Wale – Erfolgreich im Wasser nach Genverlust

von Katrin Boes | MPI-CBG | Dresden | 27. September 2019

Fluke eines Buckelwales

Wale und Delfine verbringen ihr ganzes Leben im Meer. Sie haben sich aber ursprünglich aus Landbewohnern entwickelt, die vor etwa 50 Millionen Jahren lebten. Dieser Wechsel vom Land zum Wasser war von tiefgreifenden anatomischen, physiologischen und verhaltensbezogenen Anpassungen begleitet. Diese Anpassungen zeigen sich auch im Erbgut. Forscher aus Leipzig und Dresden haben nun 85 Genverluste dokumentiert. Einige Genverluste haben den Walen wahrscheinlich geholfen, sich an ihre neue Umgebung anzupassen.

Grauwale sind Furchenwale und andere Erkenntnisse der Genomsequenzierung

von | Senckenberg | Frankfurt am Main | 5. April 2018

Wissenschaftler der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, der Goethe-Universität und der Universität Lund haben erstmals das komplette Erbgut des Blauwals sowie drei weiterer Furchenwalarten entziffert. Das Genom der Wale ermöglicht es, die Evolutionsgeschichte des größten Tieres der Welt und seiner Verwandten detailliert nachzuvollziehen. Überraschenderweise zeigt es, dass sich verschiedene Furchenwalarten im Lauf ihrer Geschichte miteinander gepaart haben.

Wandel bei den Walen: Zur Entstehung der Bartenwale

von | cetacea.de | Wittmund | 15. Oktober 2010

Zu den Bartenwalen gehören die gewaltigsten Tiere, die jemals auf der Erde gelebt haben. Wie kam es zur Entwicklung dieser riesigen Lebewesen? Welche Forscher haben sich an die detektivische Arbeit gemacht und mit Hammer, Meißel und Pinsel unbekannte Wale aus altem Gestein freigelegt? Der Experte für fossile Wale Johannes Albers beschreibt in seinem Aufsatz „Ohne Zähne im Oligozän“ die aktuellen Erkenntnisse zum Aufkommen zahnloser Bartenwale.

In seinem Artikel „Bartenwale mit Zähnen“ hat Johannes Albers dargelegt, wie kontinentale Umformungen im Paläogen (vor 65,5 – 23 Mio. Jahren) zu neuen Kaltwasserströmungen, dem Auftreten von Plankton und schließlich zur Verbreitung der Bartenwale beigetragen haben.

Im neuen Aufsatz „Ohne Zähne im Oligozän“ geht es nun um die Bartenwale, die – wie wir es von den rezenten Bartenwalen kennen – statt Zähnen Barten im Maul trugen. Der älteste bekannte zahnlose Bartenwal, belegt durch ein Fundstück aus dem US-Bundesstaat Washington, hat im Eozän vor 34 – 35 Millionen Jahren gelebt. Johannes Albers beschreibt weltweite Fundstätten von zahnlosen Bartenwalen und schildert wichtige Etappen der Erforschungsgeschichte. Ein besonderes Augenmerk richtet er auf die neuseeländischen Beiträge zur Erforschung dieser Tiere.

Im Wadi der Wale

Über fossile Wale handelt auch ein Artikel in der Oktober-Ausgabe von National Geographic Deutschland: „Im Wadi der Wale“, S. 140 – 159. Dazu berichtet Johannes Albers:

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Bartenwale mit Zähnen

von | cetacea.de | Wittmund | 10. November 2008

Eine neuer Artikel in unserer Rubrik „Palaeocetologie“ bringt Licht ins Dunkel der Evolution der Bartenwale. Johannes Albers berichtet über frühe Bartenwale, die keine Barten sondern Zähne trugen.

Janjucetus hunderi. © Markus Felix Bühler
Janjucetus hunderi. © Markus Felix Bühler

Unter heutigen Walen stellt sich die Unterscheidung zwischen den Zahnwalen und den Bartenwalen einfach dar. Schon die Bezeichnungen drücken aus, worauf es ankommt: Zahnwale tragen Zähne im Maul, Bartenwale hingegen fransige Hornlamellen (Barten) im Oberkiefer.

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Walschutzgebiet in Chile, Quecksilber in Delfinfleisch und mehr

von | cetacea.de | Wittmund | 12. September 2008

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineBei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 12. September 2008 haben wir folgende Nachrichten über Delfintherapie, das chilenische Walschutzgebiet, Waljagd auf Lamalera, Proteste gegen die Fehmarnbeltbrücke, die Evolution der Fluke bei Walen und Quecksilber in Delfinfleisch gefunden.

Wirkt Delfintherapie? Und wenn ja, warum? Der Delfintherapie-Experte der WDCS Dr. Karsten Brensing sieht in der Delfintherapie vor allem eine teure, tierbelastende Augenwischerei. Er geht den Versprechungen der (gut bezahlten) Therapeuten auf den Grund. Irene Habich hat sich für die Welt die „Therapie mit Flipper“ vorgenommen und berichtet von Versprechungen, Planungen und der Kritik der Delfintherapie.

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