Internationale Experten üben erneut Kritik an der von der isländischen und japanischen Walfanglobby fortwährend genutzten Theorie, dass Wale zu viel Fisch fressen und Walbestände aus diesem Grund bejagt werden müssen, um die Walpopulationen gering zu halten. In seinem von der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS heute veröffentlichten Bericht „Iceland, Whaling and Ecosystem-based Fishery Management“ fordert der Meeresforscher Dr. Peter Corkeron die Regierungen Islands und anderer Walfangnationen auf, diesem Märchen abzuschwören und selbst die Führung in der Entwicklung zu einem nachhaltigen Fischereimanagement zu übernehmen.
In dem Bericht fokussiert Dr. Corkeron auf die Evaluierung des isländischen Fischereimanagements und zeigt auf, wie Hypothesen für politische Zwecke manipuliert und missbraucht werden. Darüber hinaus kritisiert Corkeron die im Rahmen des so genannten „wissenschaftlichen Walfangprogramms Islands“ durchgeführten Studien.


Heute, am vierten und gleichzeitig letzten Tag der Vertragsstaatenkonferenz zum Schutz von Walen und Delfinen im Mittelmeer und im Schwarzen Meer (ACCOBAMS), richteten Artenschützer einen dringlichen Appell an die Regierungen der Anrainerstaaten. Ihrer Ansicht nach haben es die Vertragsstaaten bis zum heutigen Tag versäumt, das ambitionierte Schutzabkommen und die von den Staaten selbst getroffenen Beschlüsse umzusetzen.
Delfine in der Ostsee- Titel in Bild