Weekly Whale News

von | | | 4. Mai 2017

Schiffsverkehr stört Schweinswale bei der Nahrungssuche

Beeinflusst Schiffsverkehr das Verhalten von Schweinswalen? Unter anderem diese Frage stand am Anfang des Projektes „Auswirkungen des Unterwasserschalls der Offshore-Windenergieanlagen auf marine Säugetiere“, das ein internationales Forscherteam, gefördert unter anderem vom Bundesamt für Naturschutz, in dänischen Küstengewässern durchführt. Ergebnisse dieses Forschungsprojektes veröffentlichten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Fachmagazin „Proceedings of the Royal Society B“. 

Spektakuläre Bilder: Der Blaue Planet startet im deutschen Fernsehen

Leuchtende Tiefsee, extreme Küstenregionen, faszinierende Korallenriffe: Die ARD zeigt ab dem 19. Februar montags von 20.15 bis 21.00 Uhr die beeindruckende sechsteilige BBC/WDR-Dokuserie „Der Blaue Planet“. Das Publikum erwartet eine magische Reise in die Welt der Meere und ihrer Bewohner, zu der die Musik von Hollywood-Legende Hans Zimmer und die Erzählweise von Schauspieler Axel Milberg erheblich beitragen.

Großer Erfolg in Großbritannien

Die Ausstrahlung von Blue Planet II hat ab Oktober 2017 in Großbritannien für großes Interesse gesorgt. Die einzelnen Episoden hatten jeweils mehr als 10 Millionen Zuschauer. Das Medienecho war enorm. Nun kommt die Naturdokumentation nach Deutschland.

Das Bundesamt für Naturschutz zeigt Sichtungskarten von Schweinwalen

Langzeitbeobachtungen des BfN im Meer von 2001 bis 2016 jetzt online. Angebot informiert über Verbreitung geschützter Tierarten in deutscher Nord- und Ostsee

Bonn/Vilm, 15. Dezember 2017: Wo in deutschen Meeren kommen Schweinswale vor? Wo waren in den vergangenen Jahren in der Nord- und Ostsee die meisten Seevögel zu beobachten? Darüber geben seit heute Online-Karten umfassend und öffentlich Aufschluss. Sie basieren auf Langzeitdatenreihen, die im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz (BfN) von zwei Forschungsinstituten erhoben wurden. Die Karten zeigen, wo Meeressäugetiere und 22 verschiedene Seevogel-Arten in den Jahren 2001 bis 2015 bzw. 2016 gesichtet wurden. Die zugrundeliegenden Daten können zudem als standardisierte Geodienste in Geoinformationssystemen genutzt und mit anderen Daten kombiniert werden.

Die ersten Wilhelmshavener Schweinswaltage

„Schaut auf den Jadebusen. Es ist die Zeit der Schweinswale“. Mit kräftiger Stimme sorgte der Walrufer für Aufmerksamkeit unter den Touristen am Wilhelmshavener Südstrand. Und das war wichtig, denn viel zu schnell übersahen die Passanten, was sich in unmittelbarer Nähe für ein Naturschauspiel bot. Die Walrufer wanderten den Südstrand entlang und luden vom 6. bis zum 9. April 2017 die Wilhelmshavener und Besucher zu den vielen Veranstaltungen über Schweinswale ein, die für lebendige Schweinswaltage sorgten. Nicht wenige hatten dabei das Glück, auch selbst einen Blick auf einen der kleinen Wale zu erhaschen.

Auftauchender Schweinswal vor Wilhelmshaven
Immer wieder Schweinswale in Sichtweite vom Ufer (Bild: J. Herrmann/Cetacea.de)

Die Rückkehr der Schweinswale

Nach der Jahrtausendwende ist auch die niedersächsische Küste in den Blick der Schweinswalforschung geraten. Mit dem MINOS-Projekt begannen die regelmäßigen Erfassungen der Bestände durch die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Ursula Siebert (erst FTZ Büsum der Universität Kiel dann Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover) vor der niedersächsischen Küste, die dann im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz bis 2014 fortgesetzt wurden. Andere Untersuchungen, z.B. durch die Arbeitsgruppe um Dr. Frank Thomsen ergänzten das Bild.

Riskanter Rettungsversuch für letzte Vaquitas

Trainierte Delfine sollen bedrohte Schweinswale orten / WWF befürwortet temporäre Reservate als „letzten Ausweg“
Es ist ein großes Wagnis und wohl die letzte Chance für den kleinsten Wal der Welt: Heute startet eine bisher einmalige Fang- und Rettungsaktion der mexikanischen Regierung, um die letzten Vaquita-Schweinswale vor dem Aussterben zu bewahren.

Sind Sonnenstürme Grund für die Pottwalstrandungen des Frühjahrs 2016?

Pottwal-Strandungen sind an unseren Küsten ein seltenes aber vielbeachtetes Phänomen. Obwohl die Nordsee keinen Lebensraum für diese imposanten Meeressäuger bietet, kam es Anfang 2016 an der englischen, französischen, niederländischen und deutschen Nordseeküste zu 29 Strandungen. „Die Untersuchungen der Walkadaver ergaben, dass anscheinend keine der vielen bekannten Ursachen bei diesen Fällen zutrafen“, beschreibt Dr. Klaus Heinrich Vanselow vom Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ) den Ausgangspunkt für seine Forschungen.

Warnsignale für Schweinswale

Heute werden an schleswig-holsteinische Fischer, die die „Freiwillige Vereinbarung zum Schutz von Schweinswalen und Tauchenten“ unterzeichnet haben, 1.500 sogenannte PALs (Porpoise Alert) ausgegeben. Sie sollen im Rahmen eines mehrjährigen Praxistests auf ihre Tauglichkeit und Verträglichkeit geprüft werden.