Weekly Whale News

von | | | 4. Mai 2017

Schwimmende Walausstellungen im Fluke-Sonderheft

Große Wale üben eine enorme Anziehungskraft auf die Menschen aus. Das Whale Watching verzeichnet nach wie vor enorme Zuwächse mit Hunderttausenden begeisterten Walbeobachtern jedes Jahr. Dieser Tourismuszweig ist aber noch relativ jung und erst möglich seit Menschen günstig an die Orte reisen können, an denen Wale beobachtet werden können. In den Zeiten, in denen Reisen Strapazen und reich gefüllte Geldbeutel voraussetzten, haben findige Geschäftsleute die imposanten Wale zu den Menschen gebracht. Mit präparierten Walen zogen Walschaustellungen durch die großen Städte und legten dabei eine Duftspur durch das Land. Dieser Spur sind Tore Teglbjærg, Theo ten Have und Alfred Schmidt nun schon zum zweiten Mal gefolgt.

67. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) am 10. – 14. 9. 2018 in Florianopolis, Brasilien: Zusammenfassung und Ergebnisse

Die IWC-Staaten wehrten mehrheitlich einen Angriff der Regierung Japans auf das seit 1986 bestehende IWC-Moratorium für kommerziellen Walfang ab. Die Mehrheit unterstützte vielmehr eine Vorlage mit Betonung auf Walschutz. Aber der Schutz kommt bei der IWC nur langsam voran, weil die Walfang- und Walschutz-Lager sich gegenseitig blockieren. Deshalb verbindet sich das Ringen um die Wale mit dem Ringen um eine Reform der IWC.

IWC: Japan fordert Wiederaufnahme des Walfangs

Geht es nach dem Willen Japans, stünde der internationale Walfang vor einer Renaissance. Davor warnt die Naturschutzorganisation WWF anlässlich der am Dienstag beginnenden 67. Konferenz der Internationalen Walfangkommission (IWC). Japan hat entsprechende Anträge eingereicht. So soll ein Komitee für „Nachhaltigen Walfang“ geschaffen werden. Zudem soll die IWC künftig Höchstfangmengen für Waljagd festlegen können. Der WWF fordert die internationale Staatengemeinschaft auf, sich der Rückkehr des kommerziellen Walfangs entschieden entgegenzustellen und die entsprechenden Anträge mit breiter Mehrheit abzuschmettern.

Vermutung bestätigt: Ostsee-Schweinswale bilden zwei getrennte Bestände

Ein Forschungsvorhaben der Universität Potsdam hat bestätigt, dass die seltenen Schweinswale in der Ostsee zwei genetisch getrennte Sub-Populationen bilden. Diese Erkenntnisse sind wichtig, um die Gefährdungssituation der Tiere in der Ostsee einschätzen und entsprechend handeln zu können. Zu den Gefährdungen gehören unter anderem Unterwasserlärm und Fischerei. Gefördert und fachlich begleitet wurde das Forschungsvorhaben durch das Bundesamt für Naturschutz.

Pottwalstrandungen 2016 – Viele Erkenntnisse, aber Rätsel bleiben

Zu Beginn des Jahres 2016 strandeten 30 Pottwale in der südlichen Nordsee. Es ist das größte bekannte Strandungsereignis dieser Art, das in der Region bisher registriert wurde. Internationale Forscher unterschiedlicher Fachrichtungen schlossen sich zusammen, um die möglichen Ursachen zu untersuchen. Es folgte die bisher umfangreichste Untersuchung einer solchen Pottwalstrandung. Im Fachmagazin PLoS ONE veröffentlichten die Forscher die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit.

Buckelwaljungtier „Lotta“ tot bei Graal-Müritz gefunden

Bei Graal-Müritz ist ein über acht Meter langes Buckelwalweibchen tot angespült worden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um die Buckelwalkuh Lotta, die im Mai vor Schweden und Finnland gesichtet wurde. Dieses Buckelwaljungtier war in Deutschland und Finnland insgesamt drei Mal in Fischernetze geraten und immer wieder befreit worden. Mit etwa acht Metern Körperlänge handelt es sich wahrscheinlich um ein etwa einjähriges Tier.