Pottwale – Strandungsserie in Dänemark

von | | | 21. Februar 2026

Nachdem es innerhalb von drei Wochen zu Strandungen von sieben Pottwalen an dänischen Küsten gekommen ist, befinden sich derzeit noch einige Pottwalbullen vor der Insel Fanø im Todeskampf.

Dänische Wissenschaftler fürchten, dass es wieder zu einem Massensterben von Pottwalen kommen kann wie hier 1996 auf Rømø, wo Ende März 16 Pottwalbullen gestrandet sind.

Am 31. Januar ist der erste tote Pottwal an der Nordspitze Dänemarks in der Aalbækbucht (Kattegat) gefunden worden. Der 13,7 m lange Pottwalbulle war nach Informationen dänischer Medien schon länger tot. Am Donnerstag, den 5. Februar wurde dieser Wal durch ein Team von 28 Forscherinnen und Forschern zerlegt und untersucht. Dabei ist als wahrscheinliche Todesursache das Verhungern des Tieres ermittelt worden. In der Speiseröhre hat man ein zusammengeballtes, mindestens 11,9 kg schweres Fischernetz entdeckt, das die Aufnahme von Nahrung verhindert hat.

Zweite Strandung an der Nordseeküste

Am Freitag, dem 6. Februar ist ein weiterer Pottwalbulle auf einer Sandbank vor Blåvandshuk Fyr entdeckt worden. Das etwa ein Kilometer vor der Küste liegende Tier war wegen gefährlicher Strömungen nicht aufgesucht und näher untersucht worden. Am 8. Februar wurde allerdings die dänische Polizei eingeschaltet, weil Diebe den Unterkiefer abgesägt und mitgenommen hatten. Da Pottwale zu den streng geschützten Tieren zählen, besteht ein Handelsverbot für Pottwalzähne. Am Freitag, dem 13. Februar ist der Wal wieder in die Nordsee hinausgespült worden.

Mindestens fünf weitere Pottwale bei Fanø

Fünf weitere Pottwalbullen sind seit dem 20. Februar an der Nordseeinsel Fanø gestrandet, einige Tiere sind schon tot, andere befinden sich im Todeskampf. Fanø liegt keine 50 Kilometer nördlich von Sylt. Sind jetzt weitere Strandungen auch an der deutschen Nordseeküste zu erwarten?

Ein ausführlicher Bericht folgt auf Cetacea.de bis morgen.

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