Toter Schnabelwal in Büsum

von | SHZ; Cetacea.de | Essen | 8. September 2009

Ein in Büsum angespülter toter Schnabelwal wird dort im Forschungs- und Technologiezentrum Westküste untersucht. Es könnte womöglich der selbe Wal sein, der zuvor tot auf der Minsener Oog entdeckt worden war.

Am Strand von Büsum wurde der Kadaver am Montagmorgen gefunden. Starke Verwesung lässt darauf schließen, dass das Tier bereits vor längerer Zeit gestorben war und durch die Strömung tot nach Büsum verfrachtet wurde. Nach einem SHZ-Presseartikel ist das Tier vier Meter lang und 300 kg schwer.


Länge und Verwesungsgrad passen zu einem toten Schnabelwal, der bereits am 2. September von der Insel Minsener Oog gemeldet worden war. Dort war er vermessen und provisorisch an seiner Fundstelle festgelegt worden. Doch diese Maßnahme konnte nicht sicherstellen, dass der Kadaver bei Hochwasser nicht wieder fortgespült wurde.

Vom Büsumer Strand aus wurde das mutmaßlich selbe Tier per Traktor zum Forschungs- und Technologiezentrum Westküste gebracht, einer Außenstelle der Universität Kiel. Dort sollten genaue Artbestimmung und weitere Untersuchungen vorgenommen werden. Doch bei so starker Verwesung ist es zweifelhaft, ob die Todesursache noch festgestellt werden kann.

Schnabelwale stranden nur selten an Nord- und Ostsee. Sie sind als Tieftaucher an ein Leben im offenen Ozean angepasst.

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