Faszination Wale – Mensch. Wal. Pazifik. Ausstellung im Übersee-Museum Bremen

Heute eröffnet im Bremer Übersee-Museum die Ausstellung „Faszination Wale – Mensch. Wal. Pazifik.“ Bis zum 24. April 2016 sind hier Wal-Modelle, Skelette und viele Informationen über Wale, Walfang und Walforschung zu bestaunen.

Besucherin am Skelett eines Pottwals © Übersee-Museum Bremen, Foto: Matthias Haase
Besucherin am Skelett eines Pottwals © Übersee-Museum Bremen, Foto: Matthias Haase

Nachdem das Naturhistorische Museum Braunschweig 2011-2012 mit „Wunderbare Wale“ und das LWL-Museum für Naturkunde 2012-2014 mit „Wale – Riesen der Meere“ vorgelegt haben, wirbt jetzt das Übersee-Museum in Bremen um Besucher, die sich von den großen Meeressäugern faszinieren lassen wollen. Die Messlatte liegt hoch, sind doch über 300.000 Menschen durch die Wal-Schau in Münster gezogen.

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Schwertwale nutzen die Eisschmelze in der Arktis

Schwertwale vor Norwegen. Bild: Alan Brookland, CC BY-NC 2.0
Schwertwale vor Norwegen. Bild: Alan Brookland, CC BY-NC 2.0

Die Eisschmelze im Nordpolarmeer hat in diesem Jahr wieder dramatische Ausmaße angenommen. Nach heute veröffentlichten Zahlen schrumpfte die Eisfläche der Arktis auf 4,41 Millionen Quadratkilometer, das ist der viert-niedrigste Stand seit Beginn der Satellitenmessungen.

Der durch den Klimawandel beschleunigte Rückgang des Meereises führ zu schwerwiegenden Veränderungen im arktischen Ozean. Fische in der Barentssee wandern nach Norden ab, bis zu 160 Kilometer pro Dekade. Auch neue Arten stoßen ins zunehmend eisfreie Terrain vor: In der Kanadischen und Norwegischen Arktis werden vermehrt Orcas gesichtet. „Wenn neue große Raubtiere wie Orcas einwandern, können sie das gesamte Ökosystem des arktischen Ozeans verändern“, warnt Dr. Sybille Klenzendorf vom WWF-Arktisprogramm. Die neuen Räuber machen Jagd auf andere Meeressäuger von Robben bis zum Grönlandwal.

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Walfernsehen live – Riesenerfolg für die BBC

Logo BBC Big Blue Live

Schon länger können Walfreunde die eine oder andere Webcam verfolgen, um Wale zu sichten. Diese technisch manchmal müßige Form des Whale Watchings steht aber in keinem Vergleich zu einem Event, das die englische BBC gerade geboten hat und der amerikanische Sender PBC gerade bietet: Eine Live-Berichterstattung aus Monterey Bay, Kalifornien mit Sichtungen von Meeressäugern aller Art.

Am 23., 27. und 30. August hat die BBC jeweils eine Stunde live aus Monterey Bay berichtet. An der Küste, im Wasser und in der Luft waren Kamerateams unterwegs, um der Tierwelt dieser Region auf die Flossen und Pfoten zu schauen. In der Bucht von Monterey sammeln sich in dieser Jahreszeit viele Tierarten, um sich ihren Anteil am enormen Nährstoffreichtum zu sichern. Während Fachleute in Interviews von den Gewohnheiten ihrer Schützlinge berichteten, wurden diese zeitgleich gefilmt und die Zuschauer konnten sich fühlen, als säßen sie im Schlauchboot nebenan.

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„Scanning Lisa“: Der Narwalschädel des Centrums für Naturkunde wird erforscht

Auch die „Mona Lisa der Hamburger Naturkunde“ ist einzigartig: Nur 20 Narwalschädel mit gleich zwei Stoßzähnen sind weltweit bekannt, und bisher wird nur einer einem weiblichen Tier zugeschrieben, nämlich „Lisa“ aus der Zoologischen Sammlung des Centrums für Naturkunde (CeNak) der Universität Hamburg, die man laut einem historischen Bericht zusammen mit ihrem ungeborenen Jungtier fing. Diese Zuordnung wird nun als Teil einer aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung erstmals auf die Probe gestellt.

Während die Herkunft des mehr als 300 Jahre alten Schädels zwar bekannt ist, konnte eine genaue Bestimmung des Geschlechts bisher nicht erfolgen. Auch die Frage, wozu Narwale ihre gewaltigen Stoßzähne überhaupt brauchen, ist noch ungeklärt. Um hier Aufschluss zu bekommen, werden am CeNak jetzt entsprechende Studien durchgeführt.

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Meer ohne Wiederkehr – Auch bei Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes befürchten Forscher grundlegenden Wandel der Ozeane

Die Weltmeere brauchen eine sofortige und umfassende Reduktion der Treibhausgas-Emissionen durch den Menschen. Anderenfalls können weiträumige und größtenteils unumkehrbare Schäden im Lebensraum Meer eintreten, von deren Folgen vor allem auch Entwicklungsländer betroffen sein werden. So lautet das Fazit einer neuen Review-Studie, die heute im Fachmagazin Science erschienen ist. In ihr bewertet das Forscherteam der Ocean … Weiterlesen

Wale – Paarhufer im Wasser

Pottwal

Durch die wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten 10 Jahre ist heute klar, dass Wale Paarhufer sind – mit erstaunlichen Anpassungen an ihre aquatische Umwelt Von STEFAN HUGGENBERGER Institut II für Anatomie, Universität zu Köln, 50924 Köln Email: st.huggenberger@uni-koeln.de Zusammenfassung: Die moderne Forschung zeigt, dass Wale zur Ordnung der Paarhufer (Artiodactyla) gehören, auch wenn sie erstaunliche Anpassungen an … Weiterlesen

Müll im Meer: Neues Buch fasst aktuellen Stand der Wissenschaft zusammen

Ein neues Buch fasst den aktuellen Forschungsstand und -bedarf in Bezug auf Müll im Meer zusammen: „Marine Anthropogenic Litter“ erscheint im Juni 2015 als Open Access Publikation beim Springer Verlag.

Pazifik - Müllfang vom Pazifischen Meeresboden (5000 m Wassertiefe). Foto: AWI / Antje Boetius
Pazifik – Müllfang vom Pazifischen Meeresboden (5000 m Wassertiefe). Foto: AWI / Antje Boetius

Die Herausgeber Melanie Bergmann und Lars Gutow vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) sowie Michael Klages vom Sven Lovén Centre for Marine Sciences der Universität Göteborg haben dafür Experten aus aller Welt zusammengebracht. Abschätzungen von Mülleinträgen in die Weltmeere, deren Verteilung und die Auswirkungen auf Mensch und Tier sowie Vermeidungsstrategien sind einige der vielschichtigen Themen, die die Herausgeber in 16 Beiträgen aufgreifen.

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Ostsee-Schweinswale mit dem Smartphone sichten

Mit der neuen App „OstSeeTiere“ können Meeressäuger im Ostseeraum schnell und einfach gemeldet werden. Der Ostsee-Schweinswal zählt zu den bedrohten Meeressäugern. Um Schutzmaßnahmen für den Fortbestand der Population einleiten zu können, müssen die Wissenschaftler des Deutschen Meeresmuseums wissen, wo Schweinswale vorkommen. Das Forschungsprojekt wird von der Forschungsstiftung Ostsee gefördert und von Museumsdirektor und Walforscher Dr. … Weiterlesen

Chilenische Blauwale mit Satellitensendern

WWF stattet Blauwale mit Satellitensendern aus, um Schutzgebiet zu verwirklichen

Besenderung von Blauwalen im Golf von Corcovado (© Francisco Viddi / WWF)
Besenderung von Blauwalen im Golf von Corcovado (© Francisco Viddi / WWF)

Während einer Expedition vor Chiles Küste ist es einem WWF-Team aus Forschern und Umweltschützern gelungen, sieben Blauwale mit Satellitensendern auszustatten. Es ist erst das dritte Mal, dass Blauwale aus dem stark dezimierten Bestand der südlichen Hemisphäre besendert wurden. „Die Mission ist erfolgreich verlaufen, alle sieben Sender liefern Daten über die Tiere“, freut sich Heike Vesper, Leiterin Meeresschutz, die mit an Bord war. Beim Besendern der bis zu 25 Meter langen Wale sind Vorsicht und Maßarbeit gefragt, denn man muss den riesigen Tieren mit dem Schlauchboot kurzzeitig nahekommen. „Nur wenn der Sender im oberen Rücken angebracht ist und beim Luftholen regelmäßig aus dem Wasser auftaucht, wird ein Signal via Satellit übertragen, so dass wir die Wanderungen verfolgen können“ beschreibt Vesper die Herausforderung. Die angebrachten Sender können über mehrere Wochen Informationen liefern, bevor sie abfallen.

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Schweinswaltext gewinnt Wissenschaftler – und Journalistenpreis

Mit einem Artikel über Schweinswale in der Ostsee hat der Wissenschaftsjournalist Dr. Christian Jung im April gemeinsam mit Apl. Professorin Dr. Ursula Siebert vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der TiHo und Diplom-Biologin Anja Gallus vom Deutschen Meeresmuseum in Stralsund den Wissenschafts- und Journalistenpreis „Hauptsache Biologie“ gewonnen.

Die Qual des Wals in der HAZ vom 4.10.2014

Der Wettbewerb belohnt die gelungene Zusammenarbeit zwischen Journalisten und Wissenschaftlern. Siebert, Jung und Gallus erhielten die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für den Artikel „Die Qual des Wals“, den die Hannoversche Allgemeine Zeitung am 4. Oktober 2014 veröffentlichte. Laut Jury sei es ihnen gelungen, wissenschaftliche Ansätze und neuartige Erkenntnisse zur Verbreitung, zum Wanderungsverhalten und zur tatsächlichen Gefährdung der bislang wenig bekannten Population von Schweinswalen in der Ostsee fachlich und sprachlich brillant zu schildern.

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