Schutzbemühungen erfolgreich: Mehr Mekong-Delfine gezählt

von | wwf | Berlin | 23. April 2018

Gute Nachrichten aus Kambodscha: Der Bestand der stark bedrohten Mekong-Delfine hat sich nach einem jahrzehntelangen Rückgang erstmals wieder erhöht. Wie ein Zensus des WWF und der kambodschanischen Regierung ergab, stieg ihre Zahl innerhalb von zwei Jahren von 80 auf 92 Individuen. Als Hauptgründe nennen die Umweltschützer den erfolgreichen Kampf gegen illegale Fischerei und die Entfernung von Stellnetzen mit einer Gesamtlänge von fast 360 Kilometern, in denen sich die Tiere verfangen und dann ertrinken.

Neues Warngerät schützt Schweinswale

von Tassilo Frhr. v. Leoprechting | BLE | Bonn | 20. März 2018

Beifangrate reduzieren, Artenvielfalt erhalten und gleichzeitig Wirtschaftlichkeit gewährleisten – das sind wesentliche Aspekte einer nachhaltigen Fischereiwirtschaft. In einem Forschungsprojekt wurde ein neuartiges akustisches Warngerät entwickelt und bereits erfolgreich erprobt. Dieses Warngerät reduzierte den Beifang von Schweinswalen in der ersten Testphase um 70 Prozent. In einer zweiten Phase erfolgt nun der Praxistest in der Nordsee und im Nordatlantik.

Spektakuläre Bilder: Der Blaue Planet startet im deutschen Fernsehen

von Jan Herrmann | WDR / Cetacea.de | | 16. Januar 2018

Leuchtende Tiefsee, extreme Küstenregionen, faszinierende Korallenriffe: Die ARD zeigt ab dem 19. Februar montags von 20.15 bis 21.00 Uhr die beeindruckende sechsteilige BBC/WDR-Dokuserie „Der Blaue Planet“. Das Publikum erwartet eine magische Reise in die Welt der Meere und ihrer Bewohner, zu der die Musik von Hollywood-Legende Hans Zimmer und die Erzählweise von Schauspieler Axel Milberg erheblich beitragen.

Großer Erfolg in Großbritannien

Die Ausstrahlung von Blue Planet II hat ab Oktober 2017 in Großbritannien für großes Interesse gesorgt. Die einzelnen Episoden hatten jeweils mehr als 10 Millionen Zuschauer. Das Medienecho war enorm. Nun kommt die Naturdokumentation nach Deutschland.

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Akustisches Warngerät PAL schützt Schweinswale vor Stellnetzen

von | thünen | Rostock | 28. Dezember 2016

Immer wieder kommt es vor, dass sich Schweinswale in der Ostsee in Stellnetzen von Fischern verfangen und ertrinken. Ein neues Warngerät hat jetzt nach mehrjährigen Versuchsreihen sehr vielversprechende Ergebnisse geliefert: Die Schweinswal-Beifänge ließen sich in der westlichen Ostsee mithilfe dieses Geräts um mehr als 80 % verringern. Im Dezember 2016 stellte das Entwicklungs- und Erprobungsteam der Firma F3 (Heikendorf) gemeinsam mit TB Conrad (Schwedeneck) und dem Thünen-Institut für Ostseefischerei (Rostock) die Ergebnisse im Schleswig-Holsteinischen Umweltministerium (MELUR) in Kiel vor.

Schweinswale: Bitte Ruhe bei Tisch

von | tiho | Hannover | 30. Mai 2016

Extremes Jagdverhalten macht Schweinswale anfällig für Störungen. Internationales Wissenschaftlerteam veröffentlicht Studie über Fressgewohnheiten.

Schweinswale zählen zu den kleinsten und am weitesten verbreiteten maritimen Säugetieren. Aufgrund ihrer geringen Größe von etwa anderthalb Metern und einem Gewicht von durchschnittlich 50 Kilogramm, müssen sie, um in den vergleichsweise kalten Gewässern, in denen sie heimisch sind, ausreichend Nahrung zu sich nehmen, damit sie ihre Körpertemperatur aufrecht erhalten können. Eigentlich leben eher größere Wale in kalten Gewässern – aufgrund ihrer Körpermasse ist es für sie leichter, nicht zu unterkühlen.

Schweinswal mit Saugnapf-Rekorder. Foto: Monika Dyndo, Fjord & Bælt Centre

Bisherige Studien mit Sendern ließen darauf schließen, dass Schweinswale unregelmäßig fressen. Diese Erkenntnis passte aber nicht zu den vielen kleinen Fischen, die in den Mägen gestrandeter Schweinswale gefunden wurden. In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Current Biology berichten Wissenschaftler aus Deutschland, Dänemark und Schottland, dass Schweinswale Tag und Nacht durchgehend kleine Fische mit weniger als fünf Zentimetern Länge jagen. Sie fangen etwa 3.000 Fische am Tag. Das entspricht einer Erfolgsrate von über 90 Prozent – Schweinswale gehören damit zu den erfolgreichsten bekannten Raubtieren.

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Lebewohl für den Kalifornischen Hafenschweinswal?

von | wwf | Berlin / San Felipe | 14. Mai 2016

Der kleinste Wal der Welt ist zugleich der seltenste. Es ist der kalifornische Schweinswals, besser bekannt als „Vaquita“. Nur noch 60 Exemplare wurden bei einer aktuellen Zählung vor der Küste Mexikos im Norden der Bucht von Kalifornien gesichtet. „Die Tiere leben nirgendwo sonst auf der Welt. Deshalb ist das Ergebnis der aktuellen Zählung ein Alptraum. Der Countdown für die Vaquitas Marinas, läuft offenbar noch schneller als ohnehin befürchtet“, beschreibt Stephan Lutter vom WWF Deutschland die aktuelle Situation. Wenn es jetzt nicht gelingt, einen wirksamen Schutz der letzten Exemplare durchzusetzen, ist das das Todesurteil für die Art.“

Vaquita im Golf von Kalifornien. Bild: Paula Olson (NOAA)
Vaquita im Golf von Kalifornien. Bild: Paula Olson (NOAA)

Sargnagel Fischerei

Wie für viele Kleinwale ist auch für die Vaquitas die Fischerei die größte Bedrohung. Die Fischer machen zwar nicht direkt Jagd auf die Delfine, aber Stellnetze mit sogenannten Kiemennetzen werden für die Wale zur Todesfalle. Die Meeressäuger können die feinen Netze unter Wasser nicht orten, verheddern sich und ersticken innerhalb kürzester Zeit als Beifang. Zwar ist die Fangtechnik schon seit Jahren verboten und das Kerngebiet der Tiere wurde als Schutzgebiet ausgewiesen, doch waren die Kontrollen offenbar nicht streng genug, damit die Schutzmaßnahmen greifen konnten. Immerhin hat die mexikanische Regierung hat in den vergangenen Jahren kräftig in die Tasche gegriffen und mehr als 25 Millionen Dollar investiert, um alternative Einkommensmöglichkeiten für die Fischer zu schaffen. Der WWF unterstützte darüber hinaus die Entwicklung von intelligenten Fischernetzen, die den Beifang reduzieren und die für Delfine Schlupflöcher bieten.

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Mit Schall-Detektoren den Ostsee-Schweinswalen auf der Spur

von | meeresmuseum | Stralsund | 22. Januar 2014

Forscher des Deutschen Meeresmuseums haben mit Hilfe von Unterwasser-Mikrofonen über zehn Jahre hinweg den Bestand der vom Aussterben bedrohten Schweinswale in der deutschen Ostsee ermittelt. Ihre Daten lassen darauf schließen, dass hier zwei Schweinswal-Untergruppen leben, die sich je nach Jahreszeit abwechselnd in der Pommerschen Bucht aufhalten und insgesamt kritische Bestandszahlen aufweisen. Im Hinblick darauf werden dringend konkrete Schutzmaßnahmen für die Tiere gefordert. Ihre Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftler nun im Fachmagazin „Marine Ecology Progress Series“ veröffentlicht.

Ihr Schutz ist längst politisch beschlossen, der Umsetzung jedoch bescheinigen die Forscher ein deutliches „Mangelhaft“. Schweinswale sind die einzige Wal-Art in der deutschen Ostsee und ihr Bestand ist im vergangenen Jahrhundert bis nahe an die Ausrottung zurückgegangen. Sowohl notwendige Maßnahmen zum Schutz der Tiere als auch deren Anzahl und Verbreitung waren Inhalt dieser weltweit einmaligen Langzeitstudie des Deutschen Meeresmuseums und des Bundesamts für Naturschutz. Dafür wurden bereits im Jahr 2002 zwölf Unterwasser-Mikrofone (sog. PODs) in verschiedenen Gebieten der deutschen Ostsee ausgebracht. Diese zeichneten kontinuierlich die typischen Laute der Schweinswale auf, um die Anwesenheit der Tiere in den verschiedenen Regionen überwachen zu können.

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ECS-Konferenz: Wie bedrohte Wale schützen?

von | cetacea.de | Stralsund | 23. März 2010

In seinem Eröffnungsvortrag hat der deutsch-amerikanische Meeresbiologe Professor Bernd Würsig bedrohte Walarten und Populationen weltweit vorgestellt.

ECS Konferenz mit über 450 Teilnehmern

Über 450 Biologen und Tierärzte, aber auch einige walinteressierte Laien sind in Stralsund zusammengekommen, um sich drei Tage lang über aktuelle Forschungsergebnisse und geeignete Schutzmaßnahmen auszutauschen. Der Direktor des Meeresmuseums Dr. Harald Benke hat die Konferenz mit sichtlicher Freude eröffnet. Kein Wunder, ist er doch selber passionierter Walforscher und hat mit dem fast zwei Jahre alten Ozeaneum auch eine tolle Einrichtung zu präsentieren.

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Hilft der Walfang der Fischerei?

von | pte | Salt Lake City/Wien | 13. Februar 2009

Eine Studie widerlegt die Hypothese, dass Großwale in tropischen Gewässern der Fischerei die Fische wegfressen

In den vergangenen Jahren haben Japan und andere Walfangnationen vermehrt behauptet, dass Wale in Hinblick auf Nahrungsressourcen in direkter Konkurrenz zur Fischerei stünden und Schuld seien am Rückgang und teilweisem Zusammenbruch von Fischbeständen. Aus diesem Grund, so argumentieren Walfangsbefürworter häufig, sei die Dezimierung von Walbeständen ein geeignetes Mittel, um Fischfangmengen zu erhöhen.

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