Japanische Walfänger nehmen Kurs auf Antarktis

Japanische Walfänger auf dem Weg in die Antarktis. Australien verkündet Walforschungsprogramm. Grünes Licht für den Walfleischhandel.

Walfleischverkauf in Yamaguchi, Japan. © Timothy Takemoto
Walfleischverkauf in Yamaguchi, Japan. © Timothy Takemoto

Ein gewaltiges Walforschungsprogramm hat der australische Umweltminister Peter Garrett angekündigt. Australien will rund drei Millionen Euro in die nicht letale Walforschung investieren. Dieses Programm dient auch als Signal an die japanischen Walfänger, denen vorgeworfen wird, dass ihr Forschungswalfang nur Deckmantel für eine kommerzielle Ausbeutung der Wale sei (AFP oder SPIEGEL). Zur gleichen Zeit hat die Walfangflotte um das Mutterschiff Nisshin Maru den Heimathafen Richtung Antarktis verlassen, um dort 850 Zwergwale und 50 Finnwale zu jagen (Planet Ark).

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Sowjetunion auf Walfang

Ein umfangreiches Dokument zum (illegalen) Walfang der Sowjetunion liegt nun in englischer Übersetzung vor

Finnwal an Bord der Sovetskaya Rossia vor dem Flensen. Photo A. Berzin
Finnwal an Bord der Sovetskaya Rossia vor dem Flensen. Photo A. Berzin

Im November 1993 bei der zehnten Konferenz über die Biologie der Meeressäuger in Galveston hielt der russische Wissenschaftler Alexei Yablokov einen Vortrag vor 1500 Kollegen.  Er überbrachte den Walforschern das russische Eingeständnis eines jahrzehntelangen illegalen Walfangs.

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Walfang, Beifang, Atemfang und mehr

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineBei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 13. November 2008 haben wir folgende Nachrichten über japanischen und norwegischen Walfang, Sonareinsatz der US Marine, Schweinswalsichtungen und die trickreiche Analyse des Atems von Pottwalen gefunden.

Sigrid Totz schreibt bei Greenpeace über die Krise der
japanischen Walfangindustrie. Das Versorgungsschiff ist wegen Verstössen gegen Umweltgesetze mit Strafen belegt und ausgeflaggt worden. Einige Besatzungsmitglieder sollen bereits frustriert abgeheuert haben. Japan hat allerdings dementiert, dass die Walfangquote reduziert würde. Der Plan sei, 850 zergwale und 50 Finnwale zu erlegen. Der geplante Buckelwalfang werde noch nicht durchgeführt, so Toshinori Uoya vom Fischereiministerium (Environmental News Network). In Norwegen soll die Stimmung ähnlich sein. Cornelia Deppe-Burghardt schreibt im Greenpeace Blog 1:1 Riesen der Meere, dass Olav Olavsen, der Kapitän des norwegischen Walfangschiffes “Nybræna” angekündigt hat, nicht mehr auf die Jagd nach Walen zu gehen.

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Bartenwale mit Zähnen

Eine neuer Artikel in unserer Rubrik „Palaeocetologie“ bringt Licht ins Dunkel der Evolution der Bartenwale. Johannes Albers berichtet über frühe Bartenwale, die keine Barten sondern Zähne trugen.

Janjucetus hunderi. © Markus Felix Bühler
Janjucetus hunderi. © Markus Felix Bühler

Unter heutigen Walen stellt sich die Unterscheidung zwischen den Zahnwalen und den Bartenwalen einfach dar. Schon die Bezeichnungen drücken aus, worauf es ankommt: Zahnwale tragen Zähne im Maul, Bartenwale hingegen fransige Hornlamellen (Barten) im Oberkiefer.

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Greenpeace verstärkt Aktivitäten in Japan zum Schutz der Wale

Angeklagten Greenpeace-Aktivisten drohen bis zu zehn Jahre Haft

In der kommenden Walfangsaison wird Greenpeace seine gesamten Aktivitäten zum Schutz der Wale auf Japan konzentrieren. Greenpeace wird somit in diesem Jahr nicht mit Schiffen ins Südpolarmeer fahren. Der politisch motivierte Prozess gegen zwei japanische Greenpeace-Aktivisten wird im Mittelpunkt der Greenpeace-Kampagne gegen den japanischen Walfang stehen. Im Mai diesen Jahres deckten die Greenpeace-Aktivisten den größten Walfleischskandal in der Geschichte des japanischen Walfangs auf. Seitdem sind die Aktivisten Junichi Sato und Toru Suzuki unter Arrest gestellt. Wegen des angeblichen Diebstahls des Walfleisches drohen ihnen bis zu zehn Jahre Haft. Greenpeace ruft weltweit auf, sich für die Freilassung der Aktivisten einzusetzen.

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mare machen und Meer genießen: Nicolaus Gelpke im Gespräch

Für die NDR Info Reihe „Der Talk“ sprach Marianne Scheuerl mit dem mare Herausgeber Nicolaus Gelpke.

Am 26. Oktober lief auf dem Radiosender NDR Info ein Gespräch von Marianne Scheuerl mit Nicolaus Gelpke dem Erfinder und Chefredakteur der Zeitschrift mare. Begleitet vom mächtigen Tuten der Ozeanriesen auf der Elbe erzählte Nicolaus Gelpke von seiner Jugend in der Schweiz und seinem Weg an’s Meer.

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Fischerei-Lobbyismus führt in die Sackgasse

Kritik an verringerten Fangquoten der EU unbegründet. Innovative Fangtechniken und Zertifizierung der Fischerei sind Ausweg aus der Krise

Kutter in Harlesiel
Kutter in Harlesiel

NABU Schleswig-Holstein, BUND Mecklenburg-Vorpommern, Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) und Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) reagieren mit Unverständnis auf das alljährliche Geschacher um Fangquoten in Nord- und Ostsee. Statt nun noch die letzten 20 % der nutzbaren Fischbestände auf dem Altar der Fischerei-Interessen zu opfern, müssen unverzüglich neue, nachhaltige Konzepte zur Sicherung der Fischbestände und zum Erhalt der kleinen Küstenfischerei erarbeitet und umgesetzt werden.

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Bedrohte Nordkaper, Delfinjagd in Japan, verschwundene Orcas und mehr

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineBei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 27. Oktober 2008 haben wir Nachrichten über bedrohte Nordkaper, die Delfinjagd von Taiji, verschwundene Schwertwale, einen verendeten Entenwal, Hightech-Kollisionsvermeidung für Fähren, hohe Todesraten bei Großen Tümmlern und koordiniert jagende Ostpazifische Delphine gefunden.

In einem ausführlichen Artikel berichtet die Oktober-Ausgabe von National Geographic über die stark bedrohten nördlichen Glattwale (Nordkaper). Douglas H. Chadwick beschreibt wie Kollisionen mit Schiffen und Fischernetze die Wale bedrohen. Spiegel Online hat diesen lesenswerten Artikel als Volltext ins eigene Angebot übernommen. Die hervorragenden Bilder zum Artikel von Brian Skerry finden Sie bei National Geographic USA.

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Fluke Nr. 16 auf Walschau

Es ist immer wieder eine große Freude, wenn ich die Fluke aus dem Briefkasten bergen kann. Erst recht seitdem sie mit professionellem Druck und guter Bindung besticht.

Fluke Nr. 16 – Oktober 2008

Die zweite Ausgabe des Jahres 2008 (Heft 16) startet mit Berichten über Walschaustellungen. Alfred Schmidt beschreibt die Ausstellungen, die Herkunft der Wale und zeigt umfangreiches Material aus seiner Sammlung. Immer wieder war der intensive Geruch der verwesenden Riesen ein Problem für die Schausteller.

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Finnenblick zur Geschlechtsbestimmung, Grauwale und mehr

Bei einem kleinen Flukenschlag durch’s Internet am 15. Oktober 2008 haben wir Nachrichten über die Geschlechtsbestimmung Großer Tümmler, Blasenschleier als Lärmschutz für Schweinswale, die westlichen Grauwale und mehr gefunden.

Cetacea.de Krähennest - Nachrichten über Wale und DelfineGroße Tümmler kann man anhand der Finne nicht nur individuell unterscheiden, es lässt sich auch das Geschlecht per Finne bestimmen. Das haben die beiden Wissenschaftler Lucy Rowe und Stephen Dawson herausgefunden. Männliche Tiere zeigen mehr Narben und Kerben, während die bei beiden Geschlechtern auftretenden Hautläsionen bei weiblichen Tieren deutlich ausgeprägter waren. Die Forscher geben zu bedenken, dass diese Methode zunächst nur bei der Population im Doubtful Sound, Fjordland, Neuseeland anwendbar sei.
ROWE, L. E. u. S. M. DAWSON (2008):
Determining the sex of bottlenose dolphins from Doubtful Sound using dorsal fin photographs.
Mar. Mamm. Sci., DOI 10.1111/j.1748-7692.2008.00235.x
Einen kleinen Bericht zu dieser Veröffentlichung finden Sie bei wissenschaft.de.

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