Weekly Whale News

von | | | 4. Mai 2017

Fachleute beleuchten Situation der Schweinswale im Wattenmeer

Sie sind die einzigen heimischen Wale im Wattenmeer und gehören zu den Kleinsten ihrer Artengruppe: Die Schweinswale und ihre Rolle im Ökosystem des Gezeitengebiets standen gestern im Fokus eines internationalen Symposiums. Im Rahmen der diesjährigen Wilhelmshavener Schweinswaltage trafen sich zum Thema „Sonnige Zukunft? Schweinswale im Wattenmeer“ über 40 Vertreter*innen aus Forschung, NGOs und Politik aus den Wattenmeer-Anrainerstaaten Dänemark, Deutschland und den Niederlanden in Wilhelmshaven.

Die Schweinswale kommen

Seit einigen Jahren ist Wilhelmshavens Südküste zur Bühne für ein einmaliges Naturschauspiel geworden. Schweinswale kommen im Frühjahr zwischen März und Mai in den Jadebusen. An der niedersächsischen Nordseeküste ist Wilhelmshaven…

Die Welt der Wale im Waloseum

Es tut sich was in Sachen „Wale“ an der niedersächsischen Küste. Während am 7. April in Wilhelmshaven die Schweinswaltage eingeläutet werden, eröffnet das das Waloseum in Norden-Norddeich die Ausstellung „Welt der Wale“ mit 25 Walmodellen im Maßstab 1:10. Der Künstler Reiner Götsche hat die Modelle in monatelanger Arbeit erstellt und ergänzt die Ausstellung durch 60 Illustrationen der restlichen Wale.

Klimawandel bedroht Überleben der Delfine

Große Tümmler in Westaustralien haben nach einer Hitzewelle im Meer deutlich weniger Junge zur Welt gebracht als in den Jahren zuvor. Wie Forscherinnen und Forscher der Universität Zürich (UZH) zeigen, hat der Klimawandel einen weitreichenden Einfluss auf den Schutz maritimer Säugetiere.

Vaquita-Schützer brauchen Unterstützung

Die aktuellen Zahlen sind erschreckend: Die fortgesetzte illegale Fischerei hat den Bestand der Vaquitas im Golf von Kalifornien in Mexiko auf nur noch zehn Tiere schrumpfen lassen. Der Direktor der Organisation VIVA Vaquita, Dr. Thomas Jefferson, hat einen Brief veröffentlicht, in dem er zu Optimismus rät und um noch intensivere Schutzanstrengungen bittet.

Bedrohte Schwertwale. Geschlechtsunterschied bei der Jagd

Forscher der US amerikanischen Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde NOAA haben das Jagdverhalten der bedrohten Southern Residents Schwertwale an der nordamerikanischen Pazifikküste untersucht. Bei der Dokumentation des Jagdverhaltens ist aufgefallen, dass männliche und weibliche Schwertwale unterschiedlichen Jagderfolg haben. Die Ergebnisse wurden nun im Journal of Experimental Biology veröffentlicht.

Nachgewiesen: Basilosaurus jagte Dorudon

Wissenschaftler um Manja Voss, Paläontologin am Museum für Naturkunde Berlin, erbringen den ersten Nachweis fossilen Mageninhalts des Urwals Basilosaurus isis aus Wadi Al Hitan („Tal der Wale“) in Ägypten. Demnach bestand die Nahrung dieses Wals vor allem aus Jungtieren der zeitgleich vorkommenden kleineren Walart Dorudon atrox. Dies charakterisiert Basilosaurus als einen Spitzenräuber in marinen Ökosystemen des Obereozäns vor etwa 35 Millionen Jahren.