Weekly Whale News

von | | | 4. Mai 2017

Weibliche Nordkaper zu schützen ist Schlüssel für Rettung der Art

Warum wächst der Bestand der vom vom Aussterben bedrohten Nordkaper des Nordatlantiks weit langsamer als der der Südkaper, einer Schwesterart? Beide Arten wurden vom kommerziellen Walfang bis fast an die Ausrottung gebracht. Forscher von NOAA Fisheries und Kollegen haben diese Frage genauer untersucht und sind zu dem Schluss gekommen, dass die Erholung der Art am besten durch den Schutz der Nordkaperkühe gelingt.

Whale Watching Handbuch veröffentlicht

Von heute an bietet ein Online-Handbuch für Walbeobachter Informationen über geeignete Orte und Hintergründe zum verantwortungsvollen Whale Watching. In Zusammenarbeit mit der Internationalen Walfangkommission IWC und dem Übereinkommen über wandernde Arten CMS bietet das Walbeobachtungshandbuch umfassende, unabhängige und kostenlose Beratung.

Schwimmende Walausstellungen im Fluke-Sonderheft

Große Wale üben eine enorme Anziehungskraft auf die Menschen aus. Das Whale Watching verzeichnet nach wie vor enorme Zuwächse mit Hunderttausenden begeisterten Walbeobachtern jedes Jahr. Dieser Tourismuszweig ist aber noch relativ jung und erst möglich seit Menschen günstig an die Orte reisen können, an denen Wale beobachtet werden können. In den Zeiten, in denen Reisen Strapazen und reich gefüllte Geldbeutel voraussetzten, haben findige Geschäftsleute die imposanten Wale zu den Menschen gebracht. Mit präparierten Walen zogen Walschaustellungen durch die großen Städte und legten dabei eine Duftspur durch das Land. Dieser Spur sind Tore Teglbjærg, Theo ten Have und Alfred Schmidt nun schon zum zweiten Mal gefolgt.

67. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) am 10. – 14. 9. 2018 in Florianopolis, Brasilien: Zusammenfassung und Ergebnisse

Die IWC-Staaten wehrten mehrheitlich einen Angriff der Regierung Japans auf das seit 1986 bestehende IWC-Moratorium für kommerziellen Walfang ab. Die Mehrheit unterstützte vielmehr eine Vorlage mit Betonung auf Walschutz. Aber der Schutz kommt bei der IWC nur langsam voran, weil die Walfang- und Walschutz-Lager sich gegenseitig blockieren. Deshalb verbindet sich das Ringen um die Wale mit dem Ringen um eine Reform der IWC.

IWC: Japan fordert Wiederaufnahme des Walfangs

Geht es nach dem Willen Japans, stünde der internationale Walfang vor einer Renaissance. Davor warnt die Naturschutzorganisation WWF anlässlich der am Dienstag beginnenden 67. Konferenz der Internationalen Walfangkommission (IWC). Japan hat entsprechende Anträge eingereicht. So soll ein Komitee für „Nachhaltigen Walfang“ geschaffen werden. Zudem soll die IWC künftig Höchstfangmengen für Waljagd festlegen können. Der WWF fordert die internationale Staatengemeinschaft auf, sich der Rückkehr des kommerziellen Walfangs entschieden entgegenzustellen und die entsprechenden Anträge mit breiter Mehrheit abzuschmettern.

Vermutung bestätigt: Ostsee-Schweinswale bilden zwei getrennte Bestände

Ein Forschungsvorhaben der Universität Potsdam hat bestätigt, dass die seltenen Schweinswale in der Ostsee zwei genetisch getrennte Sub-Populationen bilden. Diese Erkenntnisse sind wichtig, um die Gefährdungssituation der Tiere in der Ostsee einschätzen und entsprechend handeln zu können. Zu den Gefährdungen gehören unter anderem Unterwasserlärm und Fischerei. Gefördert und fachlich begleitet wurde das Forschungsvorhaben durch das Bundesamt für Naturschutz.

Pottwalstrandungen 2016 – Viele Erkenntnisse, aber Rätsel bleiben

Zu Beginn des Jahres 2016 strandeten 30 Pottwale in der südlichen Nordsee. Es ist das größte bekannte Strandungsereignis dieser Art, das in der Region bisher registriert wurde. Internationale Forscher unterschiedlicher Fachrichtungen schlossen sich zusammen, um die möglichen Ursachen zu untersuchen. Es folgte die bisher umfangreichste Untersuchung einer solchen Pottwalstrandung. Im Fachmagazin PLoS ONE veröffentlichten die Forscher die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit.