Dänemark: Drama um in Eis eingeschlossenen Schweinswal

von | cetacea.de | Wittmund | 10. Februar 2010

Ein Schweinswal saß im Limfjord (Dänemark) im Eis fest und ist nun verschwunden. Rettungsversuche sind gescheitert.

Seit dem 31. Januar saß ein Schweinswal im Limfjord im nördlichen Dänemark fest. Der Limfjord ist ein verschlängeltes Fjordsystem, das Nord- und Ostsee verbindet. Es trennt den nördlichsten Teil Dänemarks vom Festland ab, so dass dieser eigentlich als Insel bezeichnet werden kann. Durch die anhaltend tiefen Temperaturen sind große Teile des Limfjordes zugefroren.

Schweinswal mit Schwan, © Dorthe Stougaard

Für Meeressäuger, die regelmäßig an die Wasseroberfläche kommen müssen, um Luft zu atmen ist das eine bedrohliche Situation. Obwohl Schweinswale eigentlich nicht im Limfjord vorkommen, gibt es doch hin und wieder einzelne Sichtungen. Zuletzt berichtete Carl Boysen dem dänischen Meeressäuger-Informations-Portal Hvaler.dk per Email, dass seit Ostern 2009 mehrfach zwei Schweinswale im Limfjord beobachtet werden konnten.

WeiterlesenDänemark: Drama um in Eis eingeschlossenen Schweinswal

Narwale: Der stille Tod im Eismeer

von | gsm | Quickborn | 4. Dezember 2008

Es sind grausige Vorgänge in der Arktis dieser Tage. In den letzten Novembertagen 2008 töteten Inuit-Jäger etwa 500 Narwale, die sich an zu wenigen Atemlöchern drängten und nach Luft schnappten. Die Jäger selbst und die kanadischen Behörden nennen es einen Akt des Humanismus, die Tiere zu töten bevor sie ersticken, weil bald auch die restlichen Luftlöcher zufrieren werden.

Die Tiere, deren männliche Exemplare ein gedrehtes Elfenbeinhorn auf dem Kopf tragen und deshalb auch die Einhörner der Meere genannt werden, waren vermutlich bei ihrer jährlichen Wanderung nach Süden am Pond Inlet nördlich von Baffin Island vom Eis eingeschlossen und vom offenen Wasser getrennt worden. Erst am 15. November wurden die verzweifelten Tiere von einheimischen Jägern entdeckt. Nur etwa 20 Atemlöcher, meist nicht größer als ein Schreibtisch, waren für 500 Wale übrig geblieben, und in ihrer Gier nach Luft schoben große Bullen gleichzeitig atmende Kälber durch so ein Loch aus dem Wasser nach oben aufs Eis.

WeiterlesenNarwale: Der stille Tod im Eismeer