Experte kritisiert Mythos der Walfänger „Wale fressen zu viel Fisch“

Internationale Experten üben erneut Kritik an der von der isländischen und japanischen Walfanglobby fortwährend genutzten Theorie, dass Wale zu viel Fisch fressen und Walbestände aus diesem Grund bejagt werden müssen, um die Walpopulationen gering zu halten. In seinem von der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS heute veröffentlichten Bericht „Iceland, Whaling and Ecosystem-based Fishery Management“ fordert der Meeresforscher Dr. Peter Corkeron die Regierungen Islands und anderer Walfangnationen auf, diesem Märchen abzuschwören und selbst die Führung in der Entwicklung zu einem nachhaltigen Fischereimanagement zu übernehmen.

Corkeron Report: Iceland, Whaling and Ecosystem-based Fishery ManagementIn dem Bericht fokussiert Dr. Corkeron auf die Evaluierung des isländischen Fischereimanagements und zeigt auf, wie Hypothesen für politische Zwecke manipuliert und missbraucht werden. Darüber hinaus kritisiert Corkeron die im Rahmen des so genannten „wissenschaftlichen Walfangprogramms Islands“ durchgeführten Studien.

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Peru: Delfine in Gefahr

Der Delfinbestand Perus ist gefährdet. Das gilt nicht nur für die Meeresdelfine, sondern vor allem für die äußerst seltenen rosa Flussdelfine der Regenwaldregionen. Trotz offiziellem Fangverbot werden in Peru nach Schätzungen der peruanischen Umweltorganisation "Mundo Azul" jährlich mindestens 20.000 Meeresdelfine getötet – zum menschlichen Verzehr und als Fischköder. Arte sendet dieser Tage einen Film von Uli Pförtner über die Delfine Perus.

Für die Fischer ist der Delfinfang eine wichtige Einnahmequelle. Dass lebende Delfine allerdings viel mehr Geld einbringen könnten, wollen der deutsche Biologe Stefan Austermühle und seine peruanische Frau Nina Pardo beweisen. Sie propagieren Delfintourismus statt Delfinfang.

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Japan setzt Buckelwale auf Abschussliste

Offensichtlich können internationale Proteste nichts gegen die japanischen Pläne zur Jagd auf die Meeressäuger bewirken. Die Walfangflotte, die am Sonntag aus dem japanischen Hafen Shimonoseki ausgelaufen ist, soll in diesem Südsommer bis zu 1.000 Wale erlegen – darunter auch die seit Mitte der 1960er-Jahre unter Schutz stehenden Buckelwale.

Japans Walfang steht auch in diesem Jahr wieder unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Untersuchung – eine Lüge, wie Umweltgruppen weltweit immer wieder betonen. Buckelwale wurden bis 1960 derart intensiv gejagt, dass die Tiere vom Aussterben bedroht waren. Daraufhin wurde ein Stopp des kommerziellen Walfangs beschlossen. Seit 1986 gibt es in Japan erneut Walfangschiffe, die im Namen der Wissenschaft Jagd auf Wale machen.

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Alle Jahre wieder: Japans Walfangflotte läuft aus…

Kaum hat Japan seinen Walfang in der nördlichen Hemisphäre beendet, läuft Japans Fangflotte in Richtung Antarktis aus. 850 Zwergwale 50 Finnwale und seit dieser Saison 50 Buckelwale stehen auf der Abschussliste. Sie sterben im Namen der Wissenschaft, wie Japan seinen Walfang seit über 20 Jahren begründet.

Der Fang zu kommerziellen Zwecken ist durch die Internationale Walfang-Kommission (IWC) seit 1986 verboten ist. Sonderregelungen gibt es für den Fang indigener Völker, wie  Grönlands, Alaskas und Russlands – und für die Wissenschaft. „Allerdings sind unter Forschungsfängen kleine Mengen zu verstehen und nicht eine Quote, die geeignet ist, den kommerziellen Walfang über Wasser zu halten,“ kommentiert die GSM-Vorsitzende Petra Deimer.

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NABU informiert im Internet über Schäden durch Altmunition in Nord- und Ostsee

Zwischen 400.000 und 1,3 Millionen Tonnen Munition werden als gefährliches Erbe zweier Weltkriege am Grund von Nord- und Ostsee vermutet. Auf einem ganztägigen Symposium von NABU, Gesellschaft zur Rettung der Delphine GRD und Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere GSM über neue Methoden zur Munitionsbeseitigung in Nord- und Ostsee hatten Experten am 19. Oktober 2007 in Kiel bestätigt, dass eine schadlose Beseitigung von Rüstungsaltlasten im Meer auch ohne Sprengung möglich ist. Zusammenfassungen der Vorträge und Präsentationen einschließlich der Ergebnisse der Diskussion sind jetzt unter www.NABU-Meeresschutz.de zu finden.

Damit steht Interessierten erstmals im Internet ein umfassendes Informationsangebot über Umweltauswirkungen von Altmunition im Meer und deren umweltfreundliche Beseitigung zur Verfügung.Ergänzt wird die Darstellung um spezielle Informationen und Fragestellungen zur Rüstungsaltlast *Kolberger Heide" in der Kieler Außenförde.

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Vortrag in Hannoversch Münden: „Wie der Narwal nach Münden kam…“

Als Historikerin und Architektin haben sich Karin Gille-Linne und Sandra Juwig zusammengetan, ein Thema näher zu beleuchten: Meermonster, Meereseinhörner und Narwale im Fachwerk Hann. Mündens. Für den 22. November laden sie zum Vortrag ein.

Walwerk

Photo, © Karin Gille-Linne

Haben Sie schon mal ein Einhorn gesehen? Kennen Sie den Narwal vom Polarkreis? Und kennen Sie die Meereseinhörner aus Hann. Münden?

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Nürnberg: Lagune wird gebaut

Der Kulturausschuss der Stadt Nürnberg stimmt für den Ausbau des Delfinariums. Tierschützer kritisieren das Vorhaben und erwägen ein Klage.

Delphinarium Nürnberg

Im Delphinarium Nürnberg, © Boris Ott

Heute haben die Vertreter von SPD und CSU des Kulturausschusses der Stadt Nürnberg für den Ausbau des Nürnberger Delfinariums gestimmt. Dabei haben sie sich von den nicht abreissen wollenden, lauten Protesten der Tierschützer nicht irritieren lassen. Mit der Empfehlung des Kulturausschusses ist die Entscheidung des Nürnberger Stadtrates vorherzusehen. Im November steht dort der Bau des 24 Millionen-Projektes auf der Agenda.

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Weckruf: Artenschützer appellieren an die Regierungen der Mittelmeer- und Schwarzmeer-Anrainerstaaten

Bei der dritten Vertragsstaatenkonferenz zum Schutz von Walen und Delfinen im Mittelmeer und im Schwarzen Meer werfen Artenschützer den Regierungen Tatenlosigkeit vor.

ACCOBAMSHeute, am vierten und gleichzeitig letzten Tag der Vertragsstaatenkonferenz zum Schutz von Walen und Delfinen im Mittelmeer und im Schwarzen Meer (ACCOBAMS), richteten Artenschützer einen dringlichen Appell an die Regierungen der Anrainerstaaten. Ihrer Ansicht nach haben es die Vertragsstaaten bis zum heutigen Tag versäumt, das ambitionierte Schutzabkommen und die von den Staaten selbst getroffenen Beschlüsse umzusetzen.

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Sprengung vor Sassnitz bedroht Ostsee-Schweinswale

Naturschutzverbände protestieren gegen die für den 2. Oktober geplante Sprengung einer Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg vor der rügenschen Ostseeküste bei Sassnitz. Nach Ansicht der Verbände (BUND Mecklenburg-Vorpommern, NABU, GSM/Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere und GRD/Gesellschaft zur Rettung der Delphine) gefährdet die Sprengung die vom Aussterben bedrohten Schweinswale in vorpommerschen Gewässern.

Bereits am 14. März wurde vor Sassnitz eine 500 kg Fliegerbombe gesprengt. Als Antwort auf ihre Protestbriefe erhielten die Verbände von Umweltminister Dr. Till Backhaus (Mecklenburg-Vorpommern) die Zusicherung, man werde sich bemühen, Möglichkeiten zum Schutz des Lebensraums Ostsee und der in der Ostsee lebenden Arten bei erforderlichen Munitionssprengungen umzusetzen. Ein Sprecher des Landes-Innenministeriums betonte, Sprengungen in der Ostsee seien die absolute Ausnahme. Es sieht bislang nicht danach aus, dass dieser Rhetorik auch Taten folgen kommentiert der Biologe Ulrich Karlowski von der GRD.

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Delfine in der Ostsee gesichtet

Die Besatzung des Bundespolizeischiffs BP21 Bredstedt beobachtet Delfine in der Ostsee. Wahrscheinlich handelt es sich um ein Mutter-Kalb-Paar. 

Delfine in der Ostsee- Titel in BildDelfine in der Ostsee- Titel in Bild

Eine sensationelle Beobachtung hat das Bundespolizeischiff BP21 "Bredstedt" des Bundespolizeiamtes See der zuständigen Inspektion aus Warnemünde dem Deutschen Meeresmuseum gemeldet. Bereits am Sonntag, dem 23. September, waren in der Zeit von ca. 11 bis 15 Uhr zwischen Darßer Ort und Hiddensee zwei Delfine gesichtet worden. Diese für die Ostsee äußerst seltene Beobachtung während einer Streifenfahrt wurde per Fotoapparat dokumentiert und die Bilder zur Auswertung an das Deutsche Meeresmuseum weiter geleitet. 

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