Narwale: Der stille Tod im Eismeer

von | gsm | Quickborn | 4. Dezember 2008

Es sind grausige Vorgänge in der Arktis dieser Tage. In den letzten Novembertagen 2008 töteten Inuit-Jäger etwa 500 Narwale, die sich an zu wenigen Atemlöchern drängten und nach Luft schnappten. Die Jäger selbst und die kanadischen Behörden nennen es einen Akt des Humanismus, die Tiere zu töten bevor sie ersticken, weil bald auch die restlichen Luftlöcher zufrieren werden.

Die Tiere, deren männliche Exemplare ein gedrehtes Elfenbeinhorn auf dem Kopf tragen und deshalb auch die Einhörner der Meere genannt werden, waren vermutlich bei ihrer jährlichen Wanderung nach Süden am Pond Inlet nördlich von Baffin Island vom Eis eingeschlossen und vom offenen Wasser getrennt worden. Erst am 15. November wurden die verzweifelten Tiere von einheimischen Jägern entdeckt. Nur etwa 20 Atemlöcher, meist nicht größer als ein Schreibtisch, waren für 500 Wale übrig geblieben, und in ihrer Gier nach Luft schoben große Bullen gleichzeitig atmende Kälber durch so ein Loch aus dem Wasser nach oben aufs Eis.

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