Klimawandel bedroht Überleben der Delfine

von Beat Müller | Universität Zürich | Zürich | 1. April 2019

Große Tümmler in Westaustralien haben nach einer Hitzewelle im Meer deutlich weniger Junge zur Welt gebracht als in den Jahren zuvor. Wie Forscherinnen und Forscher der Universität Zürich (UZH) zeigen, hat der Klimawandel einen weitreichenden Einfluss auf den Schutz maritimer Säugetiere.

Spektakuläre Bilder: Der Blaue Planet startet im deutschen Fernsehen

von Jan Herrmann | WDR / Cetacea.de | | 16. Januar 2018

Leuchtende Tiefsee, extreme Küstenregionen, faszinierende Korallenriffe: Die ARD zeigt ab dem 19. Februar montags von 20.15 bis 21.00 Uhr die beeindruckende sechsteilige BBC/WDR-Dokuserie „Der Blaue Planet“. Das Publikum erwartet eine magische Reise in die Welt der Meere und ihrer Bewohner, zu der die Musik von Hollywood-Legende Hans Zimmer und die Erzählweise von Schauspieler Axel Milberg erheblich beitragen.

Großer Erfolg in Großbritannien

Die Ausstrahlung von Blue Planet II hat ab Oktober 2017 in Großbritannien für großes Interesse gesorgt. Die einzelnen Episoden hatten jeweils mehr als 10 Millionen Zuschauer. Das Medienecho war enorm. Nun kommt die Naturdokumentation nach Deutschland.

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Schwertwale nutzen die Eisschmelze in der Arktis

von | wwf | Hamburg | 16. September 2015

Schwertwale vor Norwegen. Bild: Alan Brookland, CC BY-NC 2.0
Schwertwale vor Norwegen. Bild: Alan Brookland, CC BY-NC 2.0

Die Eisschmelze im Nordpolarmeer hat in diesem Jahr wieder dramatische Ausmaße angenommen. Nach heute veröffentlichten Zahlen schrumpfte die Eisfläche der Arktis auf 4,41 Millionen Quadratkilometer, das ist der viert-niedrigste Stand seit Beginn der Satellitenmessungen.

Der durch den Klimawandel beschleunigte Rückgang des Meereises führ zu schwerwiegenden Veränderungen im arktischen Ozean. Fische in der Barentssee wandern nach Norden ab, bis zu 160 Kilometer pro Dekade. Auch neue Arten stoßen ins zunehmend eisfreie Terrain vor: In der Kanadischen und Norwegischen Arktis werden vermehrt Orcas gesichtet. „Wenn neue große Raubtiere wie Orcas einwandern, können sie das gesamte Ökosystem des arktischen Ozeans verändern“, warnt Dr. Sybille Klenzendorf vom WWF-Arktisprogramm. Die neuen Räuber machen Jagd auf andere Meeressäuger von Robben bis zum Grönlandwal.

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Meer ohne Wiederkehr – Auch bei Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes befürchten Forscher grundlegenden Wandel der Ozeane

von | awi | Bremerhaven | 3. Juli 2015

Die Weltmeere brauchen eine sofortige und umfassende Reduktion der Treibhausgas-Emissionen durch den Menschen. Anderenfalls können weiträumige und größtenteils unumkehrbare Schäden im Lebensraum Meer eintreten, von deren Folgen vor allem auch Entwicklungsländer betroffen sein werden.

So lautet das Fazit einer neuen Review-Studie, die heute im Fachmagazin Science erschienen ist. In ihr bewertet das Forscherteam der Ocean 2015-Initiative zum einen die aktuellsten Erkenntnisse zu den Risiken des Klimawandels für die Meere. Zum anderen zeigen die Wissenschaftler auf, wie grundlegend sich die Ökosysteme der Ozeane verändern werden, wenn wir Menschen weiterhin so viel Treibhausgase freisetzen wie bisher.

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ECS-Konferenz: Wie bedrohte Wale schützen?

von | cetacea.de | Stralsund | 23. März 2010

In seinem Eröffnungsvortrag hat der deutsch-amerikanische Meeresbiologe Professor Bernd Würsig bedrohte Walarten und Populationen weltweit vorgestellt.

ECS Konferenz mit über 450 Teilnehmern

Über 450 Biologen und Tierärzte, aber auch einige walinteressierte Laien sind in Stralsund zusammengekommen, um sich drei Tage lang über aktuelle Forschungsergebnisse und geeignete Schutzmaßnahmen auszutauschen. Der Direktor des Meeresmuseums Dr. Harald Benke hat die Konferenz mit sichtlicher Freude eröffnet. Kein Wunder, ist er doch selber passionierter Walforscher und hat mit dem fast zwei Jahre alten Ozeaneum auch eine tolle Einrichtung zu präsentieren.

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ECS-Konferenz: Die unbekannten Delphine des Nordatlantiks

von | cetacea.de | Stralsund | 22. März 2010

Sie leben vor unserer Haustür, sind aber noch weitgehend unbekannt: Der küstennah vorkommende Weißschnauzendelphin und der auf dem offenen Meer zu findende Weißseitendelphin. Ein ECS Workshop hat mit über zwanzig Beiträgen den aktuellen Forschungsstand zusammengetragen und Aussicht auf zukünftige Bemühungen gegeben.

Ozeaneum in Stralsund - Gastgeber für die ECS Workshops

Zur Einleitung hat Carl Kinze (Wal und Mensch Gast 2004) die Erforschungsgeschichte dargestellt. Er hat darüber berichtet wie in der Zeit vor 1846 Weißschnauzendelphine für Große Tümmler oder Gemeine Delphine gehalten wurden. 1846 wurde der Weißschnauzendelphin dann gleich zwei mal fast zeitgleich beschrieben. Mit kleinem Vorsprung durch Edward Gray an einem Tier, dass vor Great Yarmouth (UK) gefangen wurde und kurz hinterher von Daniel F. Eschricht als Delphinus ibsenii von der Westküste Dänemarks. Carl Kinze hat dargelegt, wie sich Falschmeldungen, etwa die eines knapp unter drei Meter langen “Schweinswals”, der in Wirklichkeit ein Weißschnauzendelphin war, in der Populärpresse halten, indem wieder und wieder voneinander abgeschrieben wird.

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Klima: Gute Nahrungsplätze für Wale bald Mangelware

von | pte | Salt Lake City/Wien | 9. Februar 2009

Klimaänderungen bringen Meeressäuger in arge Bedrängnis

 

Ein Südkaper Mutter-Kalb-Paar in flachen Gewässern vor der argentinischen Peninsula Valdes. © John Atkinson
Ein Südkaper Mutter-Kalb-Paar in flachen Gewässern vor der argentinischen Peninsula Valdes. © John Atkinson

(pte/09.02.2009/13:25) – Ein Forscherteam der University of Utah hat festgestellt, dass junge Südliche Glattwale von ihren Müttern lernen, wo es die besten Nahrungsquellen gibt. Nun fürchten die Wissenschaftler, dass Veränderungen der Meeresströmungen die Tiere stark in Bedrängnis bringen könnten. Denn die Regionen, in denen der Krill – die Hauptnahrung der Wale – einst in großen Mengen vorgekommen ist, werden immer kleiner.

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Klimawandel, Diät, ein Besuch bei den Schnabelwalen und mehr

von | cetacea.de | Wittmund | 5. Oktober 2008

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineBei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 6. Oktober 2008 haben wir folgende Nachrichten über Unterwasser-Lärm dank Klimawandel, Neue Delfine in Münster, Walforschung auf der Song of the Whale u.v.m. gefunden.

Der Klimawandel sorgt nicht „nur“ für höhere Temperaturen. Zunehmende CO2 Gehalte in der Luft führen auch zu einer Versauerung der Meere. Das führt nicht nur zum Korallensterben, sondern auch dazu, dass Schall unter Wasser längere Wege zurücklegen kann. Die akustisch ohnehin schon stark belasteten Meeressäuger werden so noch stärker beeinträchtigt (SPIEGEL).

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60. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Santiago de Chile, 23. – 27. Juni 2008: Zusammenfassung und Ergebnisse

von | cetacea.de | Essen | 2. Juli 2008

IWC LogoDie Lage für die großen und kleinen Wale der Welt hat sich auf der Tagung in Chile nicht verbessert.
Die IWC ist mit ihrer eigenen Reformierung befasst: Konsens und Respekt sollten an die Stelle der Grabenkämpfe treten, in denen sich frühere Konferenzen festgefahren hatten. Das Ergebnis war eine neue Art von Stillstand: Sowohl Walfang- als auch Walschutzländer verzichteten darauf, einige strittige Anträge überhaupt zu stellen. Umweltgefahren jenseits der Jagd blieben wieder unterbelichtet.

von JOHANNES ALBERS

Konsens und Kerker
Während die Delegierten der nun 81 IWC-Mitgliedsstaaten sich in Chile um Höflichkeiten bemühten, saßen in Japan zwei Greenpeacer im Gefängnis, weil sie den Skandal aufgedeckt hatten, dass Fleisch von „wissenschaftlich“ erlegten Walen der japanischen Fangflotte systematisch unterschlagen wurde: Mit Wissen hoher Stellen bereicherten sich Crewmitglieder am Verkauf der abgezweigten Ware. Die Schuld der Greenpeacer: Sie lieferten ein Fleischpaket als Beweis an die Staatsanwaltschaft in Tokyo.

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Den Walen wird´s zu heiß

von | wwf | Frankfurt | 19. Juni 2008

Zum Auftakt der 60. IWC in Santiago de Chile (23.-27. Mai) präsentiert der WWF eine Studie und zeigt wie der Klimawandel viele Meeressäuger auf der Südhalbkugel bedroht.

WWF Vor Beginn der 60. Tagung der Internationalen Walfangkommission IWC vom 23. bis 27. Juni in Santiago de Chile schlägt der WWF in einer neuen Studie Alarm: Der fortschreitende Klimawandel gefährdet viele ohnehin bereits bedrohte Walarten zusätzlich. Besonders betroffen sind wandernde Walarten der südlichen Erdhalbkugel, die in Kaltwasserregionen ihre wichtigsten Nahrungsquellen haben. „Die Wale in den südlichen Ozeanen trifft der Klimawandel genauso stark wie die Eisbären am Nordpol“, sagt WWF-Walexperte Volker Homes. „In 35 Jahren wird ihr Lebensraum um bis zu ein Drittel geschrumpft sein, und sie werden für weniger Futter immer weitere Strecken auf sich nehmen müssen.“ Selbst wenn alle anderen Bedrohungsfaktoren gestoppt würden, werde ein ungebremster Klimawandel viele Wale das Leben kosten.

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