Walfänger bestreiten Walfleisch-Schmuggel

Nachdem Greenpeace vergangene Woche aufgedeckt hat, dass Besatzungsmitglieder der japanischen Walfangflotte im großem Stil wertvolles Walfleisch aus dem diesjährigen Fang im Südpolarmeer unterschlagen haben, um es auf eigene Rechnung zu verkaufen, schlägt dieser Fund noch immer große Wellen in Japan.

Greenpeace-Aktivisten dokumentierten am 15. April 2008, wie zahlreiche als persönliches Gepäck der Besatzung deklarierte Kartons unter den Augen der verantwortlichen Firma Kyodo Senpaku von der Nisshin Maru abgeladen wurden. Sie stellten einen der Kartons mit mehr als 23 Kilogramm gesalzenen Walfleisches mit einem Marktwert von circa 3000 US-Dollar sicher. Informanten bestätigten, dass Besatzungsmitglieder der Walfangflotte auf diese Art bis zu 20 solcher Kartons an Land schmuggeln und auf eigene Rechnung verkaufen. Das Walfleisch wird dann an Händler geliefert und landet schließlich in den Spezialitätenrestaurants Japans.

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Norwegen beginnt Jagd auf Wale

Die kommerzielle Walfangsaison hat in Norwegen begonnen, der erste Wal wurde erlegt. Trotz sinkender Nachfrage für Walfleisch dürfen bis zu 1052 Nördliche Zwergwale getötet werden. Diese von der norwegischen Regierung selbst auferlegte Fangquote hat sich in den vergangenen vier Jahren nahezu verdoppelt und steht im Widerspruch zu dem international gültigen kommerziellen Walfangverbot.

Erreicht wurde diese Fangquote in den vergangenen Jahren jedoch nicht. In den Fangsaisonen 2006 und 2007 lag die tatsächliche angelandete Zahl harpunierter Zwergwale jeweils bei weniger als 600 Tieren. Im Jahr 2006 wurde die Jagd sogar für drei Wochen ausgesetzt, weil die Walfänger ihre Ware von den bereits erlegten Tieren nicht absetzen konnten.

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Das Krähennest meldet: Wale gesichtet am 1. Mai 2008

Bei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 1. Mai 2008 haben wir folgende Nachrichten über Wale und Delfine gefunden. mongabay.com berichtet, dass Forscher eine neue Flussdelfinart Inia boliviensis entdeckt haben. Die norwegischen Walfänger haben am Mittwoch den ersten Zwergwal aus der Jahresquote von 1052 Tieren erlegt (Reuters). Der vor einem Jahr vor Neuseeland gefangene und … Weiterlesen

Sonderausstellung: Große, fette Wale in Stralsund

Heute um 17 Uhr wird im Meeresmuseum Stralsund die Sonderausstellung "Große, fette Wale" eröffnet. Die Ausstellung wurde von der Landesbibliothek Oldenburg konzipiert und ist bis in den Mai in Stralsund zu sehen.   Die Sonderausstellung der Landesbibliothek Oldenburg zeigt die wechselvolle Beziehung von Meeressäugern und Menschen. In historischen Grafiken und Abbildungen wird die Geschichte des … Weiterlesen

Vortrag „Von Menschen und Walen“ auf Borkum am 12.1.

Der Kölner Walfanghistoriker Klaus Barthelmess hält am 12. Januar einen kulturgeschichtlichen Vortrag über den historischen Walfang. Der Vortrag beginnt um 20 Uhr im Calvin-Haus, Borkum. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zur Borkumer Wal(fang)geschichte und über den Referenten erhalten Sie bei der Borkumer Zeitung.

Experte kritisiert Mythos der Walfänger „Wale fressen zu viel Fisch“

Internationale Experten üben erneut Kritik an der von der isländischen und japanischen Walfanglobby fortwährend genutzten Theorie, dass Wale zu viel Fisch fressen und Walbestände aus diesem Grund bejagt werden müssen, um die Walpopulationen gering zu halten. In seinem von der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS heute veröffentlichten Bericht „Iceland, Whaling and Ecosystem-based Fishery Management“ fordert der Meeresforscher Dr. Peter Corkeron die Regierungen Islands und anderer Walfangnationen auf, diesem Märchen abzuschwören und selbst die Führung in der Entwicklung zu einem nachhaltigen Fischereimanagement zu übernehmen.

Corkeron Report: Iceland, Whaling and Ecosystem-based Fishery ManagementIn dem Bericht fokussiert Dr. Corkeron auf die Evaluierung des isländischen Fischereimanagements und zeigt auf, wie Hypothesen für politische Zwecke manipuliert und missbraucht werden. Darüber hinaus kritisiert Corkeron die im Rahmen des so genannten „wissenschaftlichen Walfangprogramms Islands“ durchgeführten Studien.

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Japan setzt Buckelwale auf Abschussliste

Offensichtlich können internationale Proteste nichts gegen die japanischen Pläne zur Jagd auf die Meeressäuger bewirken. Die Walfangflotte, die am Sonntag aus dem japanischen Hafen Shimonoseki ausgelaufen ist, soll in diesem Südsommer bis zu 1.000 Wale erlegen – darunter auch die seit Mitte der 1960er-Jahre unter Schutz stehenden Buckelwale.

Japans Walfang steht auch in diesem Jahr wieder unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Untersuchung – eine Lüge, wie Umweltgruppen weltweit immer wieder betonen. Buckelwale wurden bis 1960 derart intensiv gejagt, dass die Tiere vom Aussterben bedroht waren. Daraufhin wurde ein Stopp des kommerziellen Walfangs beschlossen. Seit 1986 gibt es in Japan erneut Walfangschiffe, die im Namen der Wissenschaft Jagd auf Wale machen.

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Alle Jahre wieder: Japans Walfangflotte läuft aus…

Kaum hat Japan seinen Walfang in der nördlichen Hemisphäre beendet, läuft Japans Fangflotte in Richtung Antarktis aus. 850 Zwergwale 50 Finnwale und seit dieser Saison 50 Buckelwale stehen auf der Abschussliste. Sie sterben im Namen der Wissenschaft, wie Japan seinen Walfang seit über 20 Jahren begründet.

Der Fang zu kommerziellen Zwecken ist durch die Internationale Walfang-Kommission (IWC) seit 1986 verboten ist. Sonderregelungen gibt es für den Fang indigener Völker, wie  Grönlands, Alaskas und Russlands – und für die Wissenschaft. „Allerdings sind unter Forschungsfängen kleine Mengen zu verstehen und nicht eine Quote, die geeignet ist, den kommerziellen Walfang über Wasser zu halten,“ kommentiert die GSM-Vorsitzende Petra Deimer.

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Delfinmassaker in Japan

Weltweiter Protest gegen das Delfinmassaker in Japan. Tierschützer rufen für den 25. September zum Protest vor japanischen Botschaften auf.

Jedes Jahr verstören die blutigen Szenen der japanischen Delphin-Treibjagden die Tierfreunde in aller Welt. An zahlreichen Plätzen im Internet lassen sich Film- und Photodokumentationen finden, die Eindrücke vom Umgang der Fischer mit den Delphinen zeigen. Obwohl Einschüchterungsversuche der Fischer Film- und Fotoaufnahmen verhindern sollen, gelingt es verdeckt arbeitenden Journalisten immer wieder, Bilder aufzunehmen, die belegen, dass der Fang noch immer mit ausserordentlicher Brutalität durchgeführt wird.

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Walbeobachtung im Walfanggebiet – Walfang im Walbeobachtungsgebiet?

Während einer Ausfahrt zur Beobachtung von Pottwalen wurden die Mitfahrer Zeuge einer Jagd auf Zwergwale. Wie verhalten sich das von Andenes aus operierende Unternehmen Hvalsafari AS und die Touristen bei so einem Erlebnis? Jörg Ratayczak hat die Erlebnisse um den Zwergwalabschuss in der Nähe eines Walsafaribootes im Juli 2006 für Cetacea.de beschrieben.