Schiffsverkehr stört Schweinswale bei der Nahrungssuche

von Sonja von Brethorst | ITAW/TiHo | Hannover | 16. Februar 2018

Beeinflusst Schiffsverkehr das Verhalten von Schweinswalen? Unter anderem diese Frage stand am Anfang des Projektes „Auswirkungen des Unterwasserschalls der Offshore-Windenergieanlagen auf marine Säugetiere“, das ein internationales Forscherteam, gefördert unter anderem vom Bundesamt für Naturschutz, in dänischen Küstengewässern durchführt. Ergebnisse dieses Forschungsprojektes veröffentlichten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Fachmagazin „Proceedings of the Royal Society B“. 

Das Bundesamt für Naturschutz zeigt Sichtungskarten von Schweinwalen

von | BfN | Bonn/Vilm | 15. Dezember 2017

Langzeitbeobachtungen des BfN im Meer von 2001 bis 2016 jetzt online. Angebot informiert über Verbreitung geschützter Tierarten in deutscher Nord- und Ostsee

Bonn/Vilm, 15. Dezember 2017: Wo in deutschen Meeren kommen Schweinswale vor? Wo waren in den vergangenen Jahren in der Nord- und Ostsee die meisten Seevögel zu beobachten? Darüber geben seit heute Online-Karten umfassend und öffentlich Aufschluss. Sie basieren auf Langzeitdatenreihen, die im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz (BfN) von zwei Forschungsinstituten erhoben wurden. Die Karten zeigen, wo Meeressäugetiere und 22 verschiedene Seevogel-Arten in den Jahren 2001 bis 2015 bzw. 2016 gesichtet wurden. Die zugrundeliegenden Daten können zudem als standardisierte Geodienste in Geoinformationssystemen genutzt und mit anderen Daten kombiniert werden.

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Nicht nur freundlich: Große Tümmler attackieren Schweinswale in der Ostsee

von | itaw | Büsum | 21. Januar 2017

Seit 2015 wurden in der dänischen und deutschen Ostsee vier Große Tümmler (Tursiops truncatus) registriert. Die Delfine hielten sich einzeln oder paarweise in der Bucht bzw. in den Förden von Fredericia, Flensburg, Eckernförde, Kiel und im Großen Belt auf. Dort erregten sie großes Interesse und einige Menschen versuchten mit den Delfinen zu schwimmen. „Das ist jedoch keinesfalls ungefährlich“, sagt Professorin Dr. Ursula Siebert, Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), „die marinen Säugetiere können Träger von Infektionen sein, die auf den Menschen übertragbar sind. Außerdem können sie sich anderen Lebewesen gegenüber aggressiv verhalten – wie die Attacken auf Schweinswale zeigen.“

Schweinswaltext gewinnt Wissenschaftler – und Journalistenpreis

von | tiho | Hannover | 7. Mai 2015

Mit einem Artikel über Schweinswale in der Ostsee hat der Wissenschaftsjournalist Dr. Christian Jung im April gemeinsam mit Apl. Professorin Dr. Ursula Siebert vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der TiHo und Diplom-Biologin Anja Gallus vom Deutschen Meeresmuseum in Stralsund den Wissenschafts- und Journalistenpreis „Hauptsache Biologie“ gewonnen.

Die Qual des Wals in der HAZ vom 4.10.2014

Der Wettbewerb belohnt die gelungene Zusammenarbeit zwischen Journalisten und Wissenschaftlern. Siebert, Jung und Gallus erhielten die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für den Artikel „Die Qual des Wals“, den die Hannoversche Allgemeine Zeitung am 4. Oktober 2014 veröffentlichte. Laut Jury sei es ihnen gelungen, wissenschaftliche Ansätze und neuartige Erkenntnisse zur Verbreitung, zum Wanderungsverhalten und zur tatsächlichen Gefährdung der bislang wenig bekannten Population von Schweinswalen in der Ostsee fachlich und sprachlich brillant zu schildern.

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