Vermutung bestätigt: Ostsee-Schweinswale bilden zwei getrennte Bestände

von Ruth Schedlbauer | BfN | Bonn - Vilm - Potsdam | 21. August 2018

Ein Forschungsvorhaben der Universität Potsdam hat bestätigt, dass die seltenen Schweinswale in der Ostsee zwei genetisch getrennte Sub-Populationen bilden. Diese Erkenntnisse sind wichtig, um die Gefährdungssituation der Tiere in der Ostsee einschätzen und entsprechend handeln zu können. Zu den Gefährdungen gehören unter anderem Unterwasserlärm und Fischerei. Gefördert und fachlich begleitet wurde das Forschungsvorhaben durch das Bundesamt für Naturschutz.

Buckelwaljungtier „Lotta“ tot bei Graal-Müritz gefunden

von Jan Herrmann | cetacea.de | Wittmund | 10. Juni 2018

Fluke eines Buckelwales

Bei Graal-Müritz ist ein über acht Meter langes Buckelwalweibchen tot angespült worden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um die Buckelwalkuh Lotta, die im Mai vor Schweden und Finnland gesichtet wurde. Dieses Buckelwaljungtier war in Deutschland und Finnland insgesamt drei Mal in Fischernetze geraten und immer wieder befreit worden. Mit etwa acht Metern Körperlänge handelt es sich wahrscheinlich um ein etwa einjähriges Tier.

Tag des Ostseeschweinswals | Fischerei muss handeln

von Britta König | wwf | | 18. Mai 2018

Schweinswal

Angesichts des Internationalen Tags des Ostseeschweinswals am 20. Mai fordert der WWF einen besseren Schutz der bedrohten Meeressäugetiere. Höchstens 500 Schweinswale gibt es noch in der zentralen Ostsee und sie haben täglich mit Bedrohungen durch Fischerei und Lärmbelastungen zu kämpfen. Auch in der westlichen Ostsee ist ihr Bestand rückläufig. Kein einziges der ausgewiesenen Schutzgebiete stellt … Weiterlesen

Vortrag Schweinswale

von | | | 9. März 2018

Schweinswal beim Auftauchen

Schweinswale – kleiner Wal in der Nordsee Schweinswale sind unsere heimischen Wale der Nord- und Ostsee. Das Wissen um das Leben der Schweinswale hat sich in den letzten Jahrzehnten enorm vermehrt. Besonders erfreulich ist, dass wieder mehr Schweinswale an der niedersächsischen Küste zeigen. Was wissen wir über die Schweinswale? Wie lebt der kleine Wal in … Weiterlesen

Warnsignale für Schweinswale

von | wwf | Kiel/Neumünster/Hamburg | 24. April 2017

Heute werden an schleswig-holsteinische Fischer, die die „Freiwillige Vereinbarung zum Schutz von Schweinswalen und Tauchenten“ unterzeichnet haben, 1.500 sogenannte PALs (Porpoise Alert) ausgegeben. Sie sollen im Rahmen eines mehrjährigen Praxistests auf ihre Tauglichkeit und Verträglichkeit geprüft werden.

Nicht nur freundlich: Große Tümmler attackieren Schweinswale in der Ostsee

von | itaw | Büsum | 21. Januar 2017

Seit 2015 wurden in der dänischen und deutschen Ostsee vier Große Tümmler (Tursiops truncatus) registriert. Die Delfine hielten sich einzeln oder paarweise in der Bucht bzw. in den Förden von Fredericia, Flensburg, Eckernförde, Kiel und im Großen Belt auf. Dort erregten sie großes Interesse und einige Menschen versuchten mit den Delfinen zu schwimmen. „Das ist jedoch keinesfalls ungefährlich“, sagt Professorin Dr. Ursula Siebert, Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), „die marinen Säugetiere können Träger von Infektionen sein, die auf den Menschen übertragbar sind. Außerdem können sie sich anderen Lebewesen gegenüber aggressiv verhalten – wie die Attacken auf Schweinswale zeigen.“

Akustisches Warngerät PAL schützt Schweinswale vor Stellnetzen

von | thünen | Rostock | 28. Dezember 2016

Immer wieder kommt es vor, dass sich Schweinswale in der Ostsee in Stellnetzen von Fischern verfangen und ertrinken. Ein neues Warngerät hat jetzt nach mehrjährigen Versuchsreihen sehr vielversprechende Ergebnisse geliefert: Die Schweinswal-Beifänge ließen sich in der westlichen Ostsee mithilfe dieses Geräts um mehr als 80 % verringern. Im Dezember 2016 stellte das Entwicklungs- und Erprobungsteam der Firma F3 (Heikendorf) gemeinsam mit TB Conrad (Schwedeneck) und dem Thünen-Institut für Ostseefischerei (Rostock) die Ergebnisse im Schleswig-Holsteinischen Umweltministerium (MELUR) in Kiel vor.

Ostsee-Schweinswale mit dem Smartphone sichten

von | DMM | Stralsund | 16. Mai 2015

Mit der neuen App „OstSeeTiere“ können Meeressäuger im Ostseeraum schnell und einfach gemeldet werden.

Schweinswal beim Abtauchen
Schweinswalsichtung auf der Ostsee. Bitte melden! © Holger Petersen/Marefoto

Der Ostsee-Schweinswal zählt zu den bedrohten Meeressäugern. Um Schutzmaßnahmen für den Fortbestand der Population einleiten zu können, müssen die Wissenschaftler des Deutschen Meeresmuseums wissen, wo Schweinswale vorkommen. Das Forschungsprojekt wird von der Forschungsstiftung Ostsee gefördert und von Museumsdirektor und Walforscher Dr. Harald Benke geleitet. Dabei interessieren sich die Projektwissenschaftler sowohl für Sichtungen von lebenden als auch von toten Tieren.

Um die Datenübertragung an das Deutsche Meeresmuseum zu vereinfachen, wurde eine App für Smartphones entwickelt, mit der gezielt Sichtungen von Meeressäugetieren, also Schweinswalen, Kegelrobben und Seehunden, gemeldet werden können. Die nutzerfreundliche App wird herunter geladen, um dann mittels GPS-Ortung den Sichtungsort schnell übermitteln zu können.„Wassersportler und Strandurlauber sind heutzutage fast ausnahmslos mit dem Smartphone unterwegs. Mit etwas Glück entdecken sie während ihres Aufenthaltes an oder auf der Ostsee einen der seltenen Meeressäuger und können dies umgehend per App an uns melden“, sagt Dr. Harald Benke, Direktor des Deutschen Meeresmuseums.

WeiterlesenOstsee-Schweinswale mit dem Smartphone sichten

Wichtiges Fortpflanzungsgebiet für bedrohte Ostsee-Schweinswale entdeckt

von | DMM | Stralsund | 10. Dezember 2014

Rund 450 Schweinswale leben in der zentralen Ostsee. Um diese Zahl zu erhalten, werteten Wissenschaftler des internationalen SAMBAH-Projekts erstmals eine zwei Jahre dauernde Aufzeichnung der Echoortungslaute der Tiere aus. Dabei zeigte sich zudem in den Sommermonaten eine erstaunliche Konzentration von Schweinswalen in einem Gebiet, in dem das Vorkommen der Tiere bisher nicht bekannt war: Südlich der schwedischen Insel Gotland liegt offenbar ein wichtiges Fortpflanzungsgebiet der Ostsee-Schweinswale.

Schweinswal © Solvin Zankl
SAMBAH soll zum Schutz der Schweinswalpopulation in der Ostsee beitragen. Das Projekt begann im Januar 2010 und läuft bis September 2015. Alle EU Ostseeanrainerstaaten sind hieran beteiligt. SAMBAH wird durch das EU LIFE+ Programm und staatliche Förderung finanziert, in Deutschland durch das Bundesamt für Naturschutz.

Schweinswale nutzen ähnlich wie Fledermäuse die Echoortung zur Orientierung und Jagd. Wissenschaftler des SAMBAH-Projekts nahmen diese Laute zwei Jahre lang in der Ostsee auf und analysierten sie. Basierend auf diesen Daten schätzen die Forscher die Anzahl der Ostsee-Schweinswale auf 447 Tiere (95% Vertrauensbereich: 90-997).

WeiterlesenWichtiges Fortpflanzungsgebiet für bedrohte Ostsee-Schweinswale entdeckt