In Bonn läuft von Mittwoch, 16. September bis Freitag, 18. September das 6. Vertragsstaatentreffen von ASCOBANS, dem Abkommen über den Erhalt der Kleinwale in Ost- und Nordsee, Irischer See und Nordost-Atlantik.
Zur Verhandlung stehen wichtige Punkte, darunter:
- eine überarbeitete Version des „Jastarnia-Plans“ zur Erholung der Ostsee-Schweinswale;
- ein Plan zum Schutz der Schweinswale in der Nordsee;
- von Menschen erzeugter Unterwasser-Lärm, etwa beim Bau von Offshore-Windparks;
- Richtlinien für die Einrichtung von Meeresschutzgebieten für Cetaceen;
- Forschungsergebnisse über Populationsstrukturen von Kleinwalen;
- eine mögliche Ausweitung des Abkommens auch auf Großwale.
Seit zwei Jahren suchte der IWC-Vorsitzende Hogarth (USA, noch aus der Bush-Administration) nach Kompromisslösungen in dem festgefahrenen Tauziehen zwischen Walfang- und Walschutzländern. Im Zuge eines IWC-Sondertreffens (9. – 11. März 2009 in Rom) hatte er einen Plan für Japans Walfang vorgelegt: IWC-Erlaubnis für japanische Jagd in einer neu einzurichtenden Kategorie „Küstenfang“. Dafür erhebliche Reduktion des „wissenschaftlichen“ Walfangs durch Japan. Doch zu solch einer Reduktion war Japan nicht bereit.
