Wal und Mensch – Die Vorträge

von Andreae & Herrmann | | Hannover | 23. April 2017

Delphintherapie

Seit mehr als 20 Jahren werden Delfine in der sogenannten Dolphin-Assisted-Therapy (DAT) eingesetzt. Die Tiere assistieren den Therapeuten vorwiegend bei der Therapie von geistig und körperlich behinderten Kindern. Es gibt eine ganze Reihe von Veröffentlichungen, die den positiven Einfluss der Tiere während der Therapie zu belegen versuchen.

Wind und Wale

Die Nutzung der Weltmeere durch den Menschen hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant gesteigert. Den Anfang machte die Schifffahrt, aber mittlerweile nutzen wir das Meer nicht nur zum Transport, Fischfang und Vergnügen, sondern auch zur Gewinnung von Rohstoffen, allen voran Öl und Gas sowie zu militärischen und wissenschaftlichen Zwecken. Gegenwärtig entsteht eine neue Form der industriellen Nutzung der Meere – durch die Errichtung von Offshore-Windenergieanlagen (WEAs).

Waljagd und das Moratorium des kommerziellen Walfangs – kein Ende des Walfangs in Sicht?

Noch heute begegnet man Walen in Shimonoseki auf Schritt und Tritt. Man sieht sie als Dekoration an Hauswänden und kann auf dem Fischmarkt und in vielen Geschäften Wal- und Delphinfleisch kaufen, sei es frisch, gefroren oder in Dosen. Das meiste Fleisch stammt aus dem kommerziellen Fang von Kleinwalen wie Delphinen, Tümmlern, Grind- und Schnabelwalen. Deren Fang unterliegt, wie es der Konventionstext der IWC schon 1946 vorsah, allenfalls nationalen Beschränkungen.

Pfeifende Muttersöhnchen und rufende Tanten

Jeden Sommer wandern Schwertwale (Orcinus orca) in die Johnstone Strait, eine Meerenge zwischen Vancouver Island und dem Festland von Britisch Kolumbien, um dort nach Lachs zu jagen und miteinander zu interagieren. Durch natürliche Markierungen an der Rückenflosse können die Individuen unterschieden werden, was detaillierte Untersuchungen über Gruppenleben und Einzelheiten des Sozialverhaltens möglich macht.

Wenn Töne gefährlich werden

Pottwale, die ich erforsche, sind für alle Aspekte ihres Lebens auf Schall angewiesen. Sie haben eine komplexe Sozialstruktur, die durch Schall vermittelt wird. Auf einer einjährigen Forschungsreise über den Süd-Pazifik, entdeckten wir, dass manche Pottwalfamilien ähnliche Dialekte benutzten, d.h. dass es akustische Sippen gab.

Steinreiche Fischotter?

Otter sind Säugetiere (Klasse: Mammalia) und gehören zur Ordnung der Carnivora, Familie der Mustelidae (Marderartige). Sie bilden die Unterfamilie der Lutrinae (Otter), die 13 Arten (9-19 je nach Autor) umfaßt.

Retrospektive Betrachtungen zum Robbensterben 1988/89

Im gesamten Küstenbereich von Nord- und Ostsee ist der Seehund (Phoca vitulina) als einheimisch anzusehen. Die Kegelrobbe (Halichoerus grypus) wird in der Nordsee vornehmlich in den nördlicheren Küstenregionen von Großbritannien, an der Westküste vor Norwegen und im nordöstlichen Gebiet der Ostsee als einheimisch angesehen.

Ist dieser Delphin krank?

Bevor man die Frage stellen kann, ob ein Delphin krank ist, muss man einem lebendem Delphin begegnen. Das kann bei einer Strandung oder in einem Delphinarium geschehen. An der niederländischen Küste sind allerdings nur 1-2% der Strandungen Lebendstrandungen. Viel eher kommt man in einem der ca. 30 europäischen Delphinarien (Deutschland: Nürnberg, Münster, Soltau, Duisburg) in Kontakt mit Delphinen, die diagnostisch und manchmal auch therapeutisch zu betreuen sind. Von MANUEL GARCÍA-HARTMANN.

Seehunde in der Nordsee

Der europäische Seehund (Phoca vitulina vitulina, Linnaeus 1758) ist der häufigste einheimische Meeressäuger. Der Bestand gilt als nicht gefährdet, dennoch unterliegt der Seehund in seinem Lebensraum umfangreichen Schutz- und Hegemaßnahmen. Zu diesen zählt neben der Einrichtung des Nationalparkes Wattenmeer auch der Betrieb von Seehundaufzuchtstationen.

Walfang in Norwegen

Anstatt einer Zusammenfassung drucken wir hier das Aktionstagebuch Stoppt die Harpunen ab, das Ralf Sonntag im Sommer 1999 für Greenpeace geschrieben hat.
Greenpeace ist seit Mitte Mai auf Patrouille gegen norwegische Walfänger in der Nordsee und im Nordostatlantik. Lesen Sie die Berichte des Meeresbiologen und Greenpeace-Kampaigners Ralf Sonntag.

Where do they go? Harbour porpoises unaware of borders.

An estimated 5-10.000 harbour porpoises dies annually in the Danish gillnet fishery. Concern has been expressed that this by-catch may not be sustainable. An abundance of about 300.000 harbour porpoises has been estimated in the North Sea and adjacent waters. Preliminary studies on population structure suggest the existence of several sub-populations, that could well be affected very differently by the geographically concentrated fishery.