In Bonn läuft von Mittwoch, 16. September bis Freitag, 18. September das 6. Vertragsstaatentreffen von ASCOBANS, dem Abkommen über den Erhalt der Kleinwale in Ost- und Nordsee, Irischer See und Nordost-Atlantik.
Zur Verhandlung stehen wichtige Punkte, darunter:
- eine überarbeitete Version des „Jastarnia-Plans“ zur Erholung der Ostsee-Schweinswale;
- ein Plan zum Schutz der Schweinswale in der Nordsee;
- von Menschen erzeugter Unterwasser-Lärm, etwa beim Bau von Offshore-Windparks;
- Richtlinien für die Einrichtung von Meeresschutzgebieten für Cetaceen;
- Forschungsergebnisse über Populationsstrukturen von Kleinwalen;
- eine mögliche Ausweitung des Abkommens auch auf Großwale.



Eine Gruppe von Wissenschaftlern um den Wal und Mensch Referenten Jonas Teilmann (Universität Aarhus) hat für das dänische Umweltamt "Danmarks miljöundersögelser" eine Studie über das Vorkommen von Schweinswalen in dänischen Gewässern erstellt. Ziel war es, Schlüsselhabitate mit hoher Schweinswaldichte auszuweisen. Auf dieser Grundlage sollen bis 2012 Schutzgebiete nach der Flora-Fauna-Habitat Richtlinie der EU (92/43/EWG) etabliert werden. Zwischen 1991 und 2007 wurden per Satelliten-Telemetrie, Flugsichtung, Schiffsichtung und Akustikzählung vom Schiff Daten erhoben, deren Ergebnisse nun vorliegen.