Walskelette im Museum | Island | Husavik

von | | | 16. September 2015

The Húsavík Whale Centre

Walskelette im Museum, © C. Gericke

The Húsavík Whale Centre (Hvalamiðstöðinn Húsavíkur)
P.O. Box 172
640 Húsavík
Island

mit vollständigen Skeletten von:

  • Pottwal, Physeter macrocephalus
    (mit abgebrochenem Unterkiefer)
  • Sowerby Zweizahnwal, Mesoplodon bidens
  • Cuvier-Schnabelwal, Ziphius cavirostris
  • Nördlicher Entenwal, Hyperoodon ampullatus
  • Grindwal, Globicephala melas
  • Narwal, Monodon monoceros
  • Schwertwal, Orcinus orca
  • Buckelwal, Megaptera novaeangliae (Kalb)
  • Zwergwal, Balaenoptera acutorostrata
  • Zwergwal, Balaenoptera acutorostrata (Kalb)

sowie Schädel von:
Cuvier-Schnabelwal (Hyperoodon ampullatus)
Pottwal (Physeter macrocephalus) (ausserhalb des Museums)

Vollständiges Exemplar in Formalin konserviert:
Schweinswal, Phocoena phocoena

Ausserdem:
Narwalzahn (Monodon monoceros), Barten von Blauwal, Finnwal, Buckelwal sowie diverse weitere Ausstellungsstücke: einzelne Knochen, Embryos, Schnitzereien aus Walknochen usw.

Aussenansicht des Walmuseums. Foto © Beke Tietz

Das Walmuseum wurde als Húsavík Whale Centre (Hvalamiðstöðinn Húsavíkur) 1997 gegründet und ist das einzige Walmuseum in Island. Es ist eine gemeinnützige Einrichtung und bietet auf inzwischen 1.600 m2 Ausstellungsfläche Informationen zu den unterschiedlichen Arten, sowie deren Evolution und Biologie. Außerdem befinden sich in dem Museum Informationen zu der Geschichte des isländischen Walfangs, Walstrandungen und zur Naturgeschichte der Wale. Am Vogelfelsen kann man sich über diverse Vogelarten informieren, die man bei den Walbeobachtungstouren beobachten kann.
Für Gruppen werden Führungen in unterschiedlichen Sprachen durchgeführt. Weitere Museumsführungen werden in sämtlichen europäischen Sprachen in schriftlicher Form angeboten.
Das Museum befindet sich im Hafen von Húsavík, einem Fischerort im Nordosten Islands, der 2.500 Einwohner zählt. Von hier aus bieten zwei Unternehmen Whale Watching an. Die Wahrscheinlichkeit, in der Bucht von Húsavík (Skjálfandi-Bucht) Wale zu sehen, ist mit 99 % sehr gross. Nicht umsonst wird Húsavík auch “Hauptstadt der Walbeobachter” genannt. Die am häufigsten gesichteten Walarten sind der Buckelwal, der Zwergwal und der Weißschnauzendelfin. Mit etwas Glück kann man auch Schweinswale, Blauwale, Finnwale und Orcas sehen. Das Museum betreibt in Zusammenarbeit mit Forschern Foto-Identifikationen von Walen, die in der Bucht gesichtet werden.

Blick in die Ausstellung. © Beke Tietz

Das Skelett des 17m langen Pottwals ‚Kjálkaryr‘, der 1997 an Islands Südküste strandete und starb, ’schwebt‘ über den Köpfen der Museumsbesucher. Dank eines Laufsteges, kann das Skelett sowohl von unten als auch von oben betrachtet werden. Das erwachsene, männliche Tier weist einen zu Zweidritteln abgebrochenen Unterkiefer auf und hatte offensichtlich mehrere Jahre mit diesem Handikap gelebt.
In den zahlreichen Räumen des Museums erhalten die Besucher fundierte und anschaulich dargestellte Informationen, unter anderem über die Geschichte von Keiko, dem Star aus dem Film ‚Free Willy‘, über eine archäologische Fundstelle im Norden Islands, bei der ein zum Teil aus Walknochen gebautes Haus ausgegraben wurde sowie das Vogelleben in einer isländischen Steilklippe. Das Thema Strandungen und deren Ursachen werden ebenfalls dargestellt sowie das traurige Kapitel des Walfangs. Mit zahlreichen Exponaten wie Harpunen, Flensmessern und aus Walen gefertigten Produkten wird der Besucher in die blutige Zeit der Walmassaker geführt. In der Bibliothek kann der interessierte Gast in einem gemütlichen Sessel zurückgelehnt, in der zumeist englischsprachigen Literatur über Wale schmökern. Im liebevoll gestalteten Kinderzimmer ‚Yellow Submarine‘ werden die kleinen Walfans mit viel Spaß an die Thematik herangeführt. Ein Computer mit Internetzugang steht für alle Besucher kostenlos zur Verfügung.
Einen Bericht über einen Aufenthalt im Húsavík Walzentrum lesen Sie bei Cetacea.de oder in der Zeitschrift Tierrechte vom Dezember 2001. Weitere Informationen über Húsavík und das Museum befinden sich auf Husavik.de.

Info-Telephon:   +354-464-2520 und 464-2522
E-Mail:   info bei icewhale.is
Internetwww.icewhale.is
Öffnungszeiten: Juni, Juli, August 09:00 – 19:00
Mai und September 10:00 – 17:00
Andere Zeiten sind nach Vereinbarung möglich!
Eintrittspreis: 700 ISK (ca. 8,50 Euro)
Gruppen (ab 10 Pers.): 600 ISK (ca. 7,5 Euro)
Kinder: 350 ISK (ca. 4 Euro)

Wir danken Dr. Corina Gericke für die Zusammenstellung dieser Informationen und die Wiedergaberechte für die Abbildungen sowie Beke Tietz für die Überarbeitung der Angaben im August 2007.