrfach in Südengland gestrandet war, ein Nierenversagen festgestellt wurde, ist er nun eingeschläfert worden (BBC).

Trotz sorgfältiger Prüfung, kann Cetacea.de keine Verantwortung für die Inhalte fremder Internetseiten übernehmen.

Diesen Artikel empfehlen:
  • Print
  • PDF
  • email
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Blogplay
  • MisterWong.DE
  • Technorati
  • Yahoo! Bookmarks
  • Twitter

Schweinswale im Fehmarnbelt gefährdet

Berlin/München/Quickborn, 25. Juli 2008 (NABU, GRD, GSM)

Baugrunduntersuchung gefährdet das Meeresschutzgebiet „Fehmarnbelt“. Meeressäugetiere und ihr Nachwuchs werden aus ihrem Lebensraum vertrieben.

NABU, GRD und GSM protestieren scharf gegen die geplante vierwöchige Baugrunduntersuchung in einem ca. 40 Quadratkilometer großen Korridor zwischen den Inseln Fehmarn (D) und Lolland (DK). Wissenschaftler des dänischen Umweltforschungsinstituts NERI haben das Gebiet um den Fehmarnbelt erst vor kurzem als ganzjährig wichtigen Schweinswal-Lebensraum identifiziert. Der Belt ist demnach eines der drei wichtigsten Schweinswalgebiete in Deutschland und erfüllt zudem eine zentrale Korridorfunktion zwischen den im Bestand stark zurückgehenden westlichen und dem fast ausgestorbenen östlichen Schweinswalvorkommen. Wird das Gebiet über einen langen Zeitraum erheblich mit Lärm belastet, geraten junge Schweinswalkälber in Gefahr. (weiterlesen…)

Diesen Artikel empfehlen:
  • Print
  • PDF
  • email
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Blogplay
  • MisterWong.DE
  • Technorati
  • Yahoo! Bookmarks
  • Twitter

Das Krähennest meldet: Wale gesichtet am 7. Juli 2008

Wittmund, 7. Juli 2008 (cetacea.de)

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineBei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 7. Juli 2008 haben wir folgende Nachrichten über Wale und Delfine gefunden.

Die Lübecker SPD setzt sich gegen die geplante Fehmarnbeltbrücke ein. Zugvögel und Schweinswale sind von dem Projekt bedroht (SPD Lübeck). +++ Die Bundesregierung will den Bau von Offshore-Windenergieanlagen vorantreiben (Ostseezeitung).

Im WDCS Blog diskutiert Nicolas Entrup die aktuelle Situation der IWC, fordert Reformen und äußert Gedanken zur Zukunft der IWC. Lesenswert!

Internationale Nachrichten
Grönland ist weiter auf Walfangkurs. Für Narwale und Belugas wurden für das kommende Jahr Quoten verabschiedet, die in vielen Gebieten über den Empfehlungen der Biologen vom Institute for Natural Resources liegen. Der Fang von Narwalen und Belugas wird nicht von der IWC reguliert. Kann dies eine Retourkutsche für die Weigerung der IWC sein, die Fangquote für Großwale zu erhöhen? (Sermitsiaq avis).

Eine Studie der Universität Exeter und des Cornwall Wildlife Trust hat einen Anstieg tot aufgefundener Wale und Delphine an den Stränden Cornwalls festgestellt. In den letzten acht Jahren gab es einen starken Anstieg von Strandungen. Nachdem die Wissenschaftler Daten aus fast 100 Jahren analysiert haben, glauben sie, dass eine zunehmend intensivere Fischerei Anteil an den Strandungen haben kann. Die Untersuchung ist in der Fachzeitschrift Biodiversity and Conservation erschienen: LEENEY, R. H., R. AMIES, A. C. BRODERICK, M. J. WITT, J. LOVERIDGE, J. DOYLE u. B. J. GODLEY (2008):
Spatio-temporal analysis of cetacean strandings and bycatch in a UK fisheries hotspot.
Biodiversity and Conservation, DOI: 10.1007/s10531-008-9377-5
(University of Exeter).

Frank Fish und Kollegen haben sich Flipper, Finnen und Fluken näher angeschaut und halten die für weit bessere Modelle für Propeller oder Windräder als das, was die Ingenieure bisher entwickelt haben.
FISH, F. E., L. E. HOWLE u. M. M. MURRAY (2008):
Hydrodynamic flow control in marine mammals .
Integr. Comp. Biol., DOI: 10.1093/icb/icn029 (ScienceDaily).

Trotz sorgfältiger Prüfung, kann Cetacea.de keine Verantwortung für die Inhalte fremder Internetseiten übernehmen.

Diesen Artikel empfehlen:
  • Print
  • PDF
  • email
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Blogplay
  • MisterWong.DE
  • Technorati
  • Yahoo! Bookmarks
  • Twitter

Lesen Sie zurückliegende Nachrichten in unserem Archiv


Bitte melden Sie Walsichtungen und Strandfunde