Walskelette im Museum | Großbritannien | Hull

Maritime Museum

Queen Victoria Square
Hull HU1 3DX
Großbritannien

mit vollständigen Skeletten von:

  • Nordkaper, Eubalaena glacialis.
  • Seiwal, Balaenoptera borealis
  • Zwergwal, Balaenoptera acutorostrata
  • Schwertwal, Orcinus orca
  • Nördlicher Entenwal, Hyperoodon ampullatus
  • Kleiner Schwertwal, Pseudorca crassidens

Info-Telephon:   +44 (0)1482 300 300
Öffnungszeiten:
Montag-Sonnabend 10.00-16.30 Uhr
Sonntag 11.00-16.00 Uhr
Der Eintritt ist frei. Letzter Zugang ist eine Viertelstunde vor Schliessen.
Das Museum ist behindertengerecht gebaut.

Internet: https://www.hullmuseums.co.uk/hull-maritime-museum

Das Museum wurde 2026 modernisiert und präsentiert über 800 Jahre Seefahrtsgeschichte mit einem Schwerpunkt auf Walfang und Fischerei.

Der rund 12 m lange Nordkaper wurde 1907 zusammen mit seiner Mutter von einem 78-jährigen pensionierten Walfangkapitän in der Nähe der Küste von New York gefangen. Das Zoologische Museum der Universität Cambridge hat das Skelett der Stadt Hull geschenkt, nachdem dieses das Skelett vom American Museum of Natural History in New York in Austausch gegen das Skelett eines Dodos erhalten hatte.

Der Präparator und Konservator Nigel Larkin hat das Nordkaper und die anderen sieben Walskelette des Museums bis Juli 2026 überarbeitet und für die Ausstellung vorbereitet.

Hull Museum vor dem Umbau

Dr. Helmut Kersten lieferte vor dem Umbau des Museums diese Informationen: In Hull selbst erinnert praktisch nichts mehr an die Walfang-Vergangenheit. Lediglich am Giebel eines recht stattlichen Gebäudes konnte ich Schmuckwerk ausmachen, das auf den Reichtum des Meeres anspielt und unter anderem eine Harpune zeigt. Die Vergangenheit ist jedoch im Town Docks Museum in einer fast schon als überreich zu bezeichnenden Sammlung bewahrt: Ca. ein Dutzend Ölgemälde mit Walfangschiffen, Walfanggerät, eine große Sammlung Scrimshaw, Narwalzähne usw. Faszinierendstes Einzelstück ist eine aus Walknochen gebaute Sitzbank.
Außerdem sind einige Walskelette vorhanden, als größtes das eines Grönlandwals. Es sind jedoch nicht diese Skelette, auf die Melville anspielt, wenn er in Moby Dick darauf hinweist, daß es in Hull ein Museum mit einigen Finnwalen gibt. Er meinte das Blauwalskelett, das sich mittlerweile im Londoner Naturhistorischen Museum befindet (und durch diesen Ortswechsel der Zerstörung durch deutsche Fliegerbomben entging).

Wir danken Dr. Helmut Kersten für die Zusammenstellung dieser Informationen.