Archiv des Tags ‘WWF’

Unterwasserhupe zum Schutz der Meeressäuger

Boca Raton, 20. Mai 2009 (pte)

Zu viele tödliche Kollisionen von Tieren mit Schiffen

Mit einem akustischen Warnsignal wollen Forscher der Florida Atlantic University Meeressäuger wie etwa Seekühe oder Wale vor Kollisionen mit Schiffen warnen. Einige der Tiere wie etwa der stark gefährdete Atlantische Nordkaper, ein Glattwal, kollidieren sehr häufig mit Schiffen. Experten gehen davon aus, dass mindestens ein Drittel der in den vergangenen Jahrzehnten getöteten Glattwale, Opfer von Zusammenstößen mit Schiffen wurden. Da die Tiere herannahende Schiffe viel zu spät hören, soll nun moderne Technologie nachhelfen. (weiterlesen…)

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Öl-Multis bedrohen Grauwale

Frankfurt, 20. April 2009 (wwf)

Öl-Konzerne bedrohen die letzten 130 Westpazifischen Grauwale. / BP und Exxon verweigern Gespräche mit Expertengruppe.

Grauwal © Jean-Jacques Ruchtie

Grauwal (Eschrichtius robustus) © Jean-Jacques Ruchtie

Vor der Ostküste der russischen Insel Sachalin geraten die letzten rund 130 Westpazifischen Grauwale zunehmend unter Druck, denn dort entsteht derzeit das weltweit größte Öl- und Gasförderprojekt. Erste Folgen sind bereits absehbar: Im vergangenen Jahr wurden deutlich weniger Grauwale gezählt als üblich. (weiterlesen…)

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Island plant Waljagd

Frankfurt, 19. Februar 2009 (WWF)

Islands Fischereiminister bestätigt Fangquoten. – WWF: „Entscheidung ist ein Skandal.“

Zwergwal, © Jürgen Freund WWF-Canon

© Jürgen Freund / WWF-Canon

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WWF warnt: Ostsee in schlechtem Zustand

Stralsund, 28. August 2008 (pte)

Eingeleitete Nährstoffe sorgen für starkes Algenblühen

Die Maßnahmen zum Schutz der gefährdeten Ostsee sind in allen neun Anrainer-Staaten “mangelhaft”. Zu diesem Ergebnis kommt ein heute beim Stockholmer Ostsee-Festival veröffentlichter Ländervergleich des WWF. Darin untersucht der WWF die Fortschritte, die die Staaten im Kampf gegen die Zerstörung von Lebensräumen, die Überfischung, die Einleitung von Umweltgiften, die Folgen der Schifffahrt sowie bei der Einführung von Schutzgebieten erreicht haben. “Die Politik hat bislang in weiten Teilen versagt. Die Regierungen gleichen Ärzten, die dem todkranken Patienten Ostsee trotz eindeutiger Diagnose die rettende Medizin verweigern”, kritisiert Jochen Lamp, Leiter des WWF-Ostseebüros in Stralsund, im pressetext-Gespräch.

Das zweite Ostsee-Länderranking des WWF untersucht die bislang umgesetzten Maßnahmen zum Meeresschutz in Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Schweden und Russland. Bei einem ersten Vergleich, der im Sommer 2007 veröffentlicht wurde, hatte die Umweltstiftung den gesetzlichen Rahmen für den Ostseeschutz in den Ländern unter die Lupe genommen.

Das beste Ergebnis des neuen Staatenvergleichs erzielte Deutschland, das knapp die Hälfte der vom WWF geforderten Schutzmaßnahmen verwirklicht hat. Am Ende der Rangliste liegt Polen mit einer Umsetzungsquote von nur 25 Prozent. “Das Ergebnis ist sehr ernüchternd, weil kein Land die Ostsee umfassend schützt. Wir brauchen Bundesliga-Format, um dieses einzigartige Meer zu retten. Dass Deutschland jetzt Tabellenführer auf Kreisliganiveau ist, kann kein Ruhekissen sein”, so Lamp. Handlungsbedarf bestehe vor allem in der Fischereipolitik, beim Kampf gegen Umweltgifte und bei der Regulierung der Schifffahrt.

Die Arten- und Lebensraumvielfalt der Ostsee stehe auf dem Spiel, warnt der WWF. Jedes Jahr werden über eine Mio. Tonnen Nährstoffe eingeleitet, die wie in diesem Jahr unnatürlich starke Algenblüten verursachen. Eine dramatische Folge: Schon auf 42.000 Quadratkilometern des Meeresbodens, einer Fläche von nahezu der Größe Dänemarks, herrscht dauerhaft Sauerstoffmangel. Ähnliche Prozesse lassen sich derzeit auch im Golf von Mexiko beobachten. Dort droht eine Fläche der Größe von Hessen zum sauerstoffarmen Gebiet zu verkommen (pressetext berichtete). “Durch das intensive Düngen in den Spätfrühlingsmonaten gelangen alljährlich große Mengen von Düngemittel in die Meere”, erläutert Bernd Maierreimann vom Max-Planck-Institut Hamburg auf pressetext-Nachfrage.

Zahlreiche Meerestiere wie zum Beispiel der Schweinswal in der südlichen Ostsee sind gefährdet. Die Kapazität der Fangflotten liegt um 30 bis 40 Prozent über dem Niveau einer nachhaltigen Fischerei. Gesetzliche Regelungen greifen nicht, so wird etwa jeder zweite Dorsch illegal gefangen. Durch Schiffs-Ballastwasser wurden bereits mehr als 100 fremde Arten in die Ostsee eingeschleppt, die eine erhebliche Gefahr für heimische Arten und Lebensräume darstellen. “Seit geraumer Zeit gibt es bereits eine Ballastwasser-Konvention, doch ist diese in den meisten Anrainerstaaten noch immer nicht ratifiziert, unter anderem auch nicht von Deutschland”, erläutert Lamp.

Die Belastung mit Umweltgiften wie Dioxin oder Polychlorierten Biphenylen (PCBs), die in Heringen oder Lachsen gemessen wird, liegt in einigen Regionen noch immer über den EU-Grenzwerten. Der Meeresexperte fügt aber hinzu, dass die Konzentration in den meisten Gebieten aber noch so niedrig sei, dass für den Menschen keine Gefahr bestehe. “Nur im Bottischen Meerbusen, zwischen Schweden und Finnland, ist die Belastung mittlerweile so hoch, dass dort gefangener Fisch nicht mehr in die EU importiert werden darf”, sagt Lamp.

Trotz dieser alarmierenden Befunde sieht der WWF auch positive Entwicklungen. Deutschland hat bereits 40 Prozent seiner nationalen Gewässer unter Schutz gestellt. Litauen und Lettland gehen mit verschärften Kontrollen erfolgreich gegen kriminelle Fischer vor. Estland hat die Einleitung giftiger Substanzen in die Ostsee sogar erheblich gesenkt.

Dies ist eine Presseaussendung von pressetext.de / Erik Staschöfsky.

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Den Walen wird´s zu heiß

Frankfurt, 19. Juni 2008 (wwf)

Zum Auftakt der 60. IWC in Santiago de Chile (23.-27. Mai) präsentiert der WWF eine Studie und zeigt wie der Klimawandel viele Meeressäuger auf der Südhalbkugel bedroht.

WWF Vor Beginn der 60. Tagung der Internationalen Walfangkommission IWC vom 23. bis 27. Juni in Santiago de Chile schlägt der WWF in einer neuen Studie Alarm: Der fortschreitende Klimawandel gefährdet viele ohnehin bereits bedrohte Walarten zusätzlich. Besonders betroffen sind wandernde Walarten der südlichen Erdhalbkugel, die in Kaltwasserregionen ihre wichtigsten Nahrungsquellen haben. „Die Wale in den südlichen Ozeanen trifft der Klimawandel genauso stark wie die Eisbären am Nordpol“, sagt WWF-Walexperte Volker Homes. „In 35 Jahren wird ihr Lebensraum um bis zu ein Drittel geschrumpft sein, und sie werden für weniger Futter immer weitere Strecken auf sich nehmen müssen.“ Selbst wenn alle anderen Bedrohungsfaktoren gestoppt würden, werde ein ungebremster Klimawandel viele Wale das Leben kosten. (weiterlesen…)

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Walfleisch: Trotz Verbot reger Handel

London, 3. Juni 2008 (pte)

Nachfrage nach Walfleisch in Island und Norwegen gering

Isländische und norwegische Unternehmen haben begonnen, 60 Tonnen Walfleisch von der Fangsaison 2006 nach Japan zu exportieren, berichtet BBC-Online. Für Umweltorganisationen ist dies ein Schritt in die falsche Richtung, denn damit werde der Grabenbruch zwischen Walfangnationen und Gegnern nur noch größer. Das Argument Norwegens und Islands, wonach Walfang deshalb nötig sei, weil im eigenen Land die Nachfrage nach dem Produkt so groß sei, werde damit zerstreut, meint Sue Lieberman, Walfang-Expertin beim WWF. (weiterlesen…)

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Hoffnung für die Amazonas-Delfine?

Frankfurt, 12. März 2008 (wwf)

Umfassende Flussdelfin-Zählung belegt eine Verbreitung in allen geeigneten Flüssen

Nach sieben aufwändigen Forschungsexpeditionen stehen die Ergebnisse der bislang weltweit größten Flussdelfin-Zählung fest: Insgesamt registrierten vom WWF finanzierte Forschungsteams in Südamerika über einen Zeitraum von knapp zwei Jahren 3.188 Exemplare der gefährdeten rosa und grauen Amazonas-Flussdelfine. WWF-Experte Petr Obrdlik: „Wir sind sehr erleichtert, dass wir trotz Wasserverschmutzung, Jagd und dem Bau riesiger Wasserstraßen und Dämme noch in allen geeigneten Verbreitungsgebieten beachtliche Populationen gefunden haben.“ Alles in allem schätzt man den Bestand der Amazonas-Flussdelfine auf mehrere zehntausend Tiere. (weiterlesen…)

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