Archiv des Tags ‘Schweinswale’

Wale in Hannover: Bedrohte Ostsee-Schweinswale (Vortrag am 14.1.)

Wittmund, 12. Januar 2009 (cetacea.de)

Am 14. Januar startet die Vorlesungsreihe Wal und Mensch an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Den Auftaktvortrag über die Genetik der bedrohten Ostsee-Schweinswale hält Prof. Ralph Tiedemann von der Universität Potsdam. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Ostsee-Schweinswal auf dem Sektionstisch

Ostsee-Schweinswal auf dem Sektionstisch. Photo:J. Herrmann

Der Bestand der Schweinswale in der Ostsee ist bedroht. Aber gibt es Unterschiede zwischen den Schweinswalen der zentralen Ostsee und denen der westlichen Ostsee? Wo setzt man am vernünftigsten mit den Schutzmaßnahmen an? Genetische Untersuchungen versprechen hier bedeutende Erkenntnisse, die wichtig für den Schutz der Schweinswale in der Ostsee sind. Prof. Ralph Tiedemann leitet die Arbeitsgruppe Evolutionsbiologie/Spezielle Zoologie der Universität Potsdam. Er hat sich mit der Genetik des Schweinswales befasst und erläutert wie sich die “Unit-to-Conserve” bestimmen lässt.

Der Vortrag findet am 14. Januar an der Tierärztlichen Hochschule Hannover im Hörsaal des Museumsgebäudes statt. Beginn: 19.15 Uhr. Der Eintritt ist dank der Unterstützung der Schlüterschen Verlagsgesellschaft frei. Informationen zur Anreise finden Sie unter www.wal-und-mensch.de.

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Ostsee-Schweinswal bleibt hoch bedroht

Neumünster, München, Quickborn, 28. November 2008 (nabu,grd,gsm)

NABU, GSM und GRD begrüßen Handlungsangebot des Landes Schleswig-Holstein. Fischer sollen mit Pingern ausgestattet werden.

Springender Schweinwal bei Fredericia, Kleiner Belt DK. Quelle: obs/Ulrik Ramsing/Dt. Umwelthilfe

Springender Schweinwal bei Fredericia, Kleiner Belt DK. Quelle: obs/Ulrik Ramsing/Dt. Umwelthilfe

Obwohl heute kein Fischer mehr einen Schweinswal fangen will, ist die fischereiliche Todesrate der Kleinen Tümmler, wie die Wale mit der stumpfen Schnauze auch heißen, oft viel zu hoch. Und obwohl es weder an Gesetzen zum Schutz der bedrohten Meeressäugetiere, noch an politischem Willen fehlt, werden die Überlebenschancen für den einzigen in der Ostsee heimischen Wal immer schlechter. Ende November sind bei der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) für 2008 bereits 50 Schweinswalkadaver gemeldet worden – ein deutlicher Anstieg, der Anlass zu großer Sorge gibt.

(weiterlesen…)

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WWF warnt: Ostsee in schlechtem Zustand

Stralsund, 28. August 2008 (pte)

Eingeleitete Nährstoffe sorgen für starkes Algenblühen

Die Maßnahmen zum Schutz der gefährdeten Ostsee sind in allen neun Anrainer-Staaten “mangelhaft”. Zu diesem Ergebnis kommt ein heute beim Stockholmer Ostsee-Festival veröffentlichter Ländervergleich des WWF. Darin untersucht der WWF die Fortschritte, die die Staaten im Kampf gegen die Zerstörung von Lebensräumen, die Überfischung, die Einleitung von Umweltgiften, die Folgen der Schifffahrt sowie bei der Einführung von Schutzgebieten erreicht haben. “Die Politik hat bislang in weiten Teilen versagt. Die Regierungen gleichen Ärzten, die dem todkranken Patienten Ostsee trotz eindeutiger Diagnose die rettende Medizin verweigern”, kritisiert Jochen Lamp, Leiter des WWF-Ostseebüros in Stralsund, im pressetext-Gespräch.

Das zweite Ostsee-Länderranking des WWF untersucht die bislang umgesetzten Maßnahmen zum Meeresschutz in Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Schweden und Russland. Bei einem ersten Vergleich, der im Sommer 2007 veröffentlicht wurde, hatte die Umweltstiftung den gesetzlichen Rahmen für den Ostseeschutz in den Ländern unter die Lupe genommen.

Das beste Ergebnis des neuen Staatenvergleichs erzielte Deutschland, das knapp die Hälfte der vom WWF geforderten Schutzmaßnahmen verwirklicht hat. Am Ende der Rangliste liegt Polen mit einer Umsetzungsquote von nur 25 Prozent. “Das Ergebnis ist sehr ernüchternd, weil kein Land die Ostsee umfassend schützt. Wir brauchen Bundesliga-Format, um dieses einzigartige Meer zu retten. Dass Deutschland jetzt Tabellenführer auf Kreisliganiveau ist, kann kein Ruhekissen sein”, so Lamp. Handlungsbedarf bestehe vor allem in der Fischereipolitik, beim Kampf gegen Umweltgifte und bei der Regulierung der Schifffahrt.

Die Arten- und Lebensraumvielfalt der Ostsee stehe auf dem Spiel, warnt der WWF. Jedes Jahr werden über eine Mio. Tonnen Nährstoffe eingeleitet, die wie in diesem Jahr unnatürlich starke Algenblüten verursachen. Eine dramatische Folge: Schon auf 42.000 Quadratkilometern des Meeresbodens, einer Fläche von nahezu der Größe Dänemarks, herrscht dauerhaft Sauerstoffmangel. Ähnliche Prozesse lassen sich derzeit auch im Golf von Mexiko beobachten. Dort droht eine Fläche der Größe von Hessen zum sauerstoffarmen Gebiet zu verkommen (pressetext berichtete). “Durch das intensive Düngen in den Spätfrühlingsmonaten gelangen alljährlich große Mengen von Düngemittel in die Meere”, erläutert Bernd Maierreimann vom Max-Planck-Institut Hamburg auf pressetext-Nachfrage.

Zahlreiche Meerestiere wie zum Beispiel der Schweinswal in der südlichen Ostsee sind gefährdet. Die Kapazität der Fangflotten liegt um 30 bis 40 Prozent über dem Niveau einer nachhaltigen Fischerei. Gesetzliche Regelungen greifen nicht, so wird etwa jeder zweite Dorsch illegal gefangen. Durch Schiffs-Ballastwasser wurden bereits mehr als 100 fremde Arten in die Ostsee eingeschleppt, die eine erhebliche Gefahr für heimische Arten und Lebensräume darstellen. “Seit geraumer Zeit gibt es bereits eine Ballastwasser-Konvention, doch ist diese in den meisten Anrainerstaaten noch immer nicht ratifiziert, unter anderem auch nicht von Deutschland”, erläutert Lamp.

Die Belastung mit Umweltgiften wie Dioxin oder Polychlorierten Biphenylen (PCBs), die in Heringen oder Lachsen gemessen wird, liegt in einigen Regionen noch immer über den EU-Grenzwerten. Der Meeresexperte fügt aber hinzu, dass die Konzentration in den meisten Gebieten aber noch so niedrig sei, dass für den Menschen keine Gefahr bestehe. “Nur im Bottischen Meerbusen, zwischen Schweden und Finnland, ist die Belastung mittlerweile so hoch, dass dort gefangener Fisch nicht mehr in die EU importiert werden darf”, sagt Lamp.

Trotz dieser alarmierenden Befunde sieht der WWF auch positive Entwicklungen. Deutschland hat bereits 40 Prozent seiner nationalen Gewässer unter Schutz gestellt. Litauen und Lettland gehen mit verschärften Kontrollen erfolgreich gegen kriminelle Fischer vor. Estland hat die Einleitung giftiger Substanzen in die Ostsee sogar erheblich gesenkt.

Dies ist eine Presseaussendung von pressetext.de / Erik Staschöfsky.

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Das Krähennest meldet: Wale gesichtet am 14. August 2008

Wittmund, 14. August 2008 (cetacea.de)

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineBei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 14. August 2008 haben wir folgende Nachrichten über Wale und Delfine gefunden.

Die aktuelle Einschätzung der Weltnaturschutzunion IUCN zur Bedrohungssituation der Walarten zieht auch heute noch durch die Presse. Nachdem am Tag 1 der Veröffentlichung die Belebung der Buckelwal- und Südkaperbestände im Fokus stand, kommen heute noch die zu Wort, die den Bericht bis zum Ende gelesen haben (WDCS).

Über das Schweinswal-Watching in der Flensburger Förde schreibt das FLENSBURGER TAGEBLATT.

Die US-Marine hat eingewilligt, den Einsatz von Sonar-Geräten aus Rücksicht auf Wale und andere Meerestiere künftig zu begrenzen. Ein Gericht in San Francisco habe eine entsprechende Einigung zwischen der Marine und Umweltschützern nach einem jahrelangen Gerichtsstreit angenommen (nachrichten.ch oder The New York Times).

Der Buckelwal “Bucki” hat zwischendurch Warnemünde besucht (MVregio), und wurde danach dann wieder vor Rügen gesichtet (MVregio).

Internationale Nachrichten Einen ganz besonderen Kindergarten haben Wissenschaftler an der australischen Westküste entdeckt. Etwa 600 Buckelwale haben zusammen mit ihren Kälbern eine geschützte Bucht aufgesucht (Monsters and Critics).

Im Südwesten Australiens, in der Flinders Bucht nahe Augusta, wurde ein weißes Südkaperkalb entdeckt (The West Australian).

Trotz sorgfältiger Prüfung, kann Cetacea.de keine Verantwortung für die Inhalte fremder Internetseiten übernehmen.

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Schweinswale im Fehmarnbelt gefährdet

Berlin/München/Quickborn, 25. Juli 2008 (NABU, GRD, GSM)

Baugrunduntersuchung gefährdet das Meeresschutzgebiet „Fehmarnbelt“. Meeressäugetiere und ihr Nachwuchs werden aus ihrem Lebensraum vertrieben.

NABU, GRD und GSM protestieren scharf gegen die geplante vierwöchige Baugrunduntersuchung in einem ca. 40 Quadratkilometer großen Korridor zwischen den Inseln Fehmarn (D) und Lolland (DK). Wissenschaftler des dänischen Umweltforschungsinstituts NERI haben das Gebiet um den Fehmarnbelt erst vor kurzem als ganzjährig wichtigen Schweinswal-Lebensraum identifiziert. Der Belt ist demnach eines der drei wichtigsten Schweinswalgebiete in Deutschland und erfüllt zudem eine zentrale Korridorfunktion zwischen den im Bestand stark zurückgehenden westlichen und dem fast ausgestorbenen östlichen Schweinswalvorkommen. Wird das Gebiet über einen langen Zeitraum erheblich mit Lärm belastet, geraten junge Schweinswalkälber in Gefahr. (weiterlesen…)

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Das Krähennest meldet: Wale gesichtet am 7. Juli 2008

Wittmund, 7. Juli 2008 (cetacea.de)

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineBei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 7. Juli 2008 haben wir folgende Nachrichten über Wale und Delfine gefunden.

Die Lübecker SPD setzt sich gegen die geplante Fehmarnbeltbrücke ein. Zugvögel und Schweinswale sind von dem Projekt bedroht (SPD Lübeck). +++ Die Bundesregierung will den Bau von Offshore-Windenergieanlagen vorantreiben (Ostseezeitung).

Im WDCS Blog diskutiert Nicolas Entrup die aktuelle Situation der IWC, fordert Reformen und äußert Gedanken zur Zukunft der IWC. Lesenswert!

Internationale Nachrichten
Grönland ist weiter auf Walfangkurs. Für Narwale und Belugas wurden für das kommende Jahr Quoten verabschiedet, die in vielen Gebieten über den Empfehlungen der Biologen vom Institute for Natural Resources liegen. Der Fang von Narwalen und Belugas wird nicht von der IWC reguliert. Kann dies eine Retourkutsche für die Weigerung der IWC sein, die Fangquote für Großwale zu erhöhen? (Sermitsiaq avis).

Eine Studie der Universität Exeter und des Cornwall Wildlife Trust hat einen Anstieg tot aufgefundener Wale und Delphine an den Stränden Cornwalls festgestellt. In den letzten acht Jahren gab es einen starken Anstieg von Strandungen. Nachdem die Wissenschaftler Daten aus fast 100 Jahren analysiert haben, glauben sie, dass eine zunehmend intensivere Fischerei Anteil an den Strandungen haben kann. Die Untersuchung ist in der Fachzeitschrift Biodiversity and Conservation erschienen: LEENEY, R. H., R. AMIES, A. C. BRODERICK, M. J. WITT, J. LOVERIDGE, J. DOYLE u. B. J. GODLEY (2008):
Spatio-temporal analysis of cetacean strandings and bycatch in a UK fisheries hotspot.
Biodiversity and Conservation, DOI: 10.1007/s10531-008-9377-5
(University of Exeter).

Frank Fish und Kollegen haben sich Flipper, Finnen und Fluken näher angeschaut und halten die für weit bessere Modelle für Propeller oder Windräder als das, was die Ingenieure bisher entwickelt haben.
FISH, F. E., L. E. HOWLE u. M. M. MURRAY (2008):
Hydrodynamic flow control in marine mammals .
Integr. Comp. Biol., DOI: 10.1093/icb/icn029 (ScienceDaily).

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Offshore-Windkraft: „Techno-Lärm“ in der Wal-Kinderstube

Neumünster, München, Quickborn, 29. Mai 2008 (NABU, GRD, GSM)

Beim Lärmschutz auf dem Meer besteht in Dänemark und Deutschland erheblicher Nachholbedarf.

Mitte Mai begannen die Bauarbeiten für den dänischen Windpark „Horns Rev 2“ westlich von Blåvands Huk. Was der Umwelt nutzen soll, schadet Meeressäugern wie dem Schweinswal, stellen die Umweltorganisationen GRD, GSM und NABU fest: Rammen, die die 91 Fundamentpfähle der Anlagen in den Boden treiben sollen, erzeugen erheblichen Lärm. Unter Wasser werden Schalldrücke von bis zu 235 dB erreicht. Der Zeitpunkt für die Arbeiten ist denkbar ungünstig gewählt – für Schweinswale steht die Geburt ihrer Jungen unmittelbar bevor. Auch die Bundesrepublik verzichtet häufig auf technisch möglichen Schallschutz auf See. (weiterlesen…)

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Großer Lauschangriff auf kleine Weser-Wale!

München/Brake, 30. April 2008 (GRD)

Bei der Suche nach den Schweinswalen in der Weser kommen in diesem Jahr erstmals High-Tech-Lauschdetektoren zum Einsatz. Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) und die Untere Naturschutzbehörde Brake haben in der Weser Unterwasser-Mikrophone installiert, die die Laute der kleinen Wale aufzeichnen.LOGO GRD

Doch High-Tech allein reicht nicht, wenn es gilt, die flinken Meeressäuger aufzuspüren und mehr über die Anzahl der Wale und ihre bevorzugten Gebiete zu erfahren. Erneut bitten GRD und Untere Naturschutzbehörde Brake alle Fährfahrer, Segler, Kanufahrer, Bootsfahrer, Anwohner und Spaziergänger, die Augen offen zu halten und Schweinswalsichtungen zu melden. Die Weserfähre GmbH unterstützt diese Aktion tatkräftig, informiert auf ihren Fährschiffen über die Weser-Wale und hat sogar einen Fotowettbewerb für das schönste Schweinswalfoto ausgeschrieben. (weiterlesen…)

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