Walstrandungen – Interview mit dem NABU Meeresbiologen Dr. Kim Detloff

von | stepin | Bonn | 6. September 2010

Am 20.08.2010 meldete das Department of Conservation (DOC), dass 59 Grindwale an der Küste Neuseelands (Karikari Beach) gestrandet sind. Etwa 100 Helfer, darunter 40 Mitarbeiter des DOC und zahlreiche Freiwillige, versuchten die gestrandeten Tiere zu retten.  In den folgenden Tagen ging die Meldung rund um die Welt und zahlreiche Presse- und News-Ticker hielten die Öffentlichkeit über die neuesten Entwicklungen am Strand in der Nähe von Kaitaia auf dem Laufenden. Am 24.08.2010 konnten schließlich neun der gestrandeten Tiere wieder ins Meer gebracht werden und das DOC wertet die Rettungsaktion als Erfolg.

Screenshot Blog WeltneugierCetacea.de präsentiert hier ein Interview mit dem Meeresbiologen Dr. Kim Detloff, Referent für Meeresschutz beim Naturschutzbund Deutschland (NABU). Dieses Interview erschien in der Originalfassung beim Blog „Weltneugier. Erkundungsbericht“ und wurde freundlicherweise von der Stepin GmbH zur Verfügung gestellt. Wir danken für die Erlaubnis es hier wiedergeben zu können:

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Zoologische Sensation im Sektionssaal: Zwergglattwal wird untersucht

von | cetacea.de | Wittmund | 7. Mai 2008

In Neuseeland scheinen Sektionswochen angebrochen zu sein. Letzte Woche berichteten alle großen Medien von der Sektion eines 495kg mächtigen Riesenkalmars im Te Papa Museum in Wellington (z.B. taz, 30.4.2008). Diese Woche ist der nächste Exot an der Reihe. Ein am 13. Mai 2007 gestrandeter Zwergglattwal (Caperea marginata) ist aufgetaut worden und gerät unter das Messer namhafter Spezialisten aus Neuseeland, Australien und den USA.

Zwergglattwal wird vermessen. Courtesy of Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa
Der Zwergglattwal wird vermessen. Courtesy of Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa

Über den Zwergglattwal ist der Forschung noch wenig bekannt. Er wird bis zu 6,5 Meter lang, 3,5 Tonnen schwer und gehört zu den Bartenwalen. Neben einem großen Kopf, der in der Form dem der Glattwale (Balaenidae) ähnelt, zeigt er mit angedeuteten Kehlfurchen und Finne auch Merkmale der Furchenwale. Ausserdem hat er 18 Rippenpaare und damit deutlich mehr als bei anderen Bartenwalen. Wegen dieser Besonderheiten wird der Zwergglattwal in einer eigenen zoologischen Familie, Neobalaenidae, geführt.

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