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NABU informiert im Internet über Schäden durch Altmunition in Nord- und Ostsee

Bonn, 13. November 2007 (NABU)

Zwischen 400.000 und 1,3 Millionen Tonnen Munition werden als gefährliches Erbe zweier Weltkriege am Grund von Nord- und Ostsee vermutet. Auf einem ganztägigen Symposium von NABU, Gesellschaft zur Rettung der Delphine GRD und Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere GSM über neue Methoden zur Munitionsbeseitigung in Nord- und Ostsee hatten Experten am 19. Oktober 2007 in Kiel bestätigt, dass eine schadlose Beseitigung von Rüstungsaltlasten im Meer auch ohne Sprengung möglich ist. Zusammenfassungen der Vorträge und Präsentationen einschließlich der Ergebnisse der Diskussion sind jetzt unter www.NABU-Meeresschutz.de zu finden.

Damit steht Interessierten erstmals im Internet ein umfassendes Informationsangebot über Umweltauswirkungen von Altmunition im Meer und deren umweltfreundliche Beseitigung zur Verfügung.Ergänzt wird die Darstellung um spezielle Informationen und Fragestellungen zur Rüstungsaltlast *Kolberger Heide" in der Kieler Außenförde. (weiterlesen…)

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Sprengung vor Sassnitz bedroht Ostsee-Schweinswale

Sassnitz/Rügen, 28. September 2007 (BUND/NABU/GSM/GRD)

Naturschutzverbände protestieren gegen die für den 2. Oktober geplante Sprengung einer Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg vor der rügenschen Ostseeküste bei Sassnitz. Nach Ansicht der Verbände (BUND Mecklenburg-Vorpommern, NABU, GSM/Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere und GRD/Gesellschaft zur Rettung der Delphine) gefährdet die Sprengung die vom Aussterben bedrohten Schweinswale in vorpommerschen Gewässern.

Bereits am 14. März wurde vor Sassnitz eine 500 kg Fliegerbombe gesprengt. Als Antwort auf ihre Protestbriefe erhielten die Verbände von Umweltminister Dr. Till Backhaus (Mecklenburg-Vorpommern) die Zusicherung, man werde sich bemühen, Möglichkeiten zum Schutz des Lebensraums Ostsee und der in der Ostsee lebenden Arten bei erforderlichen Munitionssprengungen umzusetzen. Ein Sprecher des Landes-Innenministeriums betonte, Sprengungen in der Ostsee seien die absolute Ausnahme. Es sieht bislang nicht danach aus, dass dieser Rhetorik auch Taten folgen kommentiert der Biologe Ulrich Karlowski von der GRD. (weiterlesen…)

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Schweinswale in der Weser

München, 22. Mai 2006 (GRD)

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD), richtet einen Aufruf an alle Delfinfreunde im Raum Bremerhaven, Nordenham und Umgebung. In Zusammenarbeit mit den Unteren Naturschutzbehörden findet ab sofort eine Erhebung zum Vorkommen des Schweinswals Weser-Ästuar bis in die Unterweser bei Bremerhaven und Nordenham. Die GRD bitte um Mithilfe.

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) hat zusammen mit den Unteren Naturschutzbehörden ein Schweinswal-Rettungsprojekt in der Weser ins Leben gerufen. Eine Datenerhebung zum Schweinswalvorkommen im Weser-Ästuar bis in die Unterweser bei Bremerhaven und Nordenham wurde gestartet.

Vor allem der Weserteil bei Bremerhafen, nähe dem Stadtteil Fischereihafen und nähe Nordenham bei den Stadtteilen Blexen, Einswarden und Friedrich-August-Hütte soll genau unter die Lupe genommen werden.

Für die Datenerhebung bitten wir alle Delfinfreunde in Bremerhaven, Nordenham und entlang des Weser-Ästuars sowie die Fähr- und Bootsfahrer und Urlauber, die diese Region demnächst besuchen werden, die Augen offen zu halten und Schweinswalbeobachtungen zu melden. Einen Schweinswal-Sichtungsbogen sowie weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der GRD .

Zum Hintergrund: Im Frühjahr wandern Schweinswale, auch Kleine Tümmler genannt, weit in die Flussmündungen von Weser und Elbe hinein. In der Weser bei Bremerhaven gebären Deutschlands einzige residente Wale sogar ihre Jungen und nutzen das Nahrungsangebot des Flusses und seiner Flachwasserbereiche von April bis Juni für ihre Jungenaufzucht – umgeben von emsigem Schiffsverkehr.

Leider werden immer wieder Schweinswalmütter und ihre Neugeborenen vor allem von privaten Motorbooten überfahren oder Schweinswalbabys von Heckwellen ans Ufer geworfen, wo sie in der Sonne qualvoll verenden. Bereits vier Schweinswale wurden dieses Jahr in der Wesermündung Opfer unverantwortlicher Motorbootfahrer.

Um den Schweinswalen die Chance zur Reproduktion und ein Überleben in diesem Gebiet zu geben, fordert die GRD ein temporäres Fahrverbot für Motorboote in sensiblen Flussbereichen während der Zeit der Jungenaufzucht.

Diese Meldung basiert auf einer Mitteilung der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD).

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